Walldürn

Festakt in Gottersdorf Katholische Frauengemeinschaft Glashofen feierte 40-jähriges Bestehen / Zahlreiche Gründungsmitglieder geehrt

Religiöses Leben und Tradition erhalten

Archivartikel

Seit der Gründung am 2. April 1979 gestalten die Mitglieder der katholischen Frauengemeinschaft Glashofen die Zukunft der Kirche engagiert mit.

Gottersdorf. Mit einem Festakt im Gasthof „Schieser“ in Gottersdorf hat die Ortsverband Glashofen der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ihr 40-jähriges Bestehen geeiert. Die Sprecherin des Vorstandsteams, Marita Eck, begrüßte dazu neben zahlreichen Mitgliedern auch Ehrengäste aus Politik und Kirche sowie Vertreter befreundeter kfd-Verbände. Den Ursprung zur Gründung der kfd in der Pfarrei Sankt Wendelin führte Eck in ihrem Rückblick auf den Abschied des letzten Glashofener Pfarrers Dieter Heck zurück. Damals im Jahr 1976 sei mit der Verwaisung der Pfarrei ein Vakuum entstanden, das selbst durch die Betreuung von Pfarrer Norbert Merz aus Rippberg und den Walldürner Augustinerkonvent nicht vollständig auszufüllen war.

So sei Pfarrer Merz selbst ein Initiator zur Gründung der Frauengemeinschaft gewesen. 1979 habe sich im Gasthaus „Zum Löwen“ in Glashofen eine Vielzahl engagierter Frauen getroffen um die kfd Glashofen aus der Taufe zu heben. 54 meist jüngeren Frauen hätten damals am 2. April aus ihrer Mitte Vorsitzende Hildegard Schneider (Gottersdorf), stellvertretende Vorsitzende Hiltrud Gehrig (Glashofen), Kassiererin Liselotte Frenzel (Wettersdorf), Schriftführerin Inge Horn (Neusaß) sowie die Beisitzerinnen Else Rusnak (Gerolzahn), Rita Berberich (Glashofen) und Marita Eck (Gerolzahn) in das Leitungsteam gewählt.

Heute zähle die kfd Glashofen 84 Mitglieder aus allen Ortsteilen der Pfarrei Glashofen. Geleitet werde die Gemeinschaft seit 2018 durch Pater Andreas Lengenfeld, Simone Bodirsky, Nicol Schmitt, Andrea Schneider und Marita Eck.

Ihr Ziel sei es, das religiöse Leben und gute Tradition zu erhalten und in die Zukunft zu führen sowie in enger Zusammenarbeit mit den Priestern, in der Öffnung der Arbeit über die Grenzen der Pfarrei hinaus, in Kontakt, Dialog und Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gruppen in Kirche und Gesellschaft das Miteinander zu pflegen.

„Einsatz für die Würde der Frau und das Leben in jeder Lebensphase“, fasste Eck das Streben der kfd Glashofen zusammen. Wobei auch die kfd-Frauen ihre Augen nicht vor dem Zeitgeist verschließen könnten. Für viele junge Frauen sei es nicht mehr anziehend, sich für religiöse Ziele und Aufgaben einzusetzen. Auch die kfd Glashofen habe Probleme, junge Frauen für einen Einsatz im Glauben und in der Kirche zu gewinnen. Das Vorstandsteam sei jederzeit offen und ansprechbar für neue Mitglieder, die sich einbringen wollen, um mit Gott in der Gemeinschaft des Glaubens die Zukunft der Kirche mitzugestalten.

„In 40 Jahren haben Sie vieles geleistet und sich rege in die kirchliche Arbeit vor Ort eingebracht“, lobte Stadtpfarrer Pater Josef Bregula. Er erinnerte beispielsweise an die im Laufe des Kirchenjahres gestalteten Rosenkranzandachten, die Kreuzweg- und Maiandachten, die im Wechsel mit den Rippberger Frauen organisierte Weihnachtsfeier für Senioren sowie Vorträge zu christlichen Themen. Auch der jährliche Ausflug sei immer gut vorbereitet und werde gerne von den Frauen der Höhenorte angenommen.

„Um allen Altersgruppen gerecht zu werden, bedarf es eines breiten Spektrums und man darf auch die Zukunft, nicht aus den Augen verlieren“, sagte Pater Josef. Deshalb sei die Last des Amtes einer Vorsitzenden schon vor Jahren auf ein Team verteilt worden. Durch die Gewinnung jüngerer Mitglieder sei die kfd Glashofen auch im Vorstand für die kommenden Jahre gut aufgestellt.

Für dieses ehrenamtliche Engagement dankte der Stadtpfarrer beim Leitungsteam und bei allen Frauen, die das Jahr über mitwirken. Denn es sei längst nicht mehr selbstverständlich, dass Menschen Verantwortung übernehmen und tragen.

Für die Zukunft wünschte Pater Josef der Frauengemeinschaft, dass sich immer wieder Frauen dieser christlichen Gruppierung anschließen und diese weiterführen.

Einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro überreichte Ortsvorsteher Heinrich Hennig und im Namen aller Ortsvorsteher der Walldürner Höhengemeinden überreichte Ute Peper einige Gutscheine an das Leitungsteam. In ihren Grußworten betonten beide, wie wichtig die Kirche sei. Man könne Stolz sein auf 40 Jahre Engagement der kfd auf der Walldürner Höhe, und man könne Stolz sein, dass sich so viele Frauen in den Höhengemeinden dazu bekennen. Postalisch übermittelte Teamsprecherin Marita Eck noch Glückwünsche vom Mitinitiator der kfd Glashofen, Pfarrer Merz.

Der Höhepunkt der Jubiläumsfeier war die Ehrung von Mitgliedern, die seit dem Gründungstag der kfd Glashofen angehören (siehe Infobox). Im Namen des kfd-Diozesanverbands Freiburg überreichten Simone Bodirsky, Andrea Schneider und Marita Eck den Geehrten Urkunden und Präsente. Vorausgegangen war dem Festakt ein von Stadtpfarrer Pater Josef Bregula, Pater Andreas Lengenfeld und Diakon Hans Miko zelebrierter Gottesdienst in der Kirche Sankt Michael. hape