Weikersheim

Leserbrief Zur aktuellen Gestaltung der Tauberphilhamonie

Bedrohlich verkohlt

Archivartikel

Am rechten Ufer der Tauber vis à vis dem Weikersheimer Stadtkern steht nahezu vollendet ein hexagonaler Solitär in einer Art verkohlter Optik. Farbe und Ausführung seiner Fassadenverkleidung und die Geometrie dieses Gebäudes lassen sich gedanklich verknüpfen mit dem in der Natur, aber nicht im hiesigen Landstrich vorkommenden Säulenbasalt. Diejenigen, die diesen Solitär mögen (müssen), sollten ruhig einmal von der Parkplatz-Einfahrt aus auf dieses Bauwerk schauen und dabei den Turm der Kirche und den des Schlosses im Blick haben.

Beide - in hellem Farbton und mit dunklem Dach – ragen erhaben hinter dem bedrohlich wirkenden, vollständig schwarzen (bei Sonneneinstrahlung betongrauen) Gebäude hervor. Dadurch gewinnt man den Eindruck: hier steht ein unförmiger Bau, der die Stadt belagert, anstatt sie zu beleben (gemäß dem offiziellen Slogan: „Ein Haus für alle, aber nicht für alles“).

Diese neue Architektur kann mit dem städtischen Ensemble nicht kooperieren – weder im Gleichklang noch im Kontrast.

Das war mit der früheren Stadthalle anders, besser.