Walldürn

Treffen der Landräte in Mönchberg Gesundheitsversorgung und Nahverkehr diskutiert

Rückläufige Fahrgastzahlen stoppen

Mönchberg.Auf großes Interesse ist die „Gesundheitsregion plus“ im Landkreis Miltenberg beim Dreiländertreffen der Landräte in Mönchberg bei den Landräten Dr. Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis) und Frank Matiaske (Odenwaldkreis) gestoßen.

Nach der Begrüßung durch Landrat Jens Marco Scherf (Kreis Miltenberg) im alten Rathaus der Spessartgemeinde präsentierte die Geschäftsstellenleiterin der „Gesundheitsregion plus“ im Landkreis Miltenberg, Lena Ullrich, den Jahresbericht. Sie legte nicht nur die finanziellen Aspekte und die Arbeitsweise der „Gesundheitsregion plus“ dar, sondern ging auch auf viele Themen wie die Hausärzteversorgung, die Problematik der fehlenden Kinderärzte und Psychotherapeuten sowie den Weiterbildungsverbund für Allgemeinärzte im Landkreis Miltenberg in Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten und den Helios-Kliniken ein. Leider gebe es in Hessen und Baden-Württemberg keine vergleichbare Förderung, bedauerten die beiden Nachbarlandräte. Einig waren sich Scherf, Brötel und Matiaske darin, sich auch in Sachen Gesundheitsförderung zu vernetzen.

Thema war außerdem die Dreiländer-Radtour, die in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen feiert. Die Landräte einigten sich darauf, die Startzeit jeweils von 8 auf 8.30 Uhr nach hinten zu verschieben und die Tagesetappen leicht zu verkürzen. Mit verstärktem Außenmarketing soll die Tour neue Zielgruppen ansprechen, auch die Medienarbeit soll intensiviert werden.

Traditionell steht beim Landrätetreffen der öffentliche Personennahverkehr im Blickpunkt. So wurde bekanntgegeben, dass die Sonderbusse „NeO“ und „NaTour“ vom 6. April bis 27. Oktober verkehren. Zusatzfahren gibt es an den Brückentagen 31. Mai und 21. Juni. Der NeO-BUS fährt von Eberbach über Waldbrunn, Mudau und Kirchzell nach Amorbach, der NaTour-Bus von Eberbach über Beerfelden, Erbach, Michelstadt und Amorbach nach Miltenberg. Beide Busverbindungen sollen über die Presse sowie regionales und überregionales Marketing beworben werden, so die drei Landräte. Damit wolle man auch dem Rückgang der Fahrgastzahlen beim NeO-Bus im Jahr 2018 entgegenwirken. Zu klären sei, wie der NaTourBus verkehrt, wenn im Sommer auf der B 47 zwischen Amorbach und Boxbrunn gebaut wird. Im Blickpunkt stand auch die Madonnenlandbahn, die vor allem für die Schülerbeförderung große Bedeutung hat. Begrüßt wurde die Installation eines Beschwerdemanagers bei der Westfrankenbahn. Bekannt wurde, dass das Potenzialgutachten zur Zukunft der Madonnenlandbahn Ende 2019 vorliegen soll.

Ein weiteres Thema war die Telearbeit in den Landratsämtern, zudem berichtete Landrat Jens Marco Scherf vom Strategieforum zur Weiterentwicklung der Metropolregion FrankfurtRheinMain.