Weikersheim

Hohenloher Kultursommer Musikfest auf Schloss Weikersheim im Park und in der evangelischen Stadtkirche am 7. Juli

Gemeinsam mit gleich drei Mozarts feiern

Archivartikel

Um die Musikerfamilie Mozart geht es dieses Jahr beim Musikfest des Hohenloher Kultursommers auf Schloss Weikersheim.

Weikersheim. In sieben Konzerten werden am Samstag, 7. Juli, die Mozarts – angefangen beim aus Augsburg stammenden Leopold Mozart über den in Salzburg geborenen und berühmten Sohn Wolfgang Amadé Mozart bis zu dessen in Wien das Licht der Welt erblickenden Sohn Franz Xaver Mozart – beleuchtet.

Werke von allen drei Komponisten lassen sich um 18.30 Uhr in einem der sechs Konzerte hören, unter denen die Besucher wählen können. Im Rittersaal spielt das „Concilium musicum Wien“ die g-Moll-Klavierquartette von Wolfgang Amadé und Franz Xaver Mozart - ein sicherlich auch stilistisch interessanter Vergleich. Dazwischen ist Leopold Mozarts viertes Divertimento für Streichtrio zu hören.

Ein wenig die Möglichkeit zum Vergleich bietet in der evangelischen Stadtkirche auch der auf der Barocktrompete spielende Johann Plietzsch, der das Ensemble „l’estro armonico“ leitet und die Sopranistin Anna Herbst begleitet. Johann Sebastian Bachs Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51 wird da - ebenfalls ab 18.30 Uhr - Wolfgang A. Mozarts Motette „Exsultate, jubilate“ KV 165 gegenübergestellt. Dazwischen ist ein Ergebnis von Mozarts Auseinandersetzung mit der Musik Bachs zu hören: Adagio und Fuge in c-Moll KV 546 für Streicher. Außerdem wird Johann Plietzsch als Solist zu Leopold Mozarts D-Dur-Konzert zu hören sein.

Jazz als Kontrast

Wolfgang A. Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ unterzieht die Sängerin Franziska Dannheim ab 18.30 Uhr in der rechten Orangerie einer ganz eigenen Betrachtung, während ab derselben Uhrzeit gegenüber in der linken Orangerie das „Trio NeuKlang“ musikalische Welten zwischen Tango und Mozart ausleuchtet.

In der Schlosskapelle stellt das Klarinettentrio Schmuck wiederum Amadeus Mozarts Musik dem Jazz gegenüber.

Wolfgang A. Mozarts Vorliebe für Prag wird ein wenig im Gärtnerhaus mit dem Klaviertrio Würzburg und dem Klavierduo Walachowski nachgegangen.

Diese Vorliebe gründete auf dem Erfolg seiner Oper „Le nozze di Figaro“, zu der Mozart seiner Ehefrau Constanze in Wien aus der Stadt Prag schrieb: „Denn hier wird von nichts gesprochen als vom – Figaro; nichts gespielt, geblasen, gesungen und gepfiffen als – Figaro; keine Opera besucht als – Figaro und ewig Figaro.“

Das Klavierduo Walachowski und die Pianistin des Klaviertrios Würzburg mussten sich also einer selten zu hörenden Fassung der Ouvertüre für Klavier zu sechs Händen von Carl Czerny annehmen, ergänzt um Smetanas g-Moll-Klaviertrio op. 15 und „Slawischen Tänzen“ von Antonín Dvorák.

Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“ steht dann auch im Mittelpunkt des Konzerts im Schlosspark, das das Musikfest ab 21.15 Uhr beschließen wird.

Der Regisseur Peter Pachl und der Dirigent Manfred Müssauer haben da die gesamte Geschichte des Grafen Almaviva und seines Dieners Figaro aufgearbeitet: Musik von Giovanni Paisiello und Gioachino Rossini zu „Il barbiere di Siviglia“ und von Mozart zu seinem „Le nozze di Figaro“ eingeschlossen und daraus etwas Eigenes gemacht: „Figaro! – und wie ging es weiter?“ Enden wird es auf jeden Fall in einem großen Feuerwerk. hks