Walldürn

Besuch in Rippberg Bischof Urassa aus Tansania war zu Gast bei der Familie Kötter

Projekt „300 Betten für Sumbawanga“

Archivartikel

Hoher kirchlicher Besuch in Rippberg: Bischof Dr. Beatus Urassa aus Tansania war dort zu Gast. Er will sein Netzwerk in Deutschland ausbauen, um den Menschen in seinem Land zu helfen.

Rippberg. Zu einem viertägigen Besuch in Rippberg, hat sich dieser Tage Bischof Dr. Beatus Urassa aus der tansanischen Diözese Sumbawanga, West-Tansania, aufgehalten.

Die Rippberger Familie Kötter hatte Bischof Urassa bei einem Besuch in Tansania im Juni kennengelernt, als sie unter der Leitung des Walldürners Anton Fach Hilfsgelder dorthin brachten, die zum Beispiel beim Walldürner Hungermarsch für Projekte in Tansania gesammelt worden waren. Ziel des Besuchs des Bischofs war es jetzt, sein Netzwerk in Deutschland auszuweiten.

So traf er sich in der Region mit möglichen künftigen Partnern und Hilfsorganisationen. In Walldürn besuchte er die Wallfahrtsbasilika und nahm dort an zwei Gottesdiensten teil.

Bischof Urassa steht in seiner erst Ende Juni übernommenen Diözese vor gewaltigen Aufgaben, um die örtlichen Infrastrukturen und die Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern. Bischof Dr. Urassa: „Die Dinge sind erbärmlich.“ So müssen jetzt beispielsweise Gebäudekomplexe und Mobilar ersetzt werden, die rund 60 Jahre lang genutzt und mangels finanzieller Möglichkeiten bislang nicht umfassend instandgesetzt werden konnten.

Als ein konkretes Projekt hat Bischof Urassa „300 Betten für Sumbawanga“ ins Leben gerufen, um die maroden Schlafgelegenheiten im dortigen Kaekesa Minor Seminary zu ersetzen. Dort leben 300 junge Männer im Alter von zwölf bis 20 Jahren mit Interesse daran, Priester zu werden. Die doppelstöckigen Betten werden von Handwerkern vor Ort geschweißt. Ein Bett kostet 50 Euro, ein Etagenbett 100 Euro. Eine Matratze kostet 20 Euro. Wer Bischof Urassa durch den Kauf eines Bettes oder einer Matratze unterstützen möchte, kann sich an die Familie Kötter, Telefon 06286/929294, wenden. Bischof Urassa reiste am Donnerstag nach Rom weiter, wo er Papst Franziskus treffen und an einem Weiterbildungsseminar für neu ernannte Bischöfe teilnehmen wird. Für die Zukunft plant er, seine Kontakte in der Region Walldürn auszuweiten und sie durch einen – so ihm möglich – jährlichen Besuch zu pflegen. hape