Walldürn

Pfingstweg im Kinder- und Jugendheim Vier Stationen bieten Einblicke in das christliche Hochfest

„Pfingsten erfahrbar machen“

Archivartikel

Die Botschaft des Pfingstfestes steht im Mittelpunkt eines erlebnispädagogischen Projektes im Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheim St. Kilian. Ab Dienstag ist dort ein Pfingstweg begehbar.

Walldürn. In der Kapelle von St. Kilian wird kräftig gebohrt, geschraubt und gehämmert. Seit Tagen werden dort die vier Stationen des Pfingstweges aufgebaut. Ab dem 14. Mai ist der Weg dann begehbar, geöffnet ist er bis zum 13. Juni.

Stehen bleibt der Pfingstweg dann bis zum Kiliansfest Anfang Juli, dann können sich die Besucher des Festes ihn auch noch einmal anschauen.

Die FN haben sich mit Ute Baar, Mitarbeiterin im Team pastorale Arbeit von St. Kilian, über das Projekt unterhalten. Sie sieht den Pfingstweg als dritte Station nach dem Ostergarten 2010 und der Weihnachtszeitreise 2013 im Kinder- und Jugendheim. Das dritte große christliche Hauptfest soll in St. Kilian ebenfalls noch thematisiert werden, so der Arbeitskreis Religiöses Leben.

Eines der Hochfeste

Mit Weihnachten könne fast jeder etwas anfangen, ebenso mit Ostern. Aber Pfingsten? Pfingsten ist eines der Hochfeste im katholischen Kirchenjahr. Am 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, wird von den Gläubigen die Entsendung des Heiligen Geistes gefeiert. Dieses Datum wird in der christlichen Tradition auch als Gründung der Kirche verstanden. Dieses Wissen ist aber lange nicht so verbreitet wie das Wissen um die beiden anderen Feste.

Hier setzt der Pfingstweg an. „In dem Projekt ,Was an Pfingsten geschah – Bibel mit allen Sinnen erleben’ laden verschiedene Stationen dazu ein, das Leben der Jünger vor annähernd 2000 Jahren mitzuerleben. Sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken und spüren stehen im Mittelpunkt der Führungen. Auf diese Weise wird jeder mit hinein genommen in das Wunder von Pfingsten“, sagte Ute Baar. „Pfingsten erfahrbar zu machen, dazu bietet sich hier eine gute Gelegenheit. Für Kinder ab fünf Jahren, Jugendliche und Erwachsene.“

Die Umsetzung des Projektes war dabei nicht einfach. Beim Bibellesebund gebe es viele Informationen zu Weihnachten und Ostern – aber kaum etwas zu Pfingsten. Daher hat Ute Baar sich mit der Materie befasst, selbst recherchiert, Texte geschrieben. „Bei der Gestaltung ist man dadurch ziemlich frei, aber es ist auch ziemlich viel Arbeit“, so Ute Baar weiter.

Anfang 2018 begannen die Vorbereitungen. Seitdem wird geplant und getextet – und seit einiger Zeit am Aufbau der vier Stationen gearbeitet.

Station 1: Am Stadttor gibt es einen Rückblick auf Ostern, es geht um das Thema Himmelfahrt und die Mutlosigkeit der Jünger.

Station 2: Auf dem Marktplatz geht es etwa um die zehn Gebote oder um Erntedank.

Station 3: Hier wird das Geschehen an Pfingsten dargestellt.

Station 4: Pfingstsymbole und ihre Bedeutung stehen hier im Mittelpunkt, bei den Führungen können auch Fragen geklärt werden.

„Macht viel Spaß“

„Es ist viel Arbeit, es macht aber auch viel Spaß“, sagte Ute Baar bei einem Blick auf die „Baustelle“ in der Kapelle. Neben den Hauptamtlichen arbeiten auch Schüler der Oberstufe und Ehrenamtlichen an der Realisierung des Projektes mit, auch Spenden gab es.

Schon Anmeldungen

„Es haben sich schon viele Schulklassen angemeldet“, so Ute Baar weiter. Die darauf hofft, dass der Pfingstweg so erfolgreich wird, wie der Ostergarten und die Weihnachtszeitreise. Beide haben jeweils über 1000 Besucher angelockt.