Weikersheim

Informativer Tag in Weikersheim MdB Nina Warken informierte sich in verschiedenen Einrichtungen in der Tauberstadt / Hallenbad besichtigt

„Ländlicher Raum darf nicht abgehängt werden“

Archivartikel

Weikersheim.Wo sind die Problemfelder vor Ort im Wahlkreis bei den verschiedenen Einrichtungen? Dieser Frage ging die CDU-Bundestagsabgeordnete Nina Warken bei einem Besuch in Weikersheim nach, bei dem sie von Stadträten sowie Mitgliedern der CDU und der Jungen Union begleitet wurde. Besonders die Themen Pflege, Versorgung auf dem Land, Innere Sicherheit, erneuerbare Energien, Infrastruktur und Situation der Kinderbetreuung standen hierbei im Mittelpunkt.

Schwierige Situation

Das Gespräch mit der Leiterin der Sozialstation östlicher Main-Tauber Kreis, Monika Wiehl, machte deutlich, wie schwierig es vor allem in den ländlichen Gebieten sei, Personalstrukturen aufrechtzuerhalten und den immer steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Besonders wenn es um die Pflege der eigenen Verwandten gehe, wolle man beispielsweise seine Eltern in besonders guten Händen wissen.

Warken sicherte den Verantwortlichen der Sozialstation ihre Unterstützung zu, sich in Berlin hierfür einzusetzen. Mit den Pflegestärkungsgesetzen I-III sowie mit dem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe sei bereits in der vergangenen Wahlperiode der Grundstein für eine zukunftsfeste Pflege gelegt worden. In der laufenden Wahlperiode habe die große Koalition weitere Gesetzgebungsmaßnahmen für eine zukunftsfähige und qualitativ hochwertige Pflegeausbildung in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege auf den Weg gebracht. Klar müsse sein, dass niemand zurückgelassen werden dürfe.

Bei dem nächsten Thema, der Inneren Sicherheit, findet man sich in Weikersheim gut aufgestellt, aber es gebe immer noch Luft nach oben, so auch bei dem Weikersheimer Polizeiposten. Die Aufgaben würden immer diffiziler und die Ausrüstung müsse dementsprechend angepasst werden. „Hier hat das Land Baden-Württemberg unter Innenminister Thomas Strobl gute Entwicklungen angestoßen und auch bereits vorangebracht, um unsere Polizisten gut auszustatten. Außerdem müssen wir wieder eine Respekthaltung in Deutschland herstellen, denn es kann nicht sein, dass sich unsere Polizisten Anschuldigungen oder Beleidigungen ausgesetzt sehen, wenn sie für unseren Staat ihren Dienst leisten. Für diese Fälle haben wir im vergangenen Jahr mit dem „Gesetz zur Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften“ einen neuen Straftatbestand geschaffen, mit dem die Strafverfolgungsbehörden nun auch das richtige Instrumentarium zur Hand haben“, so Warken.

Auch ein spannendes Gebiet ist die wirtschaftliche Entwicklung von Weikersheim, im Zuge dessen stand ein Besuch bei der Firma Data Modul an, die in hochkomplexer Art und Weise Bildschirme für die verschiedensten Applikationen und Anwendungen herstellt. „Ein Gewinn für Weikersheim, solche Weltmarktführer bei sich daheim zu haben“, resümierten die Weikersheimer CDU-Stadträte.

Weiteres Highlight

Ein weiteres Highlight war die Besichtigung eines Freiflächen-Photovoltaikparks in Laudenbach. Die Geschäftsführer der Betreiberfirma KS Solar, Alexander Schumann und Edgar Kern, stellten während der Besichtigung sowohl die technischen Abläufen als auch die Vorteile der regenerativen Energien vor. Kritikpunkte seien lange Genehmigungsprozesse und hohe bürokratische Hürden, die unnötig die angestrebte Energiewende erschwerten.

Beim anschließenden „Expertentreff“ wurde klar, dass dies nicht nur auf die Solarbranche zutrifft, sondern auch für alle anderen Bereiche der regenerativen Energien gilt. Auch hier zeigte sich Nina Warken offen und interessiert für die Belange der Unternehmer. „Bürokratieabbau, beschleunigte Verfahren und Planungssicherheit sind nicht nur im Bereich der regenerativen Energien wichtige Themen und zum Teil bereits beschlossene Sache. Es geht jetzt aber für mich als Abgeordnete darum, die offenen Herausforderungen anzupacken, weiter zu verfolgen und weiter Druck zu machen. Ob schon beim nächsten Treffen eine Verbesserung zu spüren ist, kann ich nicht garantieren. Allerdings sage ich zu, mein Bestes dafür zu tun“, so Warken weiter.

Im Kindergarten „Schatzinsel“ informierte sich die Abgeordnete von dem dortigen Betreuungskonzept. Begeistert war auch Bürgermeister Klaus Kornberger, der voller Freude den neuen Anbau vorstellte, der bald eröffnet werde.

Als vorletzte Station wurde das Weikersheimer Hallenbad besichtigt. Warken verschaffe sich ein Bild darüber, wie dringend sanierungsbedürftig das Bad sei und sagte zu, sich in Berlin über Fördermöglichkeiten zu erkundigen.

Daraufhin schloss sich als „Abschlussgespräch“ aller Beteiligten noch ein Termin in der Stadtbücherei Weikersheim an, bei dem alle Teilnehmer ein positives Resümee zogen. Der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Peter Rösch, sowie der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Martin Heuwinkel bedankten sich bei der Bundestagsabgeordneten für den Besuch: „Nur durch solche Vor-Ort-Termine können wir unseren gewählten Abgeordneten im Bund und im Land aufzeigen, wo genau der Schuh drückt und wo wir Hilfe benötigen.“

Unterstützung zugesichert

Warken sicherte ihre volle Unterstützung zu. „Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden. Hier in der Region, wo Weltmarktführer ihren Sitz haben und Arbeitsplätze bereitstellen, wo Pflege auf höchstem Niveau betrieben wird und wo das Ehrenamt viele Dinge ermöglicht und am Laufen hält, die es sonst schon lange nicht mehr vor Ort geben würde, bedarf es der besonderen Unterstützung der Politik auf Bundes- und Landesebene“, so Warken abschließend. pm