Walldürn

Familienfest beim Logistikbataillon 461 Ehemalige und aktive Soldaten feierten „60 Jahre Garnison Walldürn und 15 Jahre Logistikbataillon 461“

Seit Jahrzehnten enge Verbundenheit

Archivartikel

Mit einem Familienfest wurde das Jubiläum „60 Jahre Garnison Walldürn und 15 Jahre Logistikbataillon 461“ begangen. Ehemalige Soldaten und Angehörige feierten mit den aktiven Soldaten.

Walldürn. In der Nibelungenkaserne stand zweifelsohne das gesellige, kameradschaftliche Beisammensein im Mittelpunkt. Umgeben von einem Rahmenprogramm wie „Präsentation der Kompanien des Logistik-Bataillons. 461“, „Geländefahrten der Transportkompanie zum Standortübungsplatz“ oder „Fahrzeug-Ausstellung“. Weiter gab es eine Kinderbetreuung.

Oberstleutnant Christoph Werle sagte bei der Begrüßung, am Bundeswehrstandort Walldürn bestehe seit nunmehr sechs Jahrzehnten eine enge Verbundenheit zwischen der Bevölkerung und den Streitkräften, und auch das Logistikbataillon 461 fühle sich mittlerweile nun schon 15 Jahre hervorragend am Standort Walldürn integriert und fest in der Region verankert. Dieses Familienfest sei in erster Linie für aktive und ehemalige Angehörige, aber auch für zahlreiche Gäste geplant und organisiert. Er dankte allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

MdB Alois Gerig betonte, seit dem Einzug der Bundeswehr in Walldürn hätten sich die vielfältigen Beziehungen zwischen den Soldaten und der Bevölkerung in Walldürn und der Region sehr positiv entwickelt. Man könne heute mit Fug und Recht sagen, dass die Garnison und das Logistikbataillon 461 zu einem festen Bestandteil des Lebens vor Ort geworden seien.

Von erheblicher Bedeutung

Die Bundeswehr habe sich überdies zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region entwickelt, was in dieser ländlichen Region von erheblicher Bedeutung sei. Von den Aufträgen und Käufen der Angehörigen der Bundeswehr profitiere die ganze Stadt und auch Region. Mit einem Wort: Das Logistikbataillon 461 in Walldürn gehöre zum Stadtgefüge und könne sehr froh sein, dass der Standort der Stadt Walldürn auch nach der Bundeswehrreform 2011 erhalten geblieben sei.

Die Soldaten dieses Bataillons würden all unsere Werte verteidigen, und sie würden bei schwierigen Einsätzen im Ausland Leib und Leben einsetzen. Das verdiene Respekt und Anerkennung. Die Bundeswehr sei eine Parlamentsarmee, die Soldaten seien „Bürger in Uniform“. Das bedeute, dass die Soldaten Teil der Gesellschaft seien, somit Bürger bleiben und letztlich ihrem Gewissen verantwortlich bleiben würden.

Die Bundeswehr stecke mitten in einer Neuausrichtung. Sie habe sich von einer Wehrplicht-Armee in eine Freiwilligen-Armee verwandelt, und angesichts einer sich immer schneller verändernden Sicherheitslage stünden auch die Zielsetzungen der Sicherheitspolitik und damit die Aufgabenstellungen für die Bundeswehr immer öfter auf dem Prüf-stand.

Doch gerade die Soldaten des Logistikbataillons 461 sollten wissen, dass sie gerade hier Walldürn und in dieser Region schon immer Rück-halt und Anerkennung gefunden hätten. Die Menschen hier wüssten aus unmittelbarer Anschauung, was es heiße, bei der Bundeswehr Dienst zu tun. Sie alle würden sich mit den Soldatinnen und Soldaten des Lo-gistikbataillons stets verbunden fühlen, und deshalb würden alle hoffen, dass der Bundeswehrstandort Walldürn der Stadt Walldürn und dieser Region noch lange erhalten bleibe, und dass sich die hier stationierten Angehörigen der Bundeswehr auch weiterhin wohlfühlen würden.

Nach diesen Ansprachen nutzten alle Besucher dann die Möglichkeiten zu einem gemütlichen Beisammensein in froher Runde oder zum Besuch der von den Soldaten des Logistikbataillons 461 angebotenen Aktionsprogrammpunkten. ds