Walldürn

Dettelbach-Wallfahrt Fußpilger machten sich zum 31. Mal auf den Weg / Wallfahrer wurden geehrt

Wallfahrer mit Glocken-Geläut begrüßt

Unter dem Leitwort der diesjährigen Wallfahrt „Suche Frieden und jage ihm nach“ begann auch die Fußwallfahrt von Walldürn nach Dettelbach zur „Schmerzhaften Mutter Gottes“.

Walldürn. Nahezu 100 Pilger fanden sich in der vergangenen Woche in der Basilika zusammen, um gemeinsam den Gottesdienst mit Stadtpfarrer Pater Josef Bregula und Pater Slawomir, der zu einem kurzen Besuch hier weilte, zu feiern. Pater Josef freute sich, dass sich wieder so viele Pilger zusammenfanden, um den Fußweg von Walldürn nach Dettelbach, der vor 30 Jahren vom ehemaligen Bürgermeister Robert Hollerbach wieder initiiert wurde, zu gehen und damit das Glaubensgut weiterhin zu bezeugen. Nach der Aussetzung und sakramentalem Segen, versehen mit dem Weihwasser und unter dem Glockengeläute der Basilika, begann der Pilgerweg mit dem Lied „In Gottes Namen wallen wir“.

Unterwegs begrüßte Pilgerführer und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Eisenhauer, auch im Namen von Wallfahrtsleitung Marliese Ackermann, alle Pilger und insbesondere die neu hinzugekommenen Wallfahrer und stimmte auf die bevorstehende Fußwallfahrt ein mit den Gedanken zu dem diesjährigen Leitwort.

Pilgerweg geändert

Der Pilgerweg wurde infolge des 100-jährigen Bestehens der Josefs-Kapelle in Hardheim geändert. Dort hielt Mitpilger Walter Herre eine kurze Andacht zu Ehren des Hl. St. Josef. Nach einer Andacht und dem Gebet „Engel des Herrn“ in der Kirche in Schweinberg mit musikalischer Begleitung, wurde die Mittagsrast eingelegt. Danach ging es wieder bei herrrlichem Sonnenschein weiter über Königheim zur Stammbergkapelle oberhalb von Tauberbischofsheim. Dort erwartete Karin Kuhn mit Reni Putzi die Gruppe mit wohlriechendem Kaffee, leckerem Zopf und erfrischendem Most. Dieser besondere Service wird immer sehr gerne angenommen. Nach der Abendandacht in der Kapelle erfolgten die Übernachtungen in Tauberbischofsheim und Dittigheim.

Am frühen Morgen des zweiten Tages traf man sich an der Bonifatius-Kirche zum Morgengebet, um dann über Großrinderfeld, Ilmspan, Schönfeld, zum Gottesdienst die Kirche in Kleinrinderfeld zu erreichen. Lieder, Meditationen und Gebete unter anderem über „Frieden“, „Wasser des Lebens“, „Neid ist ein mieses Gefühl“ hatten unterwegs die Pilger, durch das Vorbeter-Team, begleitet. Den Gottesdienst in Kleinrinderfeld zelebrierte Pater Slawomir, er ist auch ein ehemaliger Mitwallfahrer.

Anstrengender Tag

Nach dem Mittagessen ging es durch den Wald zum Steinbachtal, in Würzburg über den Main nach Randersacker in die Kirche zu Abendandacht, wobei jeder sehr dankbar war, diesen anstrengenden Tag doch gesund geschafft zu haben. Unterwegs auf dem gesamten Pilgerweg wurden die Wallfahrer durch Läuten der Kirchenglocken in den einzelnen Orten begrüßt.

Die Quartiere am zweiten Abend sind in Randersacker und überwiegend in Theilheim in Privatunterkünften. Die Verpflegungen in Theilheim erfolgen im Pfarrsaal durch den Frauenbund. Hier wurden schon sehr viele private Freundschaften geknüpft und unterm Jahr erfolgen gegenseitige Besuche.

Am Sonntagmorgen, dem dritten Tag, kamen weitere Pilger hinzu. Bei herrlichem Blick von den Weinbergen hinüber zum Käpppele und der Marien-Festung in Würzburg führte der Weg nach Theilheim zur Morgenandacht zusammen mit den Gastgebern. Unterwegs gedachte man den seit dem letzten Jahr verstorbenen Mitwallfahrern. Wolfgang Eisenhauer dankte allen, die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen haben. Freudig und fröhlich, das Ziel schon erwartend, ging der Weg über Biebelried, Mainstockheim, am Main entlang Richtung Dettelbach. Am Ortseingang wartete bereits Stadtpfarrer Pater Josef zusammen mit Walldürner Ministranten und der Odenwälder Trachtenkapelle, um die Fußgruppe zu begrüßen. Unter den Klängen der Musikkapelle erreichten die Pilger die Wallfahrtskirche „Zur schmerzhaften Muttergottes“. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ zogen die Fußwallfahrer in die voll besetzte Kirche ein, in der die Walldürner Fahrrad- und Buspilger sowie weitere Wallfahrtsgruppen bereits warteten.

Der Dettelbacher Wallfahrtsleiter, Pfarrer Uwe Hartmann, begrüßte alle Gruppen in der voll besetzten Kirche. Stadtpfarrer Pater Josef OFM feierte den festlichen Gottesdienst und ehrte nach dem Hochamt langjährige Fußpilger.

Für die 10. Teilnahme: Christian Ackermann und Erna Gehrig.

Für die 20. Teilnahme: Peter Bechtold (mit 91 Jahren der älteste Teilnehmer), Ingrid Gehrig-Faschan, Helga Walter und Gerlinde Zimmermann.

Für die 25. Teilnahme: Norbert Hartel, Adalbert Sahner und Wolfgang Teichmann.

Für die 30. Teilnahme: Marliese Ackermann und Berti Gramlich.

Mit dem irischen Segenslied „Möge die Straßen – und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“ ging die 31. Fußwallfahrt zu Ende.