Walldürn

Ortsbegehung der DCB-Kandidaten In den Ortsteilen unterwegs / Bauplätze sind ein wichtiges Thema

Vor Ort ein Bild gemacht und über Probleme und Wünsche gesprochen

Walldürn.Gemeinsam mit den Ortsvorstehern haben sich die Kandidaten der DCB für die Gemeinderats- und Kreistagswahl einen Überblick über Wünsche und Probleme in den Ortsteilen verschafft. Über die Termine in Altheim, Hornbach und Rippberg hat die FN schon berichtet.

Wettersdorf: Die abgeschlossene Flurneuordnung habe viel gebracht und sich als vorteilhaft erwiesen, ohne die die erfolgreiche Entwicklung des Ortsteils Wettersdorf nicht denkbar gewesen wäre, so Ortsvorsteher Norbert Wörner. Der Jugendraum sei auch durch die Förderung des Landkreises nahezu fertiggestellt, das erfreue ganz besonders die Jugend. Es haben sich bereits rund zehn Jugendliche zusammengefunden, die bereit sind Verantwortung für die Einrichtung und den Betrieb zu übernehmen. Es soll damit eine Anlaufstelle entstehen, die allen offen steht, die Kommunikation fördert und für die Jugendlichen einen Ort der Identifikation entstehen lässt. Die Feuerwehr wünscht sich die Einrichtung einer Werkstatt, um notwendige Reparaturen selbständig ausführen zu können. Außerdem fehlt in Teilen der Ortschaft noch eine ausreichende Straßenbeleuchtung. Auch im Feriendorf besteht noch Nachholbedarf bei Kanal und Straßenbelag. Eindringlich war der Wunsch, die Effizienz des städtischen Mitarbeiters vor Ort durch die Anschaffung eines PC mit Internetanschluss zu erhöhen. Man betrachtet dies als Stärkung der Verwaltungspräsenz vor Ort. Man verbinde damit die Hoffnung auf eine zeitnahe Aufgabenerledigung. Die Ausweisung neuer Bauplätze sei wichtig.

Reinhardsachsen/Kaltenbrunn: H. Berberich führte als Vertreter des Ortschaftsrates zur Kneipanlage, die sich in einem desolaten Zustand befindet. Nachdem es keine Probleme mit der Wasserversorgung gibt, solle die Anlage durch Austausch der Fliesen rasch wieder benutzbar werden. Sorgen bereiten der Straßenzustand nach Glashofen sowie der Belag in der Dorfstraße. Das Gebiet zwischen Ferienanlage und Ortsansiedlung soll erschlossen werden, um das Feriengebiet und seine Bewohner besser in das Dorf und die Gemeinschaft zu integrieren. Wichtig sei eine Flurbereinigung, die langfristig entscheidende Impulse für eine Dorfentwicklung bringen würde.

Glashofen/Gerozahn: Ortsvorsteher Heinrich Hennig berichtete über die sehr erfreuliche Entwicklung bezüglich der Ansiedlung von mittelständischen Betrieben und damit die Entstehung neuer, dringend benötigter Arbeitsplätze. Golfplatz, Reiterhof und neuerdings der Bogenschützenplatz seien Anziehungspunkte die weit über die nähere Umgebung hinaus wirken und zahlreiche Interessenten anziehen. Dies wirke sich positiv auf Gastronomie, Beherbergungsgewerbe und Einzelhandel der Gesamtstadt aus. Auf das Engagement der Einwohner könne man sich verlassen. So sei beispielsweise der Dorfmitteplatz in Eigenregie gepflastert oder die Spielebenen im Kindergarten gezimmert worden. Geäußert wurde der Wunsch, Baugelände im Anschluss an den Betrieb Bundschuh zu erschließen. In Gerolzahn wurde mit dem kürzlich eingeweihten Feuerwehr- und Gemeindehaus ein ansehnlicher Dorfmittelpunkt geschaffen. Auf der Wunschliste stehe jetzt die Erneuerung der Schlossgartenstraße bis zum Ortsausgang und der Ausbau einer Straße zur B 47 über das Bogenschießgelände, da der Bahnübergang zugunsten einer schnelleren Bahnverbindung zwischen Miltenberg und Walldürn geschlossen werden wird. Die Ausweisung von Baugelände sei auch hier ein Wunsch.

Gottersdorf: Am Friedhof soll das in die Jahre gekommene Eingangstor restauriert werden, so Ortsvorsteherin Ute Peper. Unverständnis herrsche über die Vorgabe der Stadt, dass die Urnengräber nicht in der vom Ortschaftsrat vorgeschlagenen Weise angelegt werden durften. Erfreut sei man, dass der Ausbau der Weiherstraße im Zuge der Flurbereinigung fertiggestellt sei. Nun sollte auch die Buchbaumstraße angegangen werden, um den Museumsbesuchern auch durch die Anlage eines Gehweges einen sicheren Zugang zum Museumsgebäude zu gewährleisten. Mit dem in Eigenregie der Jugendlichen betriebenen Jugendhaus habe die Jugend eine zuverlässige Anlaufstelle nicht nur für die Jugendlichen aus Gottersdorf, sondern der Walldürner Höhe geschaffen.

Zum Abschluss der Rundgänge bestand im Gasthaus „Schiesser“ die Möglichkeit für Bürger mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen. Das beherrschende Thema war der Erhalt der Grundschule in Rippberg .