Weikersheim

Schloss und Schlossgarten Weikersheim Das Bauwerk und seine Geschichte im Fokus aktueller Forschung / Tagung vom 20. bis 23. Juni / Für Interessierte offen

Außergewöhnlich reichhaltige Zeugnisse

Schloss und Schlossgarten Weikersheim stehen vom 20. bis 23. Juni im Fokus einer wissenschaftlichen Tagung, ausgerichtet von den Staatlichen Schlössern und Gärten BadenWürttemberg.

Weikersheim. Drei Tage lang wird in Vorträgen und Diskussion die Geschichte und Bedeutung der Residenz der Grafen von Hohenlohe-Weikersheim seit dem Mittelalter beleuchtet. Die Staatlichen Schlösser und Gärten wenden sich mit dieser Tagung auch an interessierte Laien. Eine Anmeldung unter Telefon 07934 / 992950 bzw. E-Mail an info@schloss-weikersheim.de ist hierfür erforderlich.

Schloss Weikersheim im Spiegel seiner Geschichte – bei der Tagung „ZeitRäume“ vom 20. bis 23. Juni werden historische Zeugnisse des Schlosses und seiner Bewohner aus mehreren Epochen beleuchtet. Als herrschaftlicher Sitz mit langer Geschichte und außergewöhnlicher Erhaltung gehört Schloss Weikersheim zu den bedeutendsten Monumenten in der südwestdeutschen Schlösserlandschaft. Die Anlage besitzt aus allen Phasen ihrer Geschichte bauliche und herrschaftliche Spuren, vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Neben Zeugnissen aus verschiedenen Epochen wird die Tagung auch das nahe und weite Umfeld der Grafschaft Hohenlohe sowie die Bauherren, die gräfliche Familie, mit ihren persönlichen Neigungen und Vorlieben beleuchten.

Reichhaltige Quellen

Umfangreich erhaltene Archivalien, bauliche und künstlerische Quellen liefern viele und teilweise kaum gesichtete Informationen. Das Hohenlohe Zentralarchiv in Schloss Neuenstein birgt Dokumente in außergewöhnlichem Reichtum; aber auch Sammlungen des Schlosses, der Fürsten von Hohenlohe oder das Bauwerk selbst liefern Zeugnisse. Die Palette ist reichhaltig und erstreckt sich von faszinierenden Räumen bis hin zu kostbaren Kunstschätzen. Im Schloss befindet sich noch ein originaler Möbelbestand aus dem 18. Jahrhundert. Schloss Weikersheim gilt als ein herausragendes Beispiel für einen Herrschaftssitz, der über Jahrhunderte kontinuierlich mit den Geschicken einer Familie verknüpft war. So soll die Tagung nicht nur die komplexe Geschichte von Schloss Weikersheim in den Blick nehmen, sondern auch die Hintergründe und die Motivation dafür, dass sich im Schloss der originale Bestand so außergewöhnlich gut bewahrt hat. Sie wird die neuen Erkenntnisse der Spezialisten aus der Landesgeschichte, der Kunstgeschichte und weiteren Disziplinen zusammenführen. Die Tagung bietet die einmalige Gelegenheit, Schloss und Schlossgarten als Gesamtes und auf dem aktuellen Stand der Forschung zu erleben.

Das Programm: Mittwoch, 20. Juni, 14 bis 14.15 Uhr, Begrüßung: Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; 14.15 bis 14.45 Uhr, Einführung in das Thema: Dr. Wolfgang Wiese, Staatliche Schlösser und Gärten BadenbisWürttemberg; 14.45 bis 14.55 Uhr; Entstehung einer regionalen Residenz, Moderation: Dr. Ulrich Schludi, Winnenden; 14.55 bis 15.25 Uhr, Vortrag „Das Haus Hohenlohe und die Herrschaft Weikersheim“; Prof. Dr. Kurt Andermann, Karlsruhe; 15.25 bis 15.40 Uhr Diskussion; 16 bis 16.30 Uhr, Vortrag „Die ersten Grafen von Hohenlohe“, Prof. Dr. Gerhard Lubich, Bochum; 16.30 bis 17 Uhr, Vortrag „Die mittelalterliche Vorgängeranlage des Weikersheimer Schlosses“, PD Dr.-Ing. Stefan Uhl, Warthausen; 17 bis 17.30 Uhr Diskussion.

Donnerstag, 21. Juni: 9 bis 9.10 Uhr, Im konfessionellen Zeitalter, Moderation Prof. Dr. Peter Rückert, Stuttgart; 9.10 bis 9.40 Uhr, Vortrag „Haus Hohenlohe und die Reformation“, Prof. Dr. Hermann Ehmer, Stuttgart; 9.40 bis 10.10 Uhr, Vortrag „Die politische Lage in Hohenlohe im 16. Jahrhundert am Beispiel Weikersheim“, PD Dr. Frank Kleinehagenbrock, Bonn; 10.10 bis 10.40 Uhr Diskussion; 11 bis 11.30 Uhr , Vortrag „Weikersheim unter fremder Herrschaft“, Maike Trentin-Meyer M. A., Bad Mergentheim; 11.30 bis 12 Uhr , Vortrag „Der protestantische Kirchenbau in Weikersheim“; Prof. Dr. Jürgen Krüger, Karlsruhe; 12 bis bis12.30 Uhr Diskussion; 14 bis 14.10 Uhr, Die Geburt eines Schlosses, Moderation: Prof. Dr. G. Ulrich Großmann, Nürnberg; 14.10 bis 14.40 Uhr; Vortrag „Eine architektonische Attraktion – Der Renaissancebau Schloss Weikersheim“, Dr.-Ing. Nikolai Ziegler, Leinfelden- Echterdingen; 14.40 bis 15.10 Uhr, Vortrag „Der Ausbau von Schloss Weikersheim im Renaissancestil“, Markus Eiden, Volkach; 15.10 bis 15.40 Uhr, Diskussion; 16.15 bis 16.45 Uhr, Vortrag „Hofmaler in Weikersheim“, Elke Valentin M. A., Stuttgart; 16.45 bis 17.15 Uhr, Vortrag „Die Ausstattung des Weikersheimer Rittersaales und seine Bedeutung als Festsaal der Renaissance“, Dr. Jakob Käpplinger, Karlsruhe; 17.15 bis 17.45 Uhr Diskussion; 20 Uhr Abendveranstaltung: Musikaufführung mit kurzem Vortrag im Rittersaal – Jeunesses Musicales – Erasmus Widmann in Weikersheim, Dr. Peter Schiffer, Stuttgart.

Freitag, 22. Juni: 9 bis 9.10 Uhr, Die Gründung einer neuen Dynastie, Moderation: Prof. Dr. Ulrike Seeger, Stuttgart; 9.10 bis 9.40 Uhr, Vortrag „Schloss Weikersheim als höfischer Ort, Repräsentation und Standeszeichen durch Ausbau in der barocken Zeit“, Dinah Rottschäfer M. A., Schwäbisch Hall; 9.40 bis 10.10 Uhr,Vortrag „Territorialer Ausbau als politische Behauptungsstrategie“, Liesa Steller M. A., Karlsruhe; 10.10 bis 10.40 Uhr, Diskussion; 11 bis 11.30 Uhr, Vortrag „Stets zu Diensten bis Hofstaat, Personal, Haushalt“, Jan Wiechert, Schwäbisch Hall; 11.30 bis 12 Uhr, Vortrag „Gartenkunst wird zum Herrschaftssymbol“, Prof. Dr. Hartmut Troll, Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, 12 bis 12.30 Uhr Diskussion; 14 bis 14.10 Uhr, V. Fürstliche Repräsentation in Schloss Weikersheim, Moderation: Dr. Achim Stiegel, Berlin; 14.10 bis 14.40 Uhr, Vortrag „Die Weikersheimer Embleme: Tugendspiegel, Fürstenspiegel oder unterhaltsames Gesprächsspiel?“, Michael La Corte M. A., Stuttgart; 14.40 bis 15.10 Uhr, Vortrag „Das Porzellanbis und Spiegelkabinett in Schloss Weikersheim“, Lea Dirks M. A., Goslar, 15.10 bis 15.40 Uhr Diskussion; 16.15 bis 16.45 Uhr, Vortrag „Möbelausstattung im Schloss Weikersheim am Beispiel der Silbermöbel“, Dipl.-Rest. Anja Klün, Staatliche Schlösser und Gärten; 16.45 bis 17.15 Uhr, Vortrag „Die Werkstatt der Familie Sommer in Künzelsau und ihre Arbeiten für Weikersheim“; Ursula Angelmaier M. A., Künzelsau; 17.15 bis 17.45 Uhr Diskussion.

Samstag, 23. Juni: 9 bis 9.10 Uhr, Herrschaft im Spiegel der Macht, Moderation: Dr. Thomas Kreutzer, Neuenstein; 9.10 bis 9.40 Uhr, Vortrag: „Zwischen Standesherrschaft und europäischer Politik. HohenlohebisLangenburg in Weikersheim (1831 - 1946)“, Prof. Dr. Thomas Nicklas, Reims; 9.40 bis 10.10 Uhr, Vortrag: „Schloss Weikersheim – Hof und Stadt“, Dr. Jürgen Kniep, Biberach; 10.10 bis 10.40 Uhr Diskussion; 11 bis 11.30 Uhr, Vortrag „Magnifizenz jenseits der Macht bis Von der Wirkung architektonischer Metaphorik“, Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus; 11.30 bis 11.45 Uhr, Diskussion; 11.45 bis 12.15 Uhr, Abschlussdiskussion, Michael Hörrmann. pm