Walldürn

In St. Kilian Langjährige Mitarbeiter des Kinder- und Jugendheims wurden geehrt / Außergewöhnliches Jubiläum

Petra Hauk 45 Jahre aktiv für die Kinder

Walldürn.Die Ehrung langjähriger Mitarbeiter im Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian ist eine wertvolle Tradition. In feierlichem Rahmen wurde ihnen großer Dank für ihre treuen Dienste ausgesprochen. Iris Hellmuth-Gurka, Stiftungsdirektorin und Heimleiterin in St. Kilian, sagte, „durch den verlässlichen Einsatz der Mitarbeitenden konnte sich St. Kilian seit seiner Entstehung vor 160 Jahren bis zum heutigen Tag kontinuierlich weiterentwickeln.“ Auf die mit Abstand längste Dienstzeit kann Erzieherin Petra Hauk zurückblicken. Sie war 45 Jahre im Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian tätig und feierte mit diesem außergewöhnlichen Jubiläum zugleich ihren Abschied aus der Jugendhilfeeinrichtung.

Petra Hauk kam im August 1974 als Kinderpflegerin im Anerkennungsjahr ins Kinderheim. Von 2000 bis 2003 absolvierte sie berufsbegleitend die Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin. Nach erfolgreichem Abschluss wurde sie als Gruppenleiterin eingesetzt. Bis zu ihrem nunmehrigen Abschied hatte Petra Hauk die Leitung der Gruppe Adler inne und war dort eine geschätzte Führungskraft. Auf ihr Fachwissen und ihre fundierten Kompetenzen habe man sich jeder Zeit verlassen können. Sie war unter anderem Mitglied in der Mitarbeitervertretung und engagierte sich bei den Vorbereitungen des Kiliansfestes. Gemeinsam mit den jungen Menschen ihrer Gruppe studierte sie regelmäßig einen Bühnenbeitrag ein und initiierte den Kinderflohmarkt. Als „rasende Reporterin“ war sie für die Heimzeitschrift „Menschenskinder!“ unterwegs, um O-Töne von Walldürner Bürgern zu verschiedensten Themen zu sammeln. Sportlich brachte sie sich als Leiterin der hauseigenen Jazztanzgruppe ein.

Sein 20-Jahr-Jubiläum feiert Jürgen Rieger. Er absolvierte in St. Kilian nach seinem Vorpraktikum eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher, bevor er ein BA-Studium mit dem Schwerpunkt Erziehungshilfen/Heimerziehung aufnahm. Nach dem Studium arbeitete er bis 2017 als Gruppenleiter der „Rasselbande“. Seitdem hat er die Stabsstelle für Entwicklung und Fortbildung in St. Kilian inne. Hierzu gehören auch zahlreiche gruppen- und bereichsübergreifende Angebote und Projekte für die jungen Menschen in der Einrichtung Rieger wurde in der Laudatio der Heimleiterin als „Überzeugungstäter“ beschrieben, für den die Arbeit in der Jugendhilfeeinrichtung nicht nur ein Job, sondern Berufung ist. Für die jungen Menschen ist er ein vertrauensvoller Ansprechpartner. Jürgen Rieger kümmert sich als Vertrauensperson um die vielfältigen Aufgaben zum Thema Beteiligung und „Anvertrautenschutz“.

Seit zehn Jahren arbeitet Melanie Kronast in St. Kilian. Im Anschluss an ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin übernahm sie die stellvertretende Leitung, kurz darauf die Gruppenleitung der vollstationären Wohngruppe „Loennebergaer“. Kronast wurde in der Feierstunde von Bereichsleiter und stellvertretendem Heimleiter Steffen Gimber als äußerst zuverlässige Person mit einer klaren Haltung beschrieben. Diese ermögliche es ihr, auch in sehr herausfordernden Situationen Ruhe zu bewahren, den Überblick zu behalten und gemeinsam mit allen Beteiligten geeignete Lösungen zu finden. Auch deshalb sei Kronast im vergangenen Jahr zur Erziehungsleiterin befördert worden und auch diese Aufgabe meistere sie mit Bravour. Von besonderem Wert für die jungen Menschen seien ihre Kompetenzen im Bereich der Medienpädagogik. Diese bringe sie in der „Medienfahrschule“ von St. Kilian sowie in verschiedenen Medienprojekten entsprechend ein.

Die Repräsentanten der Mitarbeitervertretung schlossen sich den Dankesworten an. Direktorin Hellmuth-Gurka überreichte Urkunden des Diözesan Caritasverbandes Freiburg (DiCV). ds