Walldürn

In Kaltenbrunn und Kleinhornbach Aus vermeintlichem Scherz kann lebensgefährliche Situation werden

Unbekannte sägten Maibäume ab

Archivartikel

Kaltenbrunn/KleinhornBACH.Auf wenig Verständnis stieß ein sogenannter Maibaumspaß in Kaltenbrunn und Kleinhornbach. In beiden Orten haben Unbekannte den Maibaum mit einer Handsäge gefällt, so Reinhardsachssens Ortsvorsteher Winfried Kister gegenüber den FN. Seit jeher gebe es traditionelle Streiche, die mit frisch aufgestellten Maibäumen einhergehen. Das geht über das Verschleppen eines bereitgelegten Baumes und anschließender Rückgabe gegen eine meist flüssige Ablöse, zum lautstarken Starten einer Motorsäge, ohne angebautes Schwert, zu nächtlicher Stunde, bis hin zum Fällen der Bäume. „Beim Fällen der Bäume sollte das Hirn allerdings besonders angestrengt werden“, so Kister. So wie in Kaltenbrunn in der Nacht auf Montag dürfe es auf keinen Fall sein. „Hier wird aus einem vermeintlichen Scherz ganz schnell eine lebensgefährliche Situation, es entsteht ein strafwürdiger Tatbestand“, so der Ortsvorsteher angesichts des über der Straße liegenden Baumes. In Kleinhornbach wurde der Baum ebenfalls von Unbekannten gefällt, so Kister nach einem Gespräch mit Wolfgang Stich, Ortsvorsteher von Rippberg und Hornbach.

Kisters Appell: „Liebe Maibaumfreunde, denkt in Zukunft gut darüber nach wo der Baum hinfällt, bevor ihr die Säge ansetzt.“