Weikersheim

FN-Partnerveranstaltung Beim informativen Rundgang gab’s Einblicke in die Räumlichkeiten der Weikersheimer Tauberphilharmonie / Opernsänger mit „Aktustik-Test“

„Guter Ton“ als Motor der Entwicklung

Archivartikel

Einen ersten – und akustisch hervorragenden – Eindruck von der Weikersheimer Tauberphilharmonie erhielten rund 80 Geschäftspartner der Fränkischen Nachrichten im neuen Konzerthaus.

Weikersheim. Noch ist die Weikersheimer Tauberphilharmonie eine „Baustelle im Endstadium“ – am 13. Juli soll das Konzert- und Veranstaltungshaus mit Stadthallenfunktion eröffnet werden. Einen „Preview“, also einen Vorgeschmack auf das, was die Besucher der modernen Räumlichkeiten in Bälde erwarten wird, bekamen rund 80 Partner der Fränkischen Nachrichten bei einer Führung durch das Gebäude. Johannes Mnich, der junge Intendant des Hauses, führte persönlich und moderierte das Kunden-Event an. Erstmals konnten sich die Teilnehmer auch einen Eindruck von der Klangfülle des großen Konzertsaals verschaffen. Junge Opernsänger der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) , die aktuell für die Freiluftaufführungen im Weikersheimer Schloss proben, brachten Arien als „Aktstik-Test“ des großen Saals zu Gehör – der begeisterte Applaus zeigte, dass der Saal akustisch hält, was er verspricht: „Ohrenschmaus“.

FN-Anzeigenleiter Peter Hellerbrand begrüßte die Gäste im großen Foyer der Tauberphilharmonie. Schon hier die Akustik „ein Wahnsinn“, so Hellerbrand – und das, obwohl das Haus derzeit noch Baustelle ist.

Der Anzeigenleiter betonte die Verbundenheit der Fränkischen Nachrichten mit den Kulturphänomenen der Region: In Weikersheim werde schon seit vielen Jahrzehnten – unter anderem über die Jeunesses Musicales – für den guten Ton gesorgt. Die FN informiere im Vorfeld und berichte nach Veranstaltungen; Zeitung sei deshalb mit ihren publizistischen Angeboten ein bewährtes und engagiertes Medium für Inhalte und Orientierung.

Zusammen mit dem zukünftigen Hausherrn Johannes Mnich ging es dann – ausgerüstet mit blauen Schuhüberziehern – durch die Gänge und Säle. Dort wird aktuell noch gewerkt und „gefinisht“. Fachakustiker führen Tonmessungen und Einstellungen für die Beschallungsanlagen durch, letzte Arbeiten an den Wandpaneelen laufen, Gerüste sind noch für Schlussarbeiten aufgebaut. Trotzdem kann man bereits sehen, wie das Haus sich am Ende den Einwohnern und Besuchern aus der ganzen Region wohl präsentieren wird: „Ein wunderbares Gebäude“ mit architektonischem Bezug zur Altstadt, wie Mnich erklärte. Bis ins Jahr 2011 reichen die Pläne zurück; mit einem Architektenwettbewerb fiel 2012 die Entscheidung für den jetzigen Bau – Bei 14,1 Millionen Euro an Baukosten bleibt der Stadt dank Zuschüssen und Sponsorengeldern ein Eigenanteil von rund 4,1 Millionen.

Verlässliche Partner

Mit der Tauberphilharmonie wolle die Stadt Weikersheim, so Mnich, „ihre Rolle als Kulturstadt wahrnehmen und ausbauen.“ Rund 10 000 Jugendliche kommen jedes Jahr wegen der Musik in die Stadt – an die bedeutende Rolle der Jeunesses Musicales erinnerte Mnich an dieser Stelle ebenfalls. Die Fränkischen Nachrichten begreife er als im Prozess der Kommunikation als verlässlichen Medienpartner: „das ist es, was wir brauchen – Unterstützer für ein kulturelles Zentrum und eine Heimat für die Bürger. Wir sind kein Elfenbeinturm, sondern leisten einen Beitrag zur Entwicklung einer Stadt und der Region.“

Käthe Bildstein stellte in Vertretung von JMD-Generalsekretär Dr. Ulrich Wüster die Zusammenarbeit von Konzerthaus und JMD dar: eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ mit viel „kreativem Freiraum“. Die „Jeunesses“ wird als „Ankermieter“ das Haus und seine vilefältigen Möglichkeiten für Proben und Aufführungen nutzen. Gerade für die Inszenierungen der „Jungen Oper Schloss Weikersheim“ biete die Philharmonie eine ideale Ergänzung: „Bei schlechtem Wetter muss keine Vorstellung ausfallen“, man könne den Besucher dann „halbzenische Aufführungen“ im großen Saal anbieten. Neben Kooperationskonzerten mit der Tauberphilharmonie werde es aber auch künftig Konzerte in den Räumlichkeiten des Schlosses geben. Dennoch, das hielt Bildsein fest, bedeute die Verbindung von Musikakademie und Philharmonie ein „absolutes Alleinstellungsmerkmal“ für die JMD.

Die beiden Sänger Daniela Yurrita Cardono (Guatemala) und Bavo Orroi (Belgien) – sie sind ab 25. Juli in Puccinis „La Bohème“ live zu erleben – sangen anschließend in einer „inoffiziellen Bühnen-Premiere“ Arien aus ihrem Repertoire – und ernteten begeisterten Beifall von den Zuhörern.

Im Nachgang der Führung war bei einem Stehempfang noch viel Zeit für persönliche Gespräche im Foyer der Tauberphilharmonie mit den Vertretern der Fränkischen Nachrichten: Michael Grethe, Geschäftsführer und Leiter des FN-Verlagshauses war hier ebenso Ansprechpartner wie Peter Hellerbrand und Marketingleiter Michael Wünsch. mrz