Walldürn

19. Internationales Schießen 2018 Teilnehmer aus acht Ländern waren am Start / Kameradschaftsabend festigte die Freundschaften untereinander

Treffen diente der Völkerverständigung

Auf der Standortschießanlage in Külsheim fand wieder das internationale Schießen statt. Der Wettbewerb wurde zum 19. Mal ausgetragen. Am Start waren Teilnehmer aus acht Nationen.

Walldürn/Külsheim. Bewährt hat sich erneut die Zusammenarbeit des Logistikbataillons 461 aus Walldürn, der Kreisgruppe Rhein-Neckar-Odenwald und der Reservistenkameradschaft Walldürn, beide im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr.

Nach dem Aufbau am Freitag trafen im Laufe des Tages die Teilnehmer aus den acht Nationen in Hardheim ein und bezogen dann in der Carl-Schurz-Kaserne ihre Unterkünfte.

Treffen der Westernfreunde

Am Nachmittag fand für die Teilnehmer eine Betreuungsfahrt in die Nähe des Übungsdorfes Wolferstetten statt, wo ein Treffen von Westernfreunden stattfand, das unter der Leitung von Markus Huber aus Walldürn stand.

Die über 150 Teilnehmer waren in die aus dem Sezessionskrieg bekannten Gruppen der Süd- und Nordstaatler getrennt. Sie leben mit der damals üblichen Bekleidung und Ausrüstung und führten den Gästen auch ein Scharmützel vor, bei dem sie mit alten Gewehren und Kanonen (natürlich ohne Kugeln und Schrapnellen) gegeneinander antraten.

Diese Betreuungsfahrt, die unter der Betreuung des Gefreiten d.R. Stefan Bonn aus Walldürn durchgeführt wurde, war der erste Höhepunkt dieser Veranstaltung.

Am späten Freitagnachmittag begann dann der internationale Kameradschaftsabend. Darauf freuten sich alle Teilnehmer. Er bietet nämlich die beste Gelegenheit, sich untereinander besser kennenzulernen. Oberstleutnant Christoph Werle, der Kommandeur des Logistikbataillon 461 (LogBtl 461), begrüßte die Gäste und eröffnete den Kameradschafts-abend.

Praktizierte Völkerverständigung

Obwohl die wenigsten Teilnehmer meist nur eine Fremdsprache beherrschten, war es äußerst interessant, wie mit Händen, Füßen und Gesten die Gespräche untereinander geführt wurden. Das Ziel „Völkerverständigung“ wurde auf jeden Fall erreicht. Der Schwerpunkt am Samstag war der Wettbewerb, dank der guten Vorbereitung durch das LogBtl 461 zum geplanten Zeitpunkt. Obwohl die Sammelstandortschießanlage in Külsheim zurzeit umgerüstet wird, wurde der Wettbewerb ohne Verzögerungen durchgeführt.

Während des Wettbewerbs hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, die Fahrzeuge der militärhistorischen Sammlung aus Heilbronn zu besichtigen.

Nach dem Wettbewerb fand die Siegerehrung statt, die von allen Teilnehmern mit Spannung erwartet wurde. Geehrt wurden Einzelschützen und Mannschaften in der Kategorie Gewehr G36, Maschinengewehr MG3, Pistole P8 und Gesamt. Mit Gesamtwertung sind die Wertungen über alle Waffen gemeint (Ergebnisse siehe Infobox).

Abschließend wurde die Unterstützung des LogBtl 461 durch die Reservisten der Kreisgruppe und den beteiligten Reservistenkameradschaften als „beispielhaft“ bezeichnet, obwohl das Bataillon durch Einsatzvorbereitungen stark belastet war. Oberfeldwebel d.R. Markus Gessler hob dabei die Leistungen von Hauptfeldwebel Jasim Hommel und Oberfeldwebel Jan Neupert hervor.

„Reservisten müssen ran“

Alle Beteiligten wünschen sich, dass auch der 20. internationale Schießwettbewerb im Jahr 2019 wieder stattfinden kann, auch wenn das Bataillon durch Einsätze im nächsten Jahr stark belastet ist. Gessler meinte: „Dann müssen mehr Reservisten ran!“