Walldürn

Internationales Jugendprogramm Aktion des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheims St. Kilian in Kooperation mit der Konrad-von-Dürn-Realschule

Schüler zeigten Durchhaltevermögen

Durchhaltevermögen und Selbstbewusstsein stärken – das ist das Ziel des Internationalen Jugendprogramms „The Duke of Edinburgh´s International Award Germany“.

Walldürn. „Du kannst mehr als du glaubst!“ – so lautet das Motto des Jugendprogramms, dass das Erzbischöfliche Kinder- und Jugendheim St. Kilian in Kooperation mit der Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn anbietet. Und tatsächlich machten fünfzehn Jugendliche in den vergangenen Wochen und Monaten die Erfahrung, dass sie mehr können, als sie sich noch Anfang des Schuljahres zugetraut hätten.

Expedition hat es in sich

Denn neben bewiesenem Durchhaltevermögen beim Erreichen selbstgesteckter Ziele im Bereich Fitness, Talent und soziales Engagement haben sie es geschafft, in einer selbstgeplanten Zwei-Tages-Tour den Programmteil „Expedition“ zu absolvieren. Und diese Expedition hat es in sich: Denn sie bietet den jugendlichen Teilnehmern nicht nur Naturerfahrung und Abenteuer, sondern stellt sie auch vor besondere Herausforderungen.

Bepackt mit Rucksäcken voller Ausrüstung wie Zelt, Schlafsack und Verpflegung mussten die Jugendlichen in zwei Tagen mindestens eine Strecke von 24 Kilometern zu Fuß zurücklegen. Die Regeln des Jugendprogramms geben dabei nicht nur vor, dass die Wege hauptsächlich abseits von Landstraßen und Ortschaften verlaufen sollen und selbständig mit Karte und Kompass gefunden werden müssen, sondern dass parallel dazu auch ein gemeinsames Thema projektartig bearbeitet und später präsentiert werden soll.

Lars, Michael, Bryaen, Pascal, David und Sebastian analysierten aufmerksam ihre Umgebung, denn sie wollten Bäume bestimmen und die landwirtschaftliche Nutzung des Baulands auswerten. Das fünfköpfige „A-Team“ hatte sich eine praktische Aufgabe gestellt: Daniel, Niklas, Paul, Janis und Angelo errichteten einen Biwak-Platz fürs Campieren in der freien Natur, der auch dem kritischen Auge der Betreuer standhalten musste.

Miteinander im Team

Dagegen hatte die „Mädels-Gruppe“ das Hauptaugenmerk auf das Miteinander im Team und auf die Stimmung während der Expedition gelegt. Dass bei der Präsentation wenige Tage später Alina, Amelie, Jennifer und Mia mit ihren Video-Aufzeichnungen und Stimmungskurven durchweg von positiver Stimmung berichten konnten, ist sicher dem guten Miteinander und gegenseitigen Helfen des Teams, aber auch der guten und fundierten Vorbereitung der Teilnehmer auf die Herausforderungen einer solchen Expedition geschuldet.

Und hier legten Thomas Bartwicki, Thomas Tonnier und Christoph Künzig die erforderlichen Grundlagen, indem sie die Achtklässler in der regelmäßig stattfindenden „Duke-AG“ auf das dann Kommende vorbereiteten: So lernten die Jugendlichen Entfernungen abzuschätzen, Himmelsrichtungen zu bestimmen, den Umgang mit Karten, Koordinaten und Kompass oder das Packen des Rucksacks und Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Nach solcher Vorbereitung wurde „der Ernstfall geprobt“: Bei der Probe-Expedition konnten die Jugendlichen auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr beim zwölf-Kilometer-Marsch bereits Gelerntes anwenden und bei sengender Hitze eigene Grenzen ausloten. Entsprechend waren die Teilnehmer erleichtert, dass bei der Abschluss-Expedition der Wettergott es gut mit ihnen meinte und sie von extremen Wetterkapriolen verschonte. Und glücklich schätzen dürfen sich die Walldürner über die tolle Unterstützung der Familie Schmieg, die jährlich die Wiesen ihres Anwesens im „Hohenstädter Grund“ als Anlaufpunkt und „Zeltplatz“ zur Verfügung stellt.

Viele Rädchen

Es sind also viele, viele „Rädchen“, die ineinander greifen müssen, damit die Teilnehmer des Jugendprogramms am Ende zu Recht stolz auf sich selbst und auf das Geleistete sein können.

Mit dem erfolgreichen Absolvieren des Programmteils Expedition sind die fünfzehn Jugendlichen ihrem Ziel ein großes Stück nähergekommen: dem Bronze-Abzeichen des Internationalen Jugendprogramms, an dem weltweit bereits fast sechs Millionen Jugendliche aus über 100 Ländern teilgenommen haben. Michael, Mia und Amelie waren sich jedenfalls einig: Profitiert haben sie schon jetzt! Denn sie haben es erlebt: „Du kannst mehr, als du glaubst!“