Weikersheim

Serenade in Elpersheim Hunderte Zuhörer einmal mehr von bunten Darbietungen an der Ortskirche begeistert

Großer Gesamtchor als Höhepunkt

Die mittlerweile fünfte Serenade des Elpersheimer Gesangvereins hat einen vergnüglichen Eindruck bei den begeisterten Zuhörern hinterlassen.

Elpersheim. „Es war wunderschön“ – so der Tenor der zahlreichen Zuhörer der Elpersheimer Sommerserenade am vergangenen Samstag. Und in der Tat war es beachtlich, was der Gesangverein Elpersheim in seiner fünften Auflage der Musikveranstaltung auf die Beine gestellt hat.

Unter Mitwirkung des Liederkranz aus Markelsheim, des Projektchors Sing Again und des Posaunenchors Elpersheim bot sich den mehreren hundert Gästen ein wahrer Ohrenschmaus mit einem Potpourri durch fast alle Genres der Chormusik.

Wieder einmal spielte das Wetter hervorragend mit und bescherte den Veranstaltern einen lauen Sommerabend.

Was vor fünf Jahren als eine spontane Idee begann, hat sich dank der Zusammenarbeit mit den befreundeten Chören zu einem kulturellen Höhepunkt im Elpersheimer Veranstaltungskalender entwickelt. Das stilvolle Ensemble rund um die Elpersheimer Kirche mit der romantischen Fackelbeleuchtung tat sein übriges.

Schwungvoller Auftakt

Für eine schwungvolle Einstimmung sorgte der Gesangverein mit der deutschen Übersetzung der Erkennungsmelodie „City of stars“ aus dem Musical La La Land. Arrangiert wurde dieses und viele weitere Stücke vom Elpersheimer Dirigent Theodor Spannagel.

Wie herzerfrischend Frauenstimmen wirken, bewies der Projektchor Sing Again unter der Leitung von Gauchormeister Herrmann-Josef Beyer. Im dargebotenen Dreier-Block wechselte der gemischte Chor geschickt vom flotten „Jubialate Deo“ zum sinnlichen „One moment in time“.

Beim abschließenden Gospelsong „African Alleluja“ ließen die Sopranistinnen auch das „Hohe C“ im Schlussakkord nicht vermissen.

Als Gastchor wirkte in diesem Jahr der gern gesehene Liederkranz Markelsheim mit. Die stattliche Singgemeinschaft unter der Leitung von Peter Ruppert begann mit ihre Beiträge mit lustigen Liedweisen und schloss mit ebenso gekonnt mit dem feurigen „Santiano“ in Achteltakt.

Mit Spannung erwarteten die Gäste den Auftritt des Elpersheimer Projektchors, bei dem es den Chormitglieder gelungen ist, zehn Neusänger für das gemeinsame Projekt Sommerserenade zu begeistern. Für den Auftritt hat der Elpersheimer Dirigent mit dem Song „Alles passiert“ von den Toten Hosen und dem Welthit „Over the Rainbow“ zwei Stücke eigens für den Projektchor arrangiert und damit gewissermaßen auf den Leib geschrieben. Der Sangestruppe hat das Einstudieren augenscheinlich Spaß gemacht und sie brachten die beiden pfiffigen Beiträge mit ansteckender Freude zur Aufführung. Für den Gesangverein bleibt zu wünschen, dass die Neuen den angebotenen Ritterschlag zum offiziellen Chormitglied annehmen. Zumindest gab es am späteren Abend bereits einige Zusagen.

Nicht fehlen darf der Elpersheimer Posaunenchor, der mit einem Beatles-Medley den Nerv der Zuhörer bestens getroffen hat und zum spontanen Mitsingen animierte. Dabei meisterten die Bläser unter der Leitung von Peter Otterbach die Übergänge in Tempo und Tonart perfekt.

Das eindrucksvolle Duett für Bariton und Tuba, vorgetragen von Tizian Hammel und Thorben Stirnkorb, machte die gute Nachwuchsarbeit beim Posaunenchor deutlich.

Eingeschoben in den musikalischen Reigen wurde eine Ehrung der besonderen Art. Der aktive Musiker Michael Nüchter würde vom Vorsitzenden des Sängerbundes Hohenlohe Gerhard Hauf für seine 40-Jährige Treue zum Gesang geehrt.

Glanzvoller Akzent

Als gesanglicher Höhepunkt kann der gemeinsame Auftritt des Elpersheimer Gesangvereins mit dem Markelsheimer Liederkranz bezeichnet werden.

Voller Klang aus 35 Männerkehlen hallte durch die mittlerweile dunklen Elpersheimer Gassen. Der Gesamtchor wurde abwechselnd dirigiert von Peter Ruppert und Theodor Spannagel.

Den Schlusspunkt setzte nochmals der Gesangverein mit dem Harry-Belafonte-Hit „Island in the Sun“ und der bewilligten Zugabe „Rivers of Babylon“. Dabei demonstrierte der Chor nochmals sein Harmonieverständnis. Auch der ehemalige Chorleiter Erhard Rommel wird mit Genugtuung festgestellt haben, dass seine ehemaligen Schützlinge von dem über Jahre hinweg erarbeiteten Schliff nichts verlernt haben.

Am Ende war das Konzert zwei Stunden beste Unterhaltung mit musikalischen Leckerbissen ohne Langeweile. Das Schlusswort aller Beteiligten lässt sich am besten mit dem gemeinsamen Credo zusammenfassen: „Ein Leben ohne Musik ist zwar möglich, aber sinnlos“. wfi