Weikersheim

Astronomische Vereinigung Keine Veränderungen im Vorstand / Viele Sternstunden im neuen Jahr / Hohe Besucherzahlen in der Weikersheimer Sternwarte verzeichnet

Der Mond wird sich am 21. Januar kupferrot verfärben

Archivartikel

WEIKERSHEIM.Das alte Jahr ist ohne Veränderungen im Vorstand der Astronomen ausgeklungen, nachdem die Jahreshauptversammlung stattgefunden hatte. Im zweijährigen Turnus finden Wahlen statt, wobei das alte Vorstandsteam bestätigt wurde. Demnach führen Rainer Zierlein und Jens Hackmann die Astronomische Vereinigung Weikersheim für weitere zwei Jahre, während Ingrid Fitzgerald das Amt der Schriftführerin übernimmt. Hubert Muhler fungiert weiter als Kassier, während Joachim Schröder als Beirat zur Verfügung steht. Alexander Welz und Burkhard Saile übernehmen die Ämter der Kassenprüfer.

Zierlein berichtete, dass das vergangene Vereinsjahr die zweithöchste Besucheranzahl in der Vereinsgeschichte bescherte. Fast 3000 Besucher fanden den Weg zur Sternwarte auf dem Karlsberg. Herausragend war das Ereignis der totalen Mondfinsternis vom 27. Juli, bei dem etwa 750 Besucher die Sternwarte besuchten. Auch die Anschaffung eines neuen Teleskops hatte viele Besucher auf den Karlsberg gelockt.

Bereits am heutigen Samstagabend könnten ab 19 Uhr wieder Himmelsbeobachtungen auf der Sternwarte stattfinden, sollte sich Wetter noch bessern. Unter der Telefonnummer 07934 / 1365 kann man erfahren, ob die Sternwarte besetzt ist. Auf der Webseite der Astronomischen Vereinigung können weitere Beobachtungstermine erfahren werden.

Beim Jahresfotowettbewerb im Dezember kürten die anwesenden Mitglieder das Bild einer sogenannten Kelvin-Helmholtz-Wolkenformation zum Bild des Jahres 2018. Diese Wolken verlaufen wie Wellen am Himmel. Gemacht wurde das Bild von Joachim Schröder. Die Plätze zwei und drei gehen an Jens Hackmann mit einem Bild eines Polarlichts auf Island beziehungsweise an Pia Zierlein mit einem Bild eines Feuerwerks.

Im neuen Jahr blicken die ternfreunde interessanten Himmelsereignissen entgegen. Zum einen erstrahlt derzeit unser innerer Nachbarplanet am Morgenhimmel als gleißend heller Punkt am Osthorizont. Frühaufsteher mögen sich bereits gefragt haben, was dieser helle Fleck am Himmel ist. Es handelt sich dabei um die Venus, deren wolkenverhangene Oberfläche sehr viel Sonnenlicht reflektiert und daher extrem hell werden kann.

Zur Vollmondphase am 21. Januar kommt noch das interessante Ereignis einer totalen Mondfinsternis hinzu. Dabei taucht der Mond in den frühen Morgenstunden ab etwa 4 Uhr in den Schatten der Erde ein und wird sich kupferrot verfärben, die Vollverfinsterung dauert von 5.40 Uhr bis 6.40 Uhr. Die Uhrzeiten und zu erwartenden Temperaturen stehen in keinem Verhältnis zur „Jahrhundertmondfinsternis“ im Sommer des letzten Jahres, dennoch wird die Sternwarte ihre Kuppeln für Besucher öffnen. Sämtliche Sternführungsangebote sind kostenlos.