Weikersheim

Klavierabend Pianist Martin Stadtfeld setzt am kommenden Samstag seinen Beethovenzyklus fort

Absoluter Höhepunkte des Schaffens

Weikersheim.Martin Stadtfeld (geboren1980) setzt seinen Beethovenzyklus im prächtigen Rittersaal fort, den er im Mai 2011 begann.

Bereits zum neunten Mal kommt der preisgekrönte Pianist Martin Stadtfeld nach Weikersheim, um sein ehrgeiziges Projekt aller Beethoven-Sonaten fortzusetzen. 2019 beginnt er mit dem Spätwerk des Komponisten, das einen der absoluten Höhepunkte im Klavierschaffen überhaupt darstellt. Den Auftakt macht die Sonate Nr. 28 A-Dur op. 101, in der Beethoven im großen Stil die bis dahin bekannten Formen verlässt und musikalisch neue Wege beschreitet. Ganze drei Jahre – von 1813-1816 – arbeitete Beethoven an der Sonate, die er seiner Schülerin Dorothea von Ertmann widmete.

Im zweiten Teil des Konzerts präsentiert Stadtfeld die lange als unspielbar geltende „Große Sonate für das Hammerklavier“ op. 106. Der berühmte Pianist Alfred Brendel sagt über dieses Stück: „Nach Umfang und Anlage geht die Hammerklaviersonate weit über alles hinaus, was auf dem Gebiet der Sonatenkomposition jemals gewagt und bewältigt wurde.“ Erst Jahrzehnte nach Beethovens Tod spielte Franz Liszt sie erstmals öffentlich. Beethoven war bereits ertaubt, als er das Stück komponierte. Sein Ideenreichtum und Vorstellungskraft ist unter diesem Aspekt bemerkenswert, zumal das gesamte Werk auf nur einem Interval, einer Terz, basiert. Die Sonate ist für Pianist und Zuhörer extrem herausfordernd und enthält viele der schwersten Passagen, die Beethoven je komponiert hat.

Konzerttermin ist am Samstag, 11. Mai im Rittersaal des Schlosses; Beginn, 20 Uhr, Saalöffnung ab 19.30 Uhr. Es gibt nummerierte Sitzplätze (Plan unter www.weikersheim.de); Karten-Kontakt über die Tourist-Information, Telefon 07934/10255. stv