Walldürn

Verrechnungsstelle eingeweiht Nach 18-monatiger Bauzeit wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben

„Unverwechselbares Haus“ entstanden

Walldürn.Nach 18-monatiger Bauzeit fertiggestellt und von Stadtpfarrer P. Josef Bregula OFM Conv. nach einem Festgottesdienst in der Kirche St. Marien gesegnet und geweiht und damit offiziell in Betrieb genommen wurde das neue Gebäude der Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden in Walldürn-Süd.

Beim Festgottesdienst in der Kirche St. Marien mit Festpredigt von Stadtpfarrer P. Josef Bregula OFM Conv., folgten Ansprachen. Karl-Heinz Kern, Leiter der Katholischen Verrechnungsstelle, sagte bei der Begrüßung, die Verrechnungsstelle betreue sieben Kirchengemeinden mit 52 Pfarreien in den Dekanaten Mosbach-Buchen und Tauberbischofsheim.

Neue Unterkunft nötig

Der Leiter des Referats „Verrechnungsstellen“ beim Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg, Thomas Maier, ging auf die Aufgaben und Arbeit der Verrechnungsstelle ein. Die Verrechnungsstelle habe einen kräftigen Zuwachs in Form von neuen Aufgaben erhalten, verbunden mit einer wachsenden Zahl von Mitarbeitern. Heute liege der Plan bei 16 Stellen.

So sei es dringend erforderlich gewesen, eine neue Unterkunft für die zuletzt in Altheim befindliche Verrechnungsstelle zu suchen, was mit der neuen Verrechnungsstelle in Walldürn-Süd in Nachbarschaft der Kirche St. Marien gelungen sei.

Mit der Entscheidung, ein neues Haus zu bauen, habe die Erzdiözese Freiburg ihrem Vertrauen auf die Zukunft von Kirchengemeinden und Verrechnungsstellen eine äußere Form gegeben.

Der Leiter des Erzbischöflichen Bauamtes Heidelberg, Dr. Werner Wolf-Holzäpfel, führte aus, dass mit der Einweihung eine lange Zeit der unzureichenden Unterbringung der Verrechnungsstelle und der Mitarbeiter zu Ende gegangen sei. Die Aufgaben dieser Dienststelle würden seit Jahren kontinuierlich anwachsen und damit auch die Anzahl der Mitarbeiter. Ein Neubau, der diesen Anforderungen gerecht werde, sei deshalb unausweichlich gewesen.

Von Seiten des Bauamtes sei man ein wenig stolz darauf, dass es gelungen sei, dieses Haus innerhalb des engen Zeitrahmens von zweieinhalb Jahren – vom ersten Bleistiftstrich bis zur Fertigstellung – und innerhalb des Budgets, ja sogar mit einer leichten Unterschreitung der veranschlagten Kosten, zu realisieren. Er dankte allen, die zum Gelingen der Maßnahme beigetragen haben.

Zwei Themen seien bei dem Neubau ausschlaggebend gewesen. Einmal die städtebauliche Situation, geprägt von der Nähe der Marienkirche, der kleinteiligen Wohnbebauung in der Umgebung und dem trapezförmigen, spitz zulaufenden Grundstück an der Straßengabelung. Und zweitens ein Gebäude zu konzipieren für ein zahlenmäßig überschaubares Team von Mitarbeitern, die in vielfältiger Weise intern zusammenarbeiten bei der Erledigung einer immer größer werdenden und sich ausdifferenzierenden Aufgabenpalette.

Das architektonische Konzept, das beiden Herausforderungen gerecht wird und am Ende auch realisiert worden sei, ging von einem ungewöhnlichen fünfeckigen Grund-riss aus, dessen Längsseiten die Straßenrichtungen aufnähmen. Die Büroräume würden sich um einen zentralen inneren Lichthof über beide Geschosse gruppieren. Offenheit, Transparenz und Kommunikation seien die Schlüsselbegriffe gewesen, die man im Entwurf in erster Linie verfolgt habe.

Aus allen Überlegungen heraus sei ein ungewöhnliches und unverwechselbares Haus und eine besondere Adresse entstanden. Es sei dem Bauamt Auftrag und Anliegen gewesen, dass sich das neue kirchliche Verwaltungsgebäude zurückhaltend und bescheiden zeige, aber dennoch ein klarer baukultureller Anspruch deutlich werde.

Bürgermeister Markus Günther sagte, viele Anstrengungen seien nötig gewesen, um diesen Neubau zu erstellen und um die Finanzierung zu sichern. Zu Stolz und Zufriedenheit bestehe an diesem Tag aller Anlass. Eine große Herausforderung sei hier mit Bravour bewältigt worden. Mit dem Neubau dieser Katholischen Verrechnungsstelle in Walldürn könne nun ein weiterer, wichtiger Schritt im Gemeindeaufbau gegangen werden. Bauen lasse sich vieles: Gebäude natürlich, aber auch die Zukunft, und manchmal komme beides zusammen – so wie an diesem Tage.

Anschließend begab man sich von der Kirche aus ins Foyer der Verrechnungsstelle, wo der Stadtpfarrer die Segnung und Weihe des Gebäudes und der darin befindlichen Räume vornahm. Die Gäste konnten sich dann bei einem Rundgang in dem Gebäude umschauen. ds