Weikersheim

Fast 400 000 Euro investiert Die Gotteshäuser in Aufstetten und Strüth erstrahlen außen nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen wieder in neuem Glanz

„Identifikationsorte“ für die Gläubigen

Die Kirchen in Aufstetten und Strüth erstrahlen außen in neuem Glanz. Innerhalb eines guten Jahres wurden insgesamt knapp 400 000 Euro investiert.

Aufstetten/Strüth. „Ja, wir haben beide Renovierungen erfolgreich abgeschlossen“, sagt ein sichtlich zufriedener Pfarrer Gerhard Hanft und zeigt sich zugleich erfreut über die Tatsache, dass die Maßnahmen jeweils ordentlich bezuschusst worden seien. Sowohl Strüth als auch Aufstetten, beides Röttinger Teilorte, gehören zu den kleineren Kommunen innerhalb des Bistums Würzburg. Da könne man umso stolzer sein, dass sich die Diözese in finanzieller Hinsicht nicht habe lumpen lassen.

„Die Kirche ist für beide Gemeinden ein Ort der Identifikation“, so der Geistliche, zu dessen Pfarreiengemeinschaft rund 3000 Katholiken gehören. Deswegen sei es wichtig, beide Gotteshäuser, im Übrigen aus der Barockzeit, außen fitzumachen für Zukunft, nachdem der Zahn der Zeit doch schon sehr an Gebäuden, Turm und Dächern genagt hat.

„Wir sind auf jeden Fall sehr froh, dass die Sanierung abgeschlossen ist“, betonen unisono die beiden Aufstettener Mesner Hans Neeser und Anton Watzlak bi einem Vororttermin. Neeser hebt in diesem Zusammenhang explizit den ehrenamtlichen Einsatz vieler Mitglieder der Kirchengemeinde mit etwa 120 Katholiken hervor, die etwa beim Gerüstaufbau, beim Abstrahlen des Turms sowie beim Widerherrichten der Außenanlage tatkräftig mit angepackt hätten.

An der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, 1741 erbaut, sei der Außenbereich komplett neu angestrichen worden. Zudem, so die beiden Mesner weiter, sei man auch nicht umhingekommen, im Dachbereich sowie am Turm, der erst nach Ende des Ersten Weltkrieges errichtet worden sei, umfangreiche Renovierungsmaßnahmen durchzuführen, was innerhalb eines Jahres von Mai 2017 bis jetzt erfolgt sei.

Insgesamt, so Pfarrer Hanft, habe die Bausumme bei etwas 185 000 Euro gelegen, wobei der Zuschuss der Diözese Würzburg bei 155 00 Euro liege.

Hinzu kämen eine Förderung der Unterfränkischen Kulturstiftung über 3500 Euro, und auch die Stadt Röttingen übernimmt zehn Prozent der Kosten für die Maßnahme. Leicht teuerer sei die dringend erforderliche Maßnahme an der Kirche in Strüth gewesen, wo knapp über 80 Katholiken leben. Sie habe 190 000 Euro verschlungen, wovon das Bistum 80 000 Euro übernommen habe. Der Rest sei durch Rücklagen und einen zehnprozentigen Zuschuss der Stadt Röttingen beigesteuert worden.

Auch in dem Ortsteil auf der Höhe erstrahlt die Kirche nun wieder in neuem Glanz. „Es ist dringend nötig gewesen“, meint Pfarrer Gerhard Hand, „vor allem im Bereich des Daches.“ „Was haben wir in den Jahren zuvor verhandelt und beraten, wie wir beide Maßnahmen stemmen können“, blickt der Chef der Pfarreiengemeinschaft zurück.

Schließlich habe dringender Handlungsbedarf bestanden. Jetzt sei die Freude unter den Pfarrgemeindemitglieder natürlich groß und beide Gotteshäuser könnten ab sofort wieder uneingeschränkt für Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, Messfeiern und Wortgottesdienste benutzt werden.

Nach der Renovierung ist vor der Renovierung. Denn im kommenden Jahr soll mit der Außensanierung der Pfarrkirche in Tauberrettersheim begonnen werden, und auch der Turm des Gotteshauses in Riedenheim soll 2019 generalüberholt werden.