Walldürn

Ausstellung im Rathaus Während des Festes gibt es Informationen über die ungarische Partnerstadt

Schau bietet Impressionen aus Szentgotthárd

Archivartikel

Walldürn.Um Szentgotthárd, die ungarische Partnerstadt Walldürns, geht es bei der Ausstellung im Rathaus während des Blumen- und Lichterfestes. Bei der Eröffnung im Bürgersaal des Rathauses begrüßte Bürgermeister Markus Günther viele Gäste, darunter die Freunde aus den beiden Partnerstädten Montereau und Szentgotthárd, die wieder den weiten Weg auf sich genommen hätten, um mit der gastgebenden Partnerstadt Walldürn gemeinsam dieses Fest zu begehen.

Man freue sich sehr, dass die Freunde aus der ungarischen Partnerstadt Szentgotthárd diese Ausstellung organisiert hätten und allen Besuchern des Festes fünf Tage lang Impressionen aus der ungarischen Partnerstadt präsentieren. Der Kulturaustausch gehöre, wie er persönlich finde, zu den schönsten Seiten dieser Städtepartnerschaft Szentgotthárd – Walldürn.

Besonderer Zugang

Sie funktioniere auf den unterschiedlichsten Ebenen, doch Kultur bringe nicht nur das Besondere jeder Stadt auf den Punkt, sondern eröffne auch einen ganz besonderen Zugang zu einem anderen Land oder einer anderen Stadt. Denn kulturelle Zeugnisse seien stark geprägt von ihrem Entstehungsort, sprächen aber auch eine Sprache, die universell und damit allgemeinverständlich sei.

Eine Städtepartnerschaft sei keine Angelegenheit von Polittourismus, sie erschöpfe sich nicht in Treffen in abgeschirmten Kongresszentren. Eine Städtepartnerschaft lebe von den Begegnungen von Mensch zu Mensch, von offenen Diskussionen, vom Kennenlernen des jeweiligen Alltags. Nur dadurch wachse auch das gegenseitige politische Verständnis.

Eine Städtepartnerschaft lebe vom Netz vieler persönlicher Kontakte, die über die Jahre geknüpft würden, von Menschen aus allen Sparten unserer Gesellschaften, von Menschen jeglichen Alters, seien es nun Künstler oder Politiker, Manager oder Sportler, Schüler oder Wissenschaftler.

Eine Erfolgsgeschichte

Diese Begegnungen hätten diese Städtepartnerschaft zwischen Walldürn und Szentgotthárd zu einer Erfolgsgeschichte gemacht, denn die Menschen, die sich da treffen und die in die Partnergemeinde fahren würden, seien neugierig auf die andere Kultur und die fremden Traditionen beziehungsweise auf andere Sicht- und Lebensweisen. Sie seien bereit, Brücken zu bauen auch über Gräben hinweg, sie würden viel Zeit und Energie investieren, um Verständnis zu befördern und Vertrauen zu schaffen. Sie würden daran glauben, dass eigene Anschauung und persönliche Kontakte die Beziehungen über Grenzen hinweg fördern und stabilisieren würden.

Auch kleine Städte wie Szentgotthárd und Walldürn könnten so etwas für bessere Beziehungen zwischen Völkern und Nationen tun, Gerade weil sie die Bürgerinnen und Bürger so stark einbeziehen würden. Städtepartnerschaften seien zwar eine Form von Außenpolitik im Kleinen, aber eben keine bloße Angelegenheit auf Ministerebene. Er dankte allen, die zum Zustandekommen der Ausstellung beigetragen haben.

Bürgermeister Gabor Huszar aus Szentgotthárd freute sich, dass man als Gäste während des Festes in der Partnerstadt weilen und dabei Szentgotthárd präsentieren dürfe. Beide Städte gehörten ebenso wie die französische Partnerstadt Montereau zu einem heute vereinten Europa und man hoffe auch weiterhin auf eine Fortsetzung der friedlichen Beziehungen zwischen diesen Ländern.

Anschließend führte er in die Ausstellung „Szentgotthárd-Impressionen“ ein, die über die Geschichte der Stadt informiert. Schwerpunkte sind etwa Sehenswürdigkeiten, die größten Persönlichkeiten, die Sport- und Kulturvereine oder die Industrie früher und heute.

James Chéron, Bürgermeister der französischen Partnerstadt Montereau, würdigte die seit vielen bestehenden sehr guten und sehr starken Beziehungen zwischen Montereau und Walldürn und sprach die Hoffnung aus, diese Städtepartnerschaft eventuell in den nächsten Jahren sogar zu einer Dreier-Städtepartnerschaft zusammen mit Walldürn und Szentgotthárd ausbauen zu können.

Anschließend erklärten Bürgermeister Günther und das „Blumen-Bärbele“ Lea-Nele Thoma die Ausstellung für eröffnet.