Walldürn

Verdacht Sorgte "Werbeaktion" für das Scheitern

"Vorgänge werden überprüft"

Walldürn.Eine bittere Pille liegt am Morgen danach nicht nur den Verantwortlichen, sondern auch den Mitfahrern im Magen: Hängt eine "Werbeaktion" auf offener Strecke mit dem Scheitern des Weltrekordversuchs zum längsten Wohnmobil-Konvoi der Welt zusammen?

Jedenfalls keimten in der Facebook-Gruppe schon kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses mehrfach erste Anzeichen dafür auf: Als Platzordner oder fröhliche Fans "getarnte" Zuschauer seien auf die Fahrbahn gesprungen, um den Fahrern der Reisemobile Gutscheine und Handpuppen mit dem Hinweis auf das Fiat-Fan- und Ersatzteilhandelsportal "Ducato-Schrauber" zu überreichen. Daraufhin seien zahlreiche größere Lücken entstanden, die letztlich zur Nichtanerkennung des Weltrekords führten.

Unklare Lage

Übereinstimmend nannten mehrere Teilnehmer drei Männer sowie Mädchen, die vorbeifahrende Caravaner zunächst mit einer La-Ola-Welle begrüßten und sich als Fans zu erkennen gaben, um auf die Fahrbahn zu springen und den Fahrern der Wohnmobile die Präsente zu überreichen. Man habe zumeist auch deswegen gestoppt, weil nicht klar gewesen sei, ob es sich um zur Teilnahme oder der Strecke wichtige Unterlagen oder die Überreichung offizieller Teilnehmergeschenke handele.

"Wir überprüfen diese unglaublichen Vorgänge und bitten alle Teilnehmer darum, uns etwaige Videoaufzeichnungen und persönliche Zeugenaussagen zur Verfügung zu stellen", betonte Dieter Goldschmitt noch am Samstagabend. ad

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