Walldürn

Prunksitzung in Rippberg Akteure liefen zu Hochform auf / Fünfstündige Schau mit tollen Tänzen und Büttenreden

Närrisches Programm war allererste Sahne

Archivartikel

Rippberg.Die Akteure aus Rippberg und von den befreundeten Vereinen aus dem Narrenring liefen bei der Prunksitzung zu Hochform auf und präsentierten bei der fünfstündigen Schau eine tolle Sitzung. Akrobatische Tänze, krachende Büttenreden und Shows lösten sich ab, ein begeisterungsfähiges Publikum sorgte für grandiose Stimmung. Sitzungsleiter Otto Trabold führte gekonnt und witzig durch den Abend, und die Rippberger Blasmusik lieferte unter der Leitung ihres Dirigenten Holger Friedrich die passende Musik dazu.

Beim ersten von 20 Prorgrammpunkten gelang der Kükengarde aus Glashofen mit ihrem Schautanz „Was machen Wichtel eigentlich nach Weihnachten“ ein prächtiger Einstieg in diese Sitzung. Danach wartete die bestens aufgelegte „Höhgöikergarde“ aus Glashofen mit einem zackigen Gardetanz mit viel Temperament und Charme auf.

Ein erster Höhepunkt bei den Wortbeiträgen war einmal mehr die Bütt von Wolfgang König von den „Höpfemer Schnapsbrennern“. Bei diesem Vortrag „Hallensicherung“ hatte er von Beginn an alle Lacher auf seiner Seite und zündete regelmäßig großartige Pointen.

Eine Augenweide war danach der kernige Marschtanz der „Wassergarde aus Mudau. Graziös wirbelten die Tänzerinnen über die Bühne und sorgten somit für den nächsten Hingucker. Nächster Programmpunk war die Jollengarde aus Amorbach, die sich bei „Der Orient tanzt“ auch in dieser Kampagne wieder in tänzerischer Bestform zeigte.

Alle Jahre wieder werden die Honoratioren auf die Bühne gebeten, um ihnen den Jahresorden zu verleihen. Das Ordensthema in dieser Kampagne lautet: „Weltweit Krisen, alles bebt – gute Nachricht, Faschnacht lebt!“ Ortsvorsteher Wolfgang Stich richtete närrische Grußworte an das Narrenvolk. Weitere Orden erhielten die Vorstände Rüdiger Allmann (Blasmusik), Manfred Pfeiffer (Chorgemeinschaft), Walter Gärtner (VdK), Fabian Berger und Martin Meidel vom Gemeinderat Walldürn, für die Regie Markus Ott und Steffen Galvan, Joachim Hahner-Pestel (Presse), Joachim Farrenkopf und Thomas Baier ( Bühnenhelfer), Otto Trabold ( Sitzungsleiter) sowie weitere Gastabordnungen.

Rakete gezündet

Gekonnt zündete die Prinzengarde Schneeberg mit ihrem Showtanz „Liebe braucht keine Worte“ die nächste Rakete. Mitten aus dem Publikum sprang die Tänzerinnen in schwarz-weißem Harlekinoutfit hervor und eroberten bei fetziger Musik die Bühne. Unter dem Motto „Ameisen – Ordnung muss sein“ punktete die Schautanzgruppe der „Schneeberger Krabbe“ mit spektakulären Hebe- und Bodenfiguren.

Büttenass Ralf Zang von der FG Schneeberg und seine Tochter Lina von der FG Glashofen begeisterten mit ihrem „Jahresrückblick“ und hatten damit schnell das närrische Publikum auf ihrer Seite. Dabei agierte der Zang-Nachwuchs schlagfertig und wortgewandt, eben „Zack-Zack“.

Bei dem energiegeladenen Schautanz „Der Deal mit dem Teufel“ der von den „Dancing Moskitos“ aus Königshofen aufgeführt wurde, kletterte dann die Stimmung auf der nach oben offenen Begeisterungsskala in beachtliche Höhen. Mit einer variationsreichen Revue beliebter Schlager mit launigen Parodien verzauberten anschließend drei Mitglieder des Jugendelferrates aus Hainstadt das närrische Auditorium. Mit Liedern von Marianne Rosenberg über Andrea Berg bis hin zu Helene Fischer ging auf der Bühne zu einer perfekten Performance so richtig die Post ab, und im Saal geizte man nicht mit Applaus.

Was in früheren Jahren bei der Rippberger Faschenacht immer für viel Freude sorgte, war das Männerballett des RSV . Jetzt war es nach vielen Jahren endlich wieder einmal soweit: Die Fußballer der Spielgemeinschaft SV Wettersdorf/Glashofen- Rippberg gefielen bei ihrem Tanz „Boyboad against Girlband“ mit flinken Bewegungen und akrobatischen Einflechtungen, ein toller Auftritt. Unter dem Motto „Fracksausen – welche Angst trägst du in dir“ wurde danach die Prinzengarde der NG Lauda angekündigt. Von Angst war aber absolut nichts zu spüren , denn schließlich stand der amtierende Narrenringsieger auf der Bühne, und lieferte in tollen Kostümen und einer perfekten Choreographie eine sehenswerte Vorstellung.

Lustige Persiflage

Eine lustige Persiflage auf die Schließung der Volksbank-Filiale präsentierten die „Rippberger Originale“ Friedhilde Dell, Lioba Kern , Petra Bauer, Thea Poppe, Anita Stich, Claudia Ballmann, Engelbert Kötter, Wolfgang Dell, Thomas Baier und Hubert Ballmann und hielten den Saal so auf Betriebstemperatur. Als dann aber bei dem Lied „Skandal im Sperrbezirk“ bekannt wurde, dass aus dem Bankgebäude ein „Tropicana“ wird, schwappte die Stimmung sogar noch über.

Mit Akrobatik und Körperbeherrschung versprühte die Schautanzgruppe aus Glashofen jede Menge Feuer und stellte dadurch ihren Tanz „Walpurgisnacht – im Bann der Hexen“ atmosphärisch dar. Turbulent ging es nach einem Feuerwehr- Alarm auf der Bühne zu. In einem wilden und flotten Reigen und mit Besen ausgestattet zeigten Saskia Berberich, Andy Kern , Pascal Link, Sebastian Hennig, Julian Bauer, Gunter Hertlein und Bernhard Müller von der Rippberger Feuerwehr Schauspieltalent und tänzerisches Können. Diesen Tanz wie auch die Nummer „Volksbank“ studierten Melanie Baier und Jasmin Heller wieder einmal hervorragend ein.

Perfekt aufeinander abgestimmt begeisterten Andreas Poser und Andreas Leiblein von der FG Schweinberg mit ihrem Sketch „Wir sind de Karl“ und attackierten so mit dem acht-Phasen-Klorollentest das Zwerchfell aller Narren in Windeseile.

Die Auftritte der „Erftalhüpfer“ aus Hardheim sind immer spektakulär und mit körperlichen Höchstleistungen verbunden. Bei ihrem diesjährigen Auftritt mit dem Thema „Wenn Spielzeug lebt“ gab es nach tollen turnerischen Einlagen beim Publikum kein Halten mehr.

Furioser Schlussakkord

Einen furiosen Schlussakkord setzten dann mit flotten Rhythmen die „Goldstücke“ der „Hordemer Wölf“. Unter dem Motto „Geboren für die Faschenacht“ zogen sie nochmals alle Register und boten einen Tanz mit hohem tänzerisch und künstlerischem Anspruch.

Zu Atem konnte dann alle wieder beim Finale kommen. Mit „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ wurde das Publikum in die Bar entlassen. Schließlich hatte das Narrenvolk zuvor hemmungslos geklatscht, gesungen und geschunkelt und eine großartige, amüsante und mitreißende Sitzung erlebt, bei der der Spaßfaktor sehr hoch war. hape

Info: Bilder von der Prunksitzung gibt es unter www.fnweb.de in einer Galerie.