Weikersheim

Leserbrief Zur aktuellen Diskussion um die „Tauberphilharmonie“ in Weikersheim

Am „besten Saal der Welt“ scheiden sich die Geister

Wie konnte es soweit kommen, das jetzt eine neue Diskussion entflammt?

Es begann alles mit der Planung einer neuen Stadthalle – drei Akteure steigerten sich in ihren Vorstellungen über Konzerthaus, Konzert- und Veranstaltungshalle, Kultur- und Veranstaltungshalle, bis schlussendlich zur der „Tauberphilharmonie.“

Einige Ausführungen aus dem Internet, unter „Weikersheim – Tauberphilharmonie – aktuelles“, geben Aufschluss.

Auszüge aus der Präsentation der JMD, bezogen auf die Bürgerversammlung 2016: „The Bigger Picture“ Region: Kein vergleichbares Objekt im Radius von 100 Kilometer. Qualität: Was in Weikersheim stattfindet ist „vom Feinsten“. Ambiente: Der besondere Ort, der „Anzug“ für die Kultur.

Was wurde über die Presse und den mündlichen Bekundungen, in der Bürgerversammlung sowie der Raum- und Nutzungsbeschreibung uns Bürgern nicht alles serviert/verkauft: Konzerte mit Konzertbestuhlung, Bankettbestuhlung für Tagungen und feierliche Anlässe, Feste mit Musik, Tanzprogramm mit Bewirtung, Firmenjubiläen mit Kulturprogramm und Catering, Ausstellungen, Mittelpunkt für Kultur in Weikersheim, usw., usw.!

Und dann noch der bereits zitierte Satz von Professor Henn: „Wir wollen den besten Saal der Welt bauen.“ Also, eine eierlegende Wollmilchsau, und hier scheiden sich die Geister.

Aus der Baubeschreibung für das Kultur und Veranstaltungshaus, vom 25. Juli 2013, Großer Saal, Raumlufttechnische Anlagen: Luftauslass Druckboden, Belag wird bereitgestellt, Perforierung durch TGA Gewerk, (TGA: Planen und Umsetzen einer Technischen Gebäude-Ausrüstung, unter Berücksichtigung für eine sichere, nachhaltige und wirtschaftliche Nutzbarkeit – sie ist komplex und sehr sensibel.)

Für den Großen Saal „welcher der Beste der Welt werden soll,“ erfordert dies höchste Ansprüche!

Hierzu ist nichts weiter zu sagen, aber eines dürfte klar sein, die Belüftung durch den Boden ist ein elementarer Baustein zum Gelingen der „überschwänglichen Vorankündigungen.“

Mit der Klimatisierung steht und fällt der Klang des Großen Saales, zur Empfindlichkeit des perforierten (d.h. durchlöcherten) Bodens, kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Ich stelle mir die Frage, ist die Bevölkerung bewusst hinters Licht geführt worden, um die Tauberphilharmonie zu verwirklichen? Am Sachverstand kann es wohl nicht gelegen haben!

Die SPD-Fraktion hat sich vorab sehr gut informiert, und zwar in allen Belangen. Andere Fraktionen haben sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, bei diesem spektakulären Objekt, eigene belegbare Auskünfte einzuholen. Mahnungen einiger Weikersheimer Bürger wurden ignoriert, man folgte Herrn Kornberger wie die Lemminge.

Noch kurz zur Anstalt des öffentlichen Rechts mit Aufsichtsrat, sollte die Deckelung von 300 000 Euro nicht eingehalten werden können, wer zahlt? Ich vermute die Stadt, also wir Bürger.