Walldürn

Heimatverein zog Bilanz Wahlen zum Vorstand und Berichte zu aktuellen Themen auf der Tagesordnung

„Museum zu neuem Leben erwecken“

Archivartikel

Walldürn.Berichte und Wahlen prägten den Verlauf der Generalversammlung des Heimat- und Museumsvereins im Gasthaus „Zum Hirsch“.

Der Vorsitzende, Bürgermeister Markus Günther, sagte in seinem Bericht, dass beim Heimatmuseum in den nächsten Jahren im Zuge der Gebäudesanierung verschiedene größere bauliche Maßnahmen anstehen, die man mit finanzieller Unterstützung von Seiten der Stadt Walldürn im Gesamtpaket angehen will, und zwar im Zusammenhang mit der Sanierung des Alten Rathauses, wobei beide historische Gebäude künftig barrierefrei gestaltet werden sollen. Die Voraussetzungen für den Sanierungsbeginn des Museums seien zwischenzeitlich gewährleistet, denn nahezu alle dort befindlichen Exponate wurden zwischenzeitlich ausgelagert, und es wurden bereits Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.

Konzept war Thema

In Workshops habe man sich sehr intensiv mit dem Thema „Neues modernes Erarbeitungs- und Planungskonzept zur künftigen Neugestaltung eines Stadt- und Heimatmuseums“ beschäftigt, und dabei sei man zu dem Schluss gekommen, das Stadt- und Wallfahrtsmuseum künftig modern und zeitgemäß mit den drei Schwerpunkten „Stadthistorie und Stadtentwick-lung“, „Wallfahrtsgeschichte“ und „Römerabteilung“ zu gestalten.

Für die Sanierung und Restaurierung seien Zuschussmittel aus dem Leaderprogramm beantragt und von Seiten des Landesdenkmalamtes sei eine Höchstförderung in Aussicht gestellt worden. Neu initiiert worden sei vor kurzem das Projekt „Hausmadonnen an Häusern im Bereich der Walldürner Innen- und Kernstadt“. Der Vorsitzende dankte allen, die sich für den Verein engagiert haben.

Neue Projekte

Der stellvertretende Vorsitzende Georg Hussong ging ebenfalls auf die Sanierungsmaßnahmen und die in den vergangenen zwölf Monaten nach der Schließung des Museums geleisteten Arbeitseinsätze im Zuge der Auslagerung des Museumsguts näher ein.

Weitere Aktivitäten waren etwa die Erstellung neuer Palisaden entlang des Limeslehrpfades, die Durchführung verschiedenen Ferienspaß-Aktionen während der Ferientage sowie die neu konzipierten Projekte „Hausmadonnen“ und „Bildstöcke- und Kapellensanierung“.

Beirat Friedbert Günther berichtete über die gute Besucherfrequenz im Eisenbahnmuseum und die dort noch geplanten Ausstellungsneuerungen. Beirätin Anja Eckert ging auf die sehr gut frequentierte Ausstellung „Dürmer Faschenaacht“ im „Reil´schen Haus“ ein.

Verdienste gewürdigt

Schatzmeisterin Angelika Schmeiser informierte über die Kassenbewegungen in den zurückliegenden zwei Jahren. Die Kassenrevisorinnen Brunhilde Marquardt und Marita Eisenhauer bestätigten eine einwandfreie Kassenführung und empfahlen der Versammlung die Entlastung der Kassenführerin, die ebenso einstimmig erteilt wurde wie die Entlastung für den gesamten Vorstand. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Bürgermeister Markus Günther; Stellvertretender Vorsitzender Georg Hussong; Geschäftsführerin Marliese Ackermann; Schriftführerin Petra Spreitzenbarth; Schatzmeisterin Angelika Schmeiser; Kassenrevisorinnen Brunhilde Marquardt und Marita Eisenhauer; Presse und Öffentlichkeitsarbeit Gerhard Friedrich; Beiräte: Dorothea Berberich, Anja Eckert, Heribert Gehrig, Walter Gramlich, Friedbert Günther, Bruno Kaiser und Margareta Sauer.

Verantwortlich für die „Walldürner Heimatblätter“ zeichnet weiter Marliese Ackermann. Verantwortlich für die Dauerausstellung „Dürmer Faschenaacht“ ist Anja Eckert zusammen mit Gaby Leiblein, und für die Dauerausstellung „Haus der Eisenbahn“ im ehemaligen Haus Bonn in der Hauptstraße Friedbert Günther.

Pater Thaddäus Pytka würdigte die besonderen Verdienste des Vereins bei der Bewahrung und Erhaltung des Kulturgeschehens aus Ver-gangenheit und Gegenwart für die Nachwelt. Die Sanierung des Museums sah er als eine große Herausforderung sowohl für die Stadt als auch für den Verein an. In seiner Funktion als Bürgermeister lobte Markus Günther das stetige vorbildliche Schaffen und Wirken sowie herausragende ehrenamtliche Engagement aller Mitglieder. Zur Sanierung sagte er, Ziel müsse es sein, alle nur erdenklichen Mühen und Anstrengungen zu unternehmen, das Museum wieder zu neuem Leben zu erwecken – sowohl gestalterisch als auch einrichtungsmäßig und besuchermäßig. Es gelte, das Stadt-und Wallfahrtsmuseum nach seiner Sanierung wieder zu einem wahren Blick- und Mittelpunkt in der Kernstadt werden zu lassen und es mit neuem Leben zu erfüllen. ds