Weikersheim

Geburtstag Frühere Weikersheimer Gemeinderätin Erika Thierauf ist 80 Jahre alt

Einsatz für lebenswerte Welt

Archivartikel

Weikersheim.Erika Thierauf, die viele Jahre in Weikersheim lebte und wirkte, hat nun ihren 80. Geburtstag in Bad Mergentheim gefeiert. Dorthin verlegte sie Ende 2008 ihren Wohnort.

Weikersheims Bürgermeister Klaus Kornberger, Jörg Hasenbusch, Vorsitzender der Lebenshilfe Main-Tauber-Kreis, und Edmund Brenner, Vorsitzender der Stiftung der Lebenshilfe Main-Tauber-Kreis, sowie Peter Vogel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Tauberfranken, statten Thierauf einen Besuch ab und gratulierten ihr. Auch eine Vertreterin der Stadtverwaltung Bad Mergentheim gratulierte in Vertretung von Oberbürgermeister Udo Glatthaar.

Die in Heilbronn geborene Erika Thierauf freute sich sehr über die Überraschung und die Glückwünsche. Sie erfreut sich bester Gesundheit und ist dankbar für ihren glücklichen Lebensabend. Viele Jahre hatte sie sich ehrenamtlich engagiert. 1980 war sie in den Weikersheimer Gemeinderat gewählt worden. Unmittelbar danach wurde sie von der CDU-Stadtratsfraktion als deren Vorsitzende benannt. Der Gemeinderat wählte sie als Mitglied in den Verwaltungsausschuss. Zudem wurde sie als eines von drei Vorstandsmitglieder für den Kultur- und Verkehrsverein gewählt. 1984 wurde sie wiedergewählt und wurde 1. stellvertretende Bürgermeisterin. 1989 trat sie nicht mehr zur Gemeinderatswahl an. Für zwei Wahlperioden (1979 – 1989) war Thierauf Mitglied im Kreistag. In Weikersheim ebnete sie überdies durch ihren Einsatz den Weg für die Gründung des Vereines Kinderferienfahrten. Zudem gehörte sie bei der ehemaligen Kreissparkasse Bad Mergentheim und nach der Fusion bei der Sparkasse Tauberfranken viele Jahre Verwaltungsrat an.

Damit hörte ihr Einsatz für das Gemeinwohl längst nicht auf. Von 1994 bis 2006 war sie aktiv bei der Lebenshilfe Main-Tauber-Kreis, die sich gezielt um die Belange von Menschen mit Behinderung kümmert. Erika Thierauf hat die Entwicklung des Vereins ganz maßgeblich geprägt. So hat sie unter anderen dazu beigetragen, dass die zur Lebenshilfe gehörende Abteilung Betreuungsverein gegründet wurde. Auf ihre Initiative hin gehörten ab 1997 – bundesweit erstmals – Behindertenvertreter dem Vorstand an. 1998 sorgte Thierauf dafür, dass die Stiftung der Lebenshilfe Main-Tauber-Kreis ins Leben gerufen und der damalige Sparkassendirektor Edmund Brenner zum Vorsitzenden gewählt wurde.

2003 wurde unter ihrem Vorsitz die Geschäftsstelle und Begegnungsstätte „Mittendrin“ in Tauberbischofsheim sowie das Irma-Volkert-Haus als Freizeit- und Fortbildungseinrichtung der Lebenshilfe in Heckfeld in Betrieb genommen. Für ihr Engagement bei der Lebenshilfe, aber auch für ihre politische Couragiertheit und für ihr Lebenswerk wurde sie 2004 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Es war ihr stets ein wichtiges Anliegen, eine lebenswerte Welt zu schaffen. ah