Walldürn

Frauenliturgie bei der Wallfahrt Das Vorbereitungsteam um Regina Köhler, Referentin für Frauenpastoral, gestaltete besonderen Abend

Thema „Leben“ stand im Mittelpunkt

Die Frauenwallfahrt in Walldürn spricht jedes Jahr viele Gläubige aus der ganzen Region an. So auch diese Woche am Mittwoch wieder, als viele Frauen an den Gnadenort kamen.

Walldürn. Das Hochamt am Morgen, die Andacht am Nachmittag und die Frauenliturgie am Abend bieten den Wallfahrerinnen und auch Wallfahrern die Möglichkeit, einmal innezuhalten und sich auf wesentlichen Kern des Lebens zu Besinnen.

Gemäß dem diesjährigen Wallfahrtsmotto „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ stellte das Vorbereitungsteam um die Referentin für Frauenpastoral in der Region Odenwald-Tauber, Regina Köhler, bei der abendlichen Frauenliturgie das Thema „Leben“ in den Mittelpunkt, nachdem im Tagesverlauf bereits die Aspekte „Weg“ und „Wahrheit“ behandelt worden waren.

Wohltuende Ruhe

Der Trubel des Tages ist vorbei und in der Basilika herrschte am Abend wohltuende Ruhe. Regina Köhler (Hainstadt), Elisabeth Hell (Götzingen), Hildegund Berberich (Hardheim) und Brunhilde Marquardt (Walldürn) führten den Besuchern szenisch vor Augen, welche Lasten das Leben mit sich bringen kann. Vorlage war die Stelle aus dem Lukasevangelium, in der Jesus am Sabbat eine kranke, gekrümmte Frau in der Synagoge heilt.

Es wurde die Frage erörtert, was den Menschen im Alltag in den unterschiedlichen Bereichen wie Familie, Arbeitsplatz oder Gesellschaft belastet, was ihn klein macht und schließlich gekrümmt werden lässt. Um die Frauen aktiv in das Thema einzubinden, hatten diese die Gelegenheit, ihre Erfahrungen niederzuschreiben, um so ein symbolisches Loslassen von dem, was sie bedrückt, zu demonstrieren. Um damit wieder ein aufrechtes Gehen zu erlangen, um in den Himmel zu schauen und vielleicht auch nach den Sternen zu greifen. Die abendliche Frauenliturgie, die es bereits seit zehn Jahren im Wallfahrtsprogramm gibt, wurde mit passenden Liedern, Texten und Gebeten bereichert. Sie gilt vor allem als Angebot für berufstätige Frauen, die während des Tages keine Möglichkeit haben, an der morgendlichen Eucharistiefeier oder der nachmittäglichen Andacht teilzunehmen. Diese Liturgie ist getragen von drei Merkmalen, die sie so einzigartig werden lässt: Sie wird von Frauen gestaltet, in der Sprache von Frauen verfasst und widmet sich speziell Themen, die Frauen betreffen. Den gelungenen Abschluss bildete eine Lichterprozession um die Basilika zum Freialtar. Dort dankte Regina Köhler allen Beteiligten für ihr Engagement. Danach hatten die Frauen Gelegenheit, sich bei einem kleinen Imbiss zu unterhalten.

Kollekte für zwei Projekte

Das Ergebnis der Kollekte am Frauenwallfahrtstag, es sind rund 2000 Euro, geht an den Förderverein Frauen- und Kinderschutzhaus Neckar-Odenwald-Kreis und an das kfd-Projekt „Frauen in Not“. mira