Weikersheim

SPD-Ortsverein Weikersheim Bürgergespräch in Elpersheim / Lob für Jubiläums-Engagement / Kritik an „langweiligen Sitzungen“

Kontroverse über Verlegung des Tauber-Radwegs

Elpersheim.Eine Vielzahl von Themen stand im Mittelpunkt der Kandidatenvorstellung für die Gemeinderatswahl, welche der SPD-Ortsverein durchführte. Die Veranstaltung eröffnete und moderierte die stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Melanie Metzger-Hebel. Die anwesenden Stadträte der SPD/UB lobten das starke ehrenamtliche Engagement der Elpersheimer Bürger und besonders des Bürgerforums Elpersheim, das den Ort attraktiv gestalte und sich um die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr kümmere.

Zu Beginn des Gesprächs zwischen Kandidaten und Bürgern stellte ein Teilnehmer fest: „Die Kreisstraße, welche von Elpersheim hinauf ins Industriegebiet hinaufführt, ist in einem erbärmlichen Zustand und muss dringend saniert werden“. Und ein anderer Bürger monierte, dass diese Straße genauso wie die Deutschordenstraße in Elpersheim nicht dem Schwerlastverkehr gewachsen sei. Dabei werde auch die Sperrung der Tauberbrücke für Fahrzeuge über 24 Tonnen missachtet.

Auch die Sanierung der Taubertalhalle, die schon vor vielen Jahren zugesagt wurde, war ein Thema. Dazu erklärtete Stadtrat Oliver Gutöhrlein: „Die Finanzierung ist im Haushaltsplan 2019 eingestellt und die Fertigstellung für das Jahr 2020 vorgesehen“. Und die anderen Stadträte der Fraktionsgemeinschaft ergänzten, dass ihnen die Sanierung am Herzen liege, zumal es um die Werterhaltung einer städtischen Immobilie geht.

Kontrovers waren die Meinungen der Bürger über die geplante Verlegung des Fahrradweges „Liebliches Taubertal“. Während sich manche für die Verlegung aussprachen, plädierte ein anderer dafür, den Weg wie bisher durch den Ort zu führen, auch wenn es derzeit keine Gastronomie gibt.

Die Kandidaten der Liste der SPD/UB gingen ausführlich auf die Sicherung der ärztlichen Grundversorgung in Weikersheim ein, sowie das Thema Senioren und mögliche ehrenamtliche Besuchsdienste.

Die Stadträte Günter Köhnlechner und Martina Seyfer sprachen sich in ihren Diskussionsbeiträgen dafür aus, dass im nächsten Stadtrat die Erfüllung der Pflichtaufgaben sowie die Erhaltung und Pflege der bestehenden Bausubstanz höchste Priorität haben muss. In diesem Zusammenhang befürchtete eine Kandidatin, die Einführung der Doppelten Buchführung (Doppik) im nächsten Jahr könnte dazu führen, dass der Instandshaltungsstau der Vergangenheit in der Stadt nicht mehr – wie im kameralen Haushalt –zu einer Entlastung des aktuellen Haushaltes, sondern zu einer Wertminderung führt. Wie schon bei den vorausgehenden Terminen war auch in Elpersheim der Vorwurf zu hören, dass die Sitzungen des Weikersheimer Stadtrates monoton und langweilig seien und keine Diskussionen unter den Stadträten stattfänden. Das Gremium müsse wieder mehr gelebte Demokratie praktizieren. Die anwesenden Stadträte konnten diesen Vorwurf nachvollziehen. Sie gaben zu verstehen, dass es an der Stadtratsmehrheit und am Vorsitzenden liege, wenn z.B. Haushaltsvorberatungen nicht öffentlich vorberaten und in öffentlicher Sitzung von den Fraktionsvorsitzenden nur noch grundsätzliche Positionen vertreten würden. spd