Walldürn

Grundschule Walldürn Erster Feuerwehrtag für die Schüler der dritten Klassen

Viel über das richtige Verhalten im Brandfall gelernt

Archivartikel

Walldürn.Nach langer Vorbereitungszeit war es soweit: Zum ersten Feuerwehrtag an der Grundschule begrüßte Jürgen Miko, Stadtjugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Walldürn, die Schüler der dritten Klassen im Schulhof. In Gruppen aufgeteilt, begannen den Tag mit einem Auflockerungsspiel. Danach zeigten die Jugendleiter Alexander Isele und Boris Kößler den Teilnehmern, wie schnell ein Feuer entstehen kann. Am Beispiel eines dekorierten Geburtstagstisches, bei dem eine Kerze unbeaufsichtigt stehengelassen wurde, sahen die Kinder, dass sich eine kleine Flamme schnell zu einem großen Brand entwickeln kann.

Anschließend gingen die drei Klassen zu den verschiedenen Stationen. Im ersten Themenfeld wurde untersucht, was wie schnell brennt und mit welchen Löschmitteln man was löscht. Unter der Regie der Jugendleiter lernten die Kinder, dass man das richtige Mischungsverhältnis zwischen Luft, brennbarem Material und richtiger Temperatur braucht, um etwas anzuzünden. Auch, dass man bestimmte Stoffe nicht nur mit Wasser löschen kann, sondern beispielsweise Löschschaum nehmen muss. Die Kinder beobachteten, dass auch Metall brennen kann. Insgesamt war diese Station mit sehr viel Rauch, Qualm und auch ein wenig Gestank verbunden. Den Kindern machte es trotzdem viel Spaß.

Beim zweiten Themenfeld war Rauch das bestimmende Thema. An einem Modell sahen die Schüler, wie sich der Rauch in einem Wohnhaus ausbreitet. Auch die Funktionsweise von Rauchmeldern wurde bei der von Clemens Heffner und Andreas Hefner betreuten Station erklärt. Vor allem aber das Verhalten, wenn es mal zu Hause brennen sollte, wurde durchgesprochen. Auch wurde vorgeführt, was eine Einsatzkraft an Ausrüstungsgegenständen mitnimmt und wie sie sich durch Atemschutz selbst vor dem Rauch schützt. Um das Ganze noch einmal zu verdeutlichen, durften die Kinder ausprobieren, wie man sich in einem verrauchten Raum orientiert. Hierbei wurde auch die Wärmebildkamera der Feuerwehr erklärt.

Beim dritten Themenfeld lernten die Schüler, dass die Feuerwehr nicht nur das Löschen von Feuer zur Aufgabe hat. Jürgen Miko und Sebastian Lausch erklärten verschiedene Gerätschaften für die technische Hilfeleistung. Außerdem wurden die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr vorgestellt. Das Wichtigste war aber das Auseinandersetzen mit den Inhalten des Notrufes. Die Kinder lernten die sogenannten „W“-Fragen kennen und durften das Absetzen eines Notrufes üben.

Schauübung

Den Abschluss bildete eine kleine Schauübung. Während die Kinder im Schulhof den Mannschafttransportwagen besichtigten, bemerkte ein Mädchen Rauch aus einem Klassenzimmer aufsteigen. Dass es sich um Disconebel handelte, wussten die Kinder nicht. Wie sie es gelernt hatten, setzten sie einen Notruf an die Übungsleitstelle ab. Währenddessen wurde in der Grundschule Räumungsalarm ausgelöst. Alle Schüler und Lehrkräfte mussten das Gebäude verlassen. Außen angekommen, gab Jürgen Miko Entwarnung, indem er klarstellte, dass es sich nur um eine Übung handele und gleich die Feuerwehr anfahren werde.

Das Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter kamen an der Einsatzstelle an und der Stadtjugendwart erklärte, dass man zuerst Christine Morschek aus dem dritten Obergeschoss mit der Drehleiter retten müsse, weil sie von Rauch eingeschlossen war. Unter dem Beifall aller Zuschauer befreite Clemens Heffner im Korb der Drehleiter die Lehrerin aus ihrer misslichen Situation. Gleichzeitig wurde mit dem Wasserwerfer des Tanklöschfahrzeugs das Dach abgelöscht.

Nach der Übung bedankte sich Jürgen Miko bei der Grundschule Walldürn für die Möglichkeit, einen solchen Feuerwehrtag durchführen zu können und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass es in Zukunft weitere solche Tage geben werde. Rektorin Christina Scheuermann bedankte sich bei der Feuerwehr für die Zeit und Mühe und freute sich schon auf den nächsten Feuerwehrtag.

Danach hatten die Schüler noch einmal Gelegenheit, die Fahrzeuge zu besichtigen und Bilder zu machen. Alle erhielten eine Teilnahmeurkunde für diesen erlebnisreichen Tag.