Walldürn

OWK wanderte 27 Teilnehmer bei heißen Temperaturen zwischen Bayern und Hessen unterwegs

Viele interessante Einblicke auf der Tour gewonnen

Walldürn.An der Wanderung des OWK Walldürn bei Boxbrunn nahmen trotz des heißen Sommerwetters 27 Wanderer teil. Ausgangspunkt für beide Wanderungen war der 504 Meter hochgelegene bayerische Ort Boxbrunn, der einst aus einer Rodung der Abtei Amorbach entstanden ist. Für die Wanderung mit der kürzeren Strecke von 8,2 Kilometern entschieden sich zwölf Wanderfreunde. Sie wurden geführt von Marita Eisenhauer und Brunhilde Marquardt.

Nach dem Besuch der dortigen Filialkirche, die dem Hl. Wendelin geweiht ist, überquerte man die hochfrequentierte Nibelungenstraße und wanderte auf einer schmalen langgezogenen Hochfläche mit herrlichem Ausblick in den bayerischen und hessischen Odenwald. Ab dem Waldrand folgte man der Markierung „grüne Raute“ durch ein dichtes Waldgebiet und passierte die Grenze von Bayern nach Hessen. Große Heidelbeerflächen luden zu dem Gedicht „Häädelbiernzeit“ von der Walldürner Mundartdichterin Hanne Assion-Bausback ein, das Marita Eisenhauer vortrug.

Danach ging der Wanderweg entlang der Markierung E, man überquerte die Nibelungenstraße sowie den Odenwaldlimes und erreichte den Eulbacher Park mit seinem Jagdschloss. Dieses Anwesen geriet erst vor zwei Wochen in die Schlagzeilen wegen eines Brandes, der bei Renovierungsarbeiten verursacht wurde. Vom Jagdschloss aus ging man immer geradeaus der Graf-Eberharder Allee von 1917 entlang, folgte dann der Limes-Markierung und erreichte über die Wü4- Markierung den Weiler Mangelsbach. Als Stadtteil von Michelstadt liegt er mit 21 Einwohnern im südhessischen Odenwaldkreis am Waldrand nördlich von Würzberg und direkt an der bayerischen Landesgrenze auf dem Höhenzug des Odenwaldes, der das Mümlingtal im Westen vom Mudtal im Osten trennt.

Man blieb auf dem Wanderweg mit der Markierung Wü4, kam am Lochbrunnen vorbei und schließlich zu einem Grenzposten: Ein Steg, der über die Mangelsbach vom Hessischen ins Bayrische führte, mit einem Zollhäuschen und gehissten Landesfahnen. Kurz darauf erreichte man Boxbrunn.

Mühle wird restauriert

Die 15 Teilnehmer der längeren Tour von circa 17,5 Kilometern bei einem Höhenunterschied von 380 Metern begannen ihre Wanderung bereits am Vormittag unter der Führung von Wolfgang Eisenhauer. Der Weg führte zunächst über die bayerische-hessische Landergrenze nach Mangelsbach, dann entlang des Eulbacher Parks auf dem Limeswanderweg nach Würzberg, mit 509 Metern der höchstgelegene Ortsteil von Michelstadt. Von hier ging die Gruppe den Heinstermühlbach hinab zu der von steilen Feldern und Wiesen umzäunten Heinstermühle. Diese ehemalige Erbleihmühle der Erbacher Grafen wird zurzeit von dem Schreiner und Architekten Rolf Habermeier restauriert und befindet sich in einem ansehnlichen Zustand. Die Wanderung führte weiter in das Lochbrunnen- und Waldbachtal bis kurz vor die zu Watterbach gehörende Schrahmühle.

Nach einem vom Wanderführer vorgetragenen Augustgedicht, das von Evelyn Schütz verfasst wurde, ging es den örtlichen Wanderweg Bo 1 hinauf zum Ausgangspunkt. Im Bayerischen Hof trafen sich die beiden Gruppen und ließen gemeinsam bei einem Vesper und mehreren von Wanderfreund Anton Volkert auf seinem Taschenhorn gespielten Musikstücken den Wandertag ausklingen.