Weikersheim

Heimatfreunde Bronn Gemeinsam mit Försterin Edeltraud Wirth verschaffte man sich einen Überblick über den Zustand des Waldes

Auch Lebensraum für Kleinstlebewesen

Archivartikel

Bronn.Zum Thema „Wald und Ökologie“ unternahmen die Heimatfreunde Bronn am Sonntag, 19. Mai, zu einer gemeinsamem Waldbegehung. Försterin Edeltraud Wirth aus Haagen, die selbst auch Mitglied im Verein ist, leitete die Führung und führte die Vereinsmitglieder an verschiedene Stationen im Wald.

Die Gruppe aus 34 Personen ging zu Fuß durch den Wald, dank der Sonne herrschte eine tolle Atmosphäre. Edeltraud Wirth zeigte zunächst anhand verschiedener Bäume das aktuell stark verbreitete Eschentriebsterben. Sie erläuterte, woran es zu erkennen ist und welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden könnten. Leider fanden sich viele befallene Bäume.

Weiter ging es zu den Fichten, wo deutlich die Auswirkungen des Borkenkäfers zu sehen waren. Ob die Fichte in den hiesigen Wäldern überleben wird, ist wegen des Borkenkäfers fraglich.

Viele dürre Bäume würden momentan noch gefällt. Dazu komme noch die Trockenheit im vergangenen Jahr, selbst der Regen der letzten Tage sei aufgrund der dichten Kronen kaum am Waldboden angekommen. Die Försterin zeigte das Schadbild des Borkenkäfers anhand des Bohrmehls, das wie Kaffeepulver aussieht. Am Baum konnte man auch den Borkenkäfer selbst sehen. Die Vereinsmitgliedern erfuhren etwas über den Entwicklungszyklus. Weiter erklärte Edeltraud Wirth , was „Zukunftsbäume“ seien, wie diese ausgewählt und gezielt gefördert würden. Mit dem Messstab wurde noch bei einem hiebreifen Baum der Durchmesser ermittelt, hier konnten die Kinder selbst messen.

Neben der Bestimmung der Baumarten zeigte die Försterin auf, welche Baumsorten und Arten bei welchen Bodenarten zu empfehlen seien. Wer Interesse an der Baumarteneignungskarte hat, kann sich beim Vorstand melden: die Karte kann per Mail versendet werden. Der Wald diene nicht nur als Brennstofflieferant, er sei auch Lebensraum für viele Kleinstlebewesen, machte Wirth deutlich. Er solle daher gepflegt und erhalten werden. Wald binde auch viel Kohlendioxid, bei einem Spaziergang könne die Seele entspannen und sei ein wichtiger Baustein im ökologischen System der Natur.

Mit den Empfehlungen bezüglich der Baumarten könne man die Wälder für die Zukunft ausrichten, sagte Wirth. So sei gewährleistet, das auch die nächsten Generationen ihre Freude daran hätten.