Weikersheim

CDU-Bürgergespräche Vor-Ort-Termine in Weikersheim und Schäftersheim

Einwohner früh in Entscheidungen einbeziehen

Weikersheim.Die Weikersheimer Bürger waren zu Gesprächen der CDU Kreistags- und Gemeinderatskandidaten in Weikersheim und Schäftersheim geladen. Stadtver-bandsvorsitzender Martin Heuwinkel begrüßte im Weikersheimer Sängerkeller zahlreiche Teilnehmer. Nach der Kandidatenvorstellung und einem umfassenden Vortrag zur aktuellen und zukünftigen kommunalpolitischen Vorhaben, fand eine lebhafte Fragerunde und Diskussion statt, so die CDU.

Ein Bürger referierte über seine Vorstellungen zur Tauberphilharmonie, wobei er die Programmgestaltung des Intendanten ausdrücklich lobte.

Jedoch beklagte er, dass nach seiner Einschätzung die Einrichtungen wie das Carmen Würth Forum in Gaisbach, die möglicherweise in Konkurrenz zur Weikersheimer Einrichtung stehen könnte, in der Gesamtbetrachtung ausgeblendet würde.

Auch bemängelte er, dass alle Entscheidungen zur Tauberphilharmonie hinter „verschlossenen Türen“ gefällt worden seien. Fraktionsvorsitzender Peter Rösch, erinnerte in diesem Zusammenhang an die Einwohnerversammlung im Juli 2016, in der der Neubau mit deutlicher Mehrheit begrüßt wurde. Zudem seien alle die Philharmonie betreffende Beschlüsse im Gemeinderat öffentlich gefasst worden.

„Vorbildliche Maßnahmen“

Auf die Frage, wie und wo in Weikersheim die Ökokonto-Verordnung des Landes Baden-Württemberg umgesetzt wird, erläuterte der in der CDU-Fraktion für Umwelt- und Naturschutz zuständige Gemeinderat Karl-Heinz Moschüring kurz, dass die Ökokonto-Maßnahmen als Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft (z. B. Bauvorhaben) dienen. Sie würden in Weikersheim erfolgreich umgesetzt. Es wurden zahlreiche Beispiele genannt.

Der Vorschlag der Bürgerin, diese Maßnahmen in einer Liste auf der gemeindeeigenen Homepage zu veröffentlichen, werde von der CDU aufgegriffen und an die Verwaltung weiter gegeben.

Weitere ökologische Maßnahmen, wie die Pflanzung von Bäumen und die Anlage von Wildblumenwiesen für Bienenseien ebenfalls von der Stadt schon umgesetzt worden. Hier gebe es bereits zahlreiche vorbildliche Maßnahmen auf der Gemarkung der Stadt Weikersheim. Weitere Maßnahmen seien in der Planung.

Mehr Bürgerbeteiligung

Ein weiteres zentrales Thema war der Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz in der kommunalpolitischen Arbeit. Die anwesenden Bürgervertreter versicherten, dem Wunsch nach mehr Information und einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung mit noch mehr Offenheit im direkten Dialog mit den Bürgern entsprechen zu wollen. Alle Kandidaten stünden für eine bürgerorientierte Politik, die die Bürger mitnimmt und wo immer möglich, frühzeitig in Entscheidungsprozesse einbindet und auch die Entscheidungen der Ortschaftsräte als wichtigen Faktor in der politischen Meinungsbildung berücksichtigt.

Auch im vollbesetzen Saal im Klosterhof Schäftersheim wurde die umfangreiche Bürgerinformation mit großem Interesse verfolgt. In der Fragerunde wurden überwiegend Schäftersheimer Themen angesprochen.

So konnte der Fraktionsvorsitzende auf die Frage nach der Sanierung der Schäftersheimer Tauberbrücke ankündigen, dass diese noch in diesem Jahr erfolgen soll. Die Instandsetzung der Bauernhalle sei im Investitionshaushalt der Stadt hinterlegt.

Die bereits beauftragten Kanal- und Straßenarbeiten im Bereich Feldertor in Schäftersheim werden im Juli fortgesetzt. Die CDU Weikersheim sehe noch dringenden Bedarf in der Sanierung der Ortsdurchfahrt und in der Gestaltung des Geländes zwischen der Tankstelle und dem Sportplatz. Hier war der Wunsch von Peter Rösch, dass die Vereinsvertreter und Einwohner in die Planungen miteinbezogen werden.

Auf die Frage nach der Möglichkeit zur Errichtung weiterer Freiflächenphotovoltaiklanlagen außerhalb von Konversionsflächen erläuterte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Norbert Beck, dass derartige Anlagen nur außerhalb des sogenannten „Grünzugs“ und nur in benachteiligten Gebieten möglich seien.

Da große Bereiche Weikersheims im festgelegten Grünzug liegen und die restlichen Flächen allesamt nicht benachteiligt seien, habe der Gemeinderat entschieden, bis auf weiteres keine neuen Flächenanlagen auf der Weikersheimer Gemarkung zuzulassen.

Der Beschluss soll jedoch regelmäßig überprüft werden.

Auf Nachfrage aus dem Publikum betonten die Vertreter der CDU, dass ihnen die Sanierung und der Erhalt des Hallenbades ein besonders wichtiges Anliegen sei und sie sich für den Erhalt und die Sanierung einsetzen würden.

Die Kandidaten und Gemeinderäte der CDU Weikersheim konnten in den Gesprächen noch viele weitere Anregungen der Bürgerschaft aufnehmen, die allesamt entweder sofort angegangen werden sollen oder in die zukünftige Arbeit einfließen werden. cdu