Walldürn

Frühlingskonzert des MGV Altheim Kinder der Grundschule Altheim und MGV brachten den Frühling

Zeitreise in verschiedene Jahrhunderte

Chorleiter Michael Wüst bewies ein glückliches Händchen bei der Zusammenstellung des Programms für das diesjährige Frühlingskonzert des Männergesangvereins Altheim.

Altheim. „Und wieder blühet die Linde“ – mit dieser deutschen Volksweise (Satz Quirin Rische) startete der MGV Altheim, Konzertchor des Badischen Chorverbands, sein Frühlingskonzert, auch in der Hoffnung, so Vorsitzender Georg Sans in seiner Begrüßung, dass sich der Frühling gerne wieder zeigen möge. Georg Sans freute sich über die zahlreichen Gäste sowie die mitwirkenden Chöre der Singgemeinschaft Gissigheim und den MGV Hettingen/MGV Schloßau. Auf die beiden Lieder mit den Kindern der Grundschule Altheim freue sich der MGV ganz besonders, so Sans.

Nach dem „Nachtgesang im Walde“ von Franz Schubert übernahm Ralf Trabold nunmehr zum 26. Mal die Moderation an diesem Abend. Mit sehr viel Witz und Charme kündigte er den jeweiligen Chor und sein Liederprogramm an, oft geschmückt mit so manchen Anekdoten, die fundiertes Hintergrundwissen voraussetzten.

So wagte sich im Anschluss die Singgemeinschaft Gissigheim unter der Leitung von Mechthild Geiger an „Tage wie diese“ von den Toten Hosen (Arrangement Andreas Warschkow), bevor sie mit einer Volksweise aus Mexico und Lorenz Maierhofers „Über Stock und über Stein“ ihren ersten Auftritt wohl abrundete. Emma Sans bot am Klavier zwei Stücke dar, die das Publikum zum Zurücklehnen und Entspannen einluden.

Mit dem venezianischen Gondellied von Felix Mendelssohn Bartholdy und der gefühlvollen „Ballade pour Adeline“ zauberte Emma Sans ein Lächeln ins Gesicht vieler Zuhörer und sorgte definitiv für einen „Gänsehautmoment“, so eine Konzertbesucherin.

Frühling besungen

Der Gemeinschaftschor Hettingen und Schloßau unter der Leitung von Joachim Kirchgessner bot im Anschluss die „Schöne Nacht“ (Wilhelm Nagel) und „In Mondes Schimmer“ (August Södermann, Satz: Hugo Alfvén). Mit der russischen Volksweise „Eine weiße Birke“ (Satz Johannes Menskes) wollte auch der Gemeinschaftschor seinen Teil zur endgültigen Einkehr des Frühlings beitragen.

Gemeinsamer Auftritt Höhepunkt

Vor der Pause sorgten der Männergesangverein Altheim und die Kinder der Grundschule Altheim für einen Höhepunkt des Abends. Zwei gemeinsame Lieder wurden in den letzten Wochen einstudiert.

Sichtlich aufgeregt sahen die Kinder ihrem großen Auftritt entgegen. Nichts zu spüren war jedoch davon ab dem ersten Ton von „Jeder Tag ist ein Geschenk“ von Kurt Mikula (Satz: Michael Wüst).

Bei den Sängern des MGV und den Altheimer Grundschülern war der Spaß am gemeinsamen Singen zu sehen und zu hören. Nachhaltige Begeisterung fand auch das mit Choreographie versehene Lied „Liebe das Leben“. So war es nicht verwunderlich, dass der nicht nachlassende Applaus der Konzertbesucher in einer Zugabe mündete.

Sichtlich stolz waren Chorleiter Wüst, Rektorin Heike Knühl, die Lehrerinnen Köberle und Roll auf ihre Schützlinge. So wurden sogleich Stimmen laut, die den Wunsch einer Wiederholung dieses Projekts äußerten.

Die Pause beendete der MGV Altheim mit „True Love“ von Cole Porter (Arrangement Eddy Rhein) mit einem beeindruckenden Leo-Hubert Kappes alias Bing Crosby.

Beim „Blusenkauf“ (Otto Reutter, Arrangement Carsten Gerlitz) bewiesen Hubert Mühlung, Holger Ruppert und Thomas Künzig schauspielerisches Talent, was zur hörbaren Erheiterung beim Publikum sorgte, da sich sämtliche Ehemänner und -frauen wiedererkannten bei der Prozedur, „nur mal eben kurz zu schauen“ und „sich schnell mal für ein bestimmtes Kleidungsstück zu entscheiden“.

Farbenfroh ging es bei der Singgemeinschaft Gissigheim weiter, die alle Anwesenden mit den Volksweisen „Senzenina“ und „Mayenzwiwe“ stimmgewaltig nach Südafrika entführte und das Publikum mit seinem Schnips-Rhythmus ansteckte. Auch der Gemeinschaftschor Hettingen/Schloßau bot im zweiten Teil noch einmal drei Stücke dar. Vor allem „Das Elternhaus“ von August Büchse berührte sichtlich einige Zuhörer.

Im Anschluss betrat noch einmal der MGV „Sängerbund“ 1860 Altheim die Bühne, um mit „The Longest Time“ (Billy Joel; Arrangement Roger Emerson) das Publikum ein weiteres Mal zu begeistern. Für heitere Stimmung sorgte die „Diplomatenjagd“ von Reinhard Mey (Arrangement Herbert Grunwald) mit ihrer vornehmen Jagdgesellschaft, bei der am Ende alle froh waren, dass kein Teilnehmer ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Schauspielerisches Talent wurde auch hier wieder gezeigt.

Einen opulenten Abschluss bot der Gemeinschaftschor aller Männerchore mit der Darbietung des allseits bekannten Deutschmeister-Regiments-Marsches (Wilhelm August Jurek, Satz: Winfried Siegler-Legel). Dem Frühling bleibt nach diesem überaus gelungenen Konzert nicht anders übrig, als einzuziehen und zu bleiben. (dka)