Walldürn

Heeresmusikkorps Veitshöchheim Auftritt aus Anlass des Bundeswehrjubiläums / Erlös ist für einen guten Zweck bestimmt

Musiker boten hörenswertes Konzert

Archivartikel

Ein besonderes Konzert gab das Heeresmusikorps aus Veitshöchheim bei seinem Auftritt in Walldürn. Die Musiker boten den rund 400 Besuchern einen hörenswerten Auftritt.

Walldürn. Das Repertoire reichte dabei von klassischer Musik über deutsche Militär- und Marschmusik sowie symphonische Blasmusik bis hin zur modernen Unterhaltungsmusik. Das Konzert fand aus Anlass des Doppeljubiläums 60 Jahre Bundeswehr-Standort Walldürn sowie Aufstellung des Logistikbataillons 461 vor 15 Jahren in Walldürn statt. Der Erlös ist für das Odenwald Hospiz und das Soldatenhilfswerk bestimmt.

Bürgermeister Markus Günther sagte bei der Begrüßung, dass dieses Benefizkonzert mit Sicherheit einen der Höhepunkte im kulturellen Veranstaltungskalender der Stadt darstelle. 60 Jahre Bundeswehrstandort Walldürn bedeuten auch 60 Jahre enge Zusammenarbeit mit der Verwaltung und mit den Bürgern. In den vergangenen sechs Jahrzehnten hätten am Bundeswehrstandort schon ganze Soldatengenerationen ihre militärische Heimat gefunden.

Konstruktives Miteinander

In dieser Zeit habe sich ein konstruktives Miteinander entwickelt. Heute sei die Bundeswehr mit all ihren Einrichtungen eine Selbstverständlichkeit in Walldürn und viele hier stationierten Soldaten hätten hier ihre Heimat gefunden. Der Bundeswehrstandort sei zu einem festen Bestandteil der Stadt geworden.

Das Konzert verbinde das Angenehme mit dem Nützlichen, es verbinde musikalischen Genuss mit der Unterstützung für Mitmenschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen würden.

Tiefe Verbundenheit

Oberstleutnant Christoph Werle, Kommandeur des Logistikbataillons 461, sagte, in der Zeit des Bestehens des Standortes habe sich eine tiefe Verbundenheit zwischen der Bevölkerung und den Streitkräften entwickelt. Auch das Logistikbataillon 461, welches vor 15 Jahren in Walldürn aufgestellt worden sei, fühle sich an seinem Standort hervorragend integriert und sei fest in der Region verankert. Oberstleutnant Werle dankte allen, die zum Gelingen dieses Benefizkonzertes beigetragen haben. Die Besucher würden mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte einen wertvollen Beitrag für wohltätige Zwecke leisten. Die Reservistenkameradschaft sorgte für die Bewirtung in der Halle sowie im Foyer, der Verkaufserlös komme ebenfalls den wohltätigen Zwecken zugute.

60 Jahre Bundeswehr am Standort Walldürn – dazu gehörten nicht nur die 15 Jahre des Logistikbataillons 461, sondern viele weitere Verbände, Einheiten und zivile Dienststellen. Fünf ehemalige Bataillone wurden von ihm dabei besonders hervorgehoben: das Panzergrenadierbataillon 362, das Panzerartilleriebataillon 365, das Instandsetzungsbataillon 12, das Raketenartilleriebataillon 122 sowie das Versorgungsbataillon 366. Diese Traditionsverbände würden diese Benefizveranstaltung mitgestalten. Anhand von Stellwänden mit Bildern und Berichten werde an ihre aktive Dienstzeit in Walldürn erinnert.

Große Klangharmonie

Danach hatte das Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim unter der Leitung von Oberstleutnant Roland Kahle seinen Auftritt. Der Offizier führte in charmanter und kompetenter Weise durch das Programm. Das Orchester überzeugte bei seinem Auftritt mit einer sehr ausgewogenen Klangharmonie und Klangreinheit der einzelnen Instrumente. Neben grandiosen instrumentalen Klangpassagen des Gesamtorchesters gab es immer wieder auch fantastische instrumentale solistische Darbietungen einzelner Musiker. Am Ende des Konzertes bekamen die Musiker „Standing Ovations“ des begeisterten Publikums.

Landrat Dr. Achim Brötel sagte am Ende eines fulminanten Konzertabends mit dem Heeresmusikkorps: „Das war konzertante Blasmusik auf höchstem Niveau!“ Mit Blick auf das Jubiläum führte er aus, seit nunmehr 60 Jahren würden die Soldaten in der Nibelungenkaserne einfach dazu gehören.

Das ausgezeichnete Miteinander von Bürgern mit und Bürgern ohne Uniform habe innerhalb des Neckar-Odenwald-Kreises und insbesondere in Walldürn eine schon lange und schöne Tradition.

Mindestens genauso wichtig sei es ihm aber auch, dass es auch noch eine lange und schöne Zukunft gebe. Die Nibelungenkaserne sei schon längst ein untrennbarer Teil von Walldürn und genauso auch ein untrennbarer Teil des Neckar-Odenwald-Kreises. „So sei es heute, und so solle es auch weiterhin bleiben“, sagte Landrat Dr. Brötel abschließend. ds