Walldürn

Maßnahmen abgeschlossen Flurneuordnungsverfahren Gottersdorf/Reinhardsachsen beendet / 2,6 Millionen Euro investiert

„Projekt kann sich sehen lassen“

Gottersdorf.Das Flurneuordnungsverfahren Gottersdorf/Reinhardsachsen ist Ende November abgeschlossen worden. Aus diesem Anlass überreichte Projektleiter Manfred Wiener vom Fachdienst Flurneuordnung des Neckar-Odenwald-Kreises die Schlussfeststellung an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft (TG), Josef Bleifuß.

Zuvor hatte der Leiter des Fachdienstes Flurneuordnung, Markus Hüblein, von einem insgesamt sehr erfolgreiche Verfahren gesprochen. Er dankte allen Mitwirkenden für die gute Zusammenarbeit: „Die vielen positiven Maßnahmen können sich sehen lassen.“ Auch habe das Verfahren gute Werbung in den Nachbarorten Reinhardsachsen und Kaltenbrunn gemacht. „Dort steht bereits ein weiteres Flurneuordnungsverfahren in den Startlöchern“, merkte Hüblein an.

Für den langjährigen Einsatz im Vorstand der TG überreichte er den Vorständen Josef Bleifuß, Oskar Hollerbach und Georg Hammer als Anerkennung eine von Minister Peter Hauk unterzeichnete Ehrenurkunde.

Bürgermeister Markus Günther lobte das Verfahren als eine „sehr gute Sache“ für die Stadt Walldürn mit ihren Stadtteilen Gottersdorf und Reinhardsachsen. „Ohne die Flurneuordnung wären die meisten Dinge nicht realisierbar gewesen. Bei Ausführungskosten von rund 2,6 Millionen Euro sind die Zuschüsse von zwei Millionen Euro ein Segen gewesen. Auch sind die knapp 150 000 Euro, die die Flurneuordnungsteilnehmer bezahlt haben, beachtlich. Die Stadt Walldürn hat die weiteren Eigenmittel von mehr als 400 000 Euro gerne übernommen“, so Günther.

Er bedankte sich bei allen beteiligten Trägern öffentlicher Belange und ganz besonders beim Vorstand der TG, beim Fachdienst Flurneuordnung, den beiden Ortsvorstehern Ute Peper und Winfried Kister sowie Thomas Withopf und Markus Sickinger vom Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn. Ortsvorsteherin Peper betonte die konstruktive Zusammenarbeit mit den Bearbeitern des Fachdienstes. Ein dickes Lob sprach sie vor allem dem Vorsitzenden Bleifuß aus und bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern.

Auch Ortvorsteher Kister sprach seine Anerkennung aus und freute sich bereits auf das kommende Flurneuordnungsverfahren. Bürgermeister Günther betonte, dass die Stadt Walldürn die dazu erforderlichen Eigenmittel zeitnah bereitstellen werde, um möglichst viele der von den Bürgern angedachten Maßnahmen durchführen zu können.

Rückblick

Projektleiter Wiener ließ das Flurneuordnungsverfahren nochmals kurz Revue passieren. Es wurden unter anderem Feldwege, Wassergräben, Ortsstraßen, Brunnen, Wartehäuschen, ein Spielplatz und Neupflanzungen in einer Zeitspanne von rund 20 Jahren erfolgreich hergestellt. Nach der Wahl des Vorstands im Mai 1990 und der Aufstellung der Gesamtplanung ließ die TG ab 1997 die genehmigten gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen bauen. Im August 2003 erhielten die Teilnehmer ihre neuen, größer und besser geformten und erschlossenen Grundstücke. Ende 2010 trat der neue Rechtszustand ein.

Wegen Engpässen bei der Eigenmittelfinanzierung erfolgte der Ausbau des Hainbergweges und der Weiherstraße mit Brunnen erst später.

Nach der finanziellen Abrechnung des Verfahrens mit der oberen Flurbereinigungsbehörde in Stuttgart ging das Verfahren nun zu Ende. „Im Verfahren ist Vorsitzender Bleifuß mit seinen Vorstandskollegen stets ein verlässlicher Partner für den Fachdienst Flurneuordnung gewesen. Dies war auch deshalb so wichtig, weil im Verfahrensablauf sechs Projektleiter und Ingenieure tätig waren“, betonte Wiener.

Abschließend blickte Bürgermeister Günther noch in die Zukunft: „Alle ausgeführten Werke sind nun möglichst lange gut zu erhalten und zu pflegen. Dies ist eine große Aufgabe für die Stadt, die es zusammen mit den Bürgern zu meistern gilt“, so Günther.