Weikersheim

VdK-Kreisverband Mergentheim Delegierte und Vorsitzende tagten in Laudenbach / Führungsgremium formiert sich neu

Mitgliederzahl steigt immer weiter an

Auf eine sehr gute Entwicklung des Sozialverbands VdK konnten die knapp 40 Ortsvorstände und Delegierten bei der Konferenz des Kreisverbands Mergentheim in Laudenbach blicken.

Laudenbach. Wie der Mitgliederbewegungsstatistik per 31. Dezember zu entnehmen ist, wuchs die Mitgliederzahl in den 13 Ortsverbänden 2018 von 3 056 auf 3 136, und wie Vorsitzender Werner Seeger erfreut feststellte, sank das Durchschnittsalter gleichzeitig von 65 auf 63 Jahre. Hier zeige sich die gute Arbeit in den Ortsverbänden, meinte Seeger stolz.

Auch die gut besuchten Sprechstunden in der Geschäftsstelle trügen mit dazu bei. In seinem Bericht verwies der Weikersheimer vor allem auf die anstehenden Gesundheitstage am 11. und 12. Mai in Grünsfeld mit dem medizinischen Schwerpunktthema „Organspende“ und zahlreichen Fachvorträgen.

Schriftführerin Monika Stütz ging neben den Aktivitäten der letzten zwölf Monate vor allem nochmals lobend auf die Übergabe mit Würdigung des ehemaligen Vorsitzenden Rudi Eckl in Wachbach letztes Jahr ein.

Doris Ulrich, Kreisfrauenvertreterin, stellte fest, dass die vielen ehrenamtlichen Mitglieder beste Wegweiser in der Bevölkerung sind. Auf eine positive Kassenentwicklung konnte Schatzmeisterin Monika Peppel in ihrem Geschäftsbericht zurückblicken. Von den Kassenprüfern gab es keine Beanstandungen.

Da die Entlastung eigentlich zwei Vorstandschaften beinhaltete, lobte August Wifling ebenfalls die reibungs- und nahtlose Übergabe per 1. Juli. Dies sei keine Selbstverständlichkeit fügte er an.

Dieser Führungswechsel zwischen den offiziellen Amtszeiten machte teilweise Neuwahlen erforderlich. Unter der Wahlleitung von Rudi Eckl wurden einstimmig gewählt: Der Weikersheimer Werner Seeger zum Vorsitzenden, Monika Stütz (Bad Mergentheim) zur Schriftführerin, Markus Schmitt (Bad Mergentheim) zur Vertrauensperson Behinderte und Werner Seeger zur Vertrauensperson Rentner.

Der Bad Mergentheimer Hans Dieter Bauer ging auf die VdK-Wohnberatung ein, die sowohl Vorschläge für barrierefreies Wohnen und auch mögliche Zuschüsse beinhalten. Gerne gebe er auch Tipps vor Ort und sage, was machbar sei und was nicht.

Für Bad Mergentheims Oberbürgermeister Udo Glatthaar galt es, allen Dank zu sagen, die mit all den kleinen und großen Sorgen der Leute vertraut sind und sich dieser vertrauensvoll annehmen. Der VdK sei ein sehr interessanter Verband, unverzichtbar und er werde weiter wachsen, da sei er sich sicher.

Laudenbachs Ortsvorsteher Martin Rüttler lobte den VdK ebenfalls, gebe es doch viele, die nicht auf der Sonnenseite lebten, aber der VdK sich ihrer Sorgen annehme.

Eine richtige „Herzensangelegenheit“ war der Vortrag von Prof. Dr. Werner Romen zum Thema „Was ist ein medizinischer Notfall? Was ist zu tun?“. Die wichtigste Frage für ihn stellt sich darin: „Akute Erkrankung, lebensbedrohlich oder nicht?“ Eine lebensbedrohliche wie Schlaganfall erfordere den Notruf 112, eine nicht lebensbedrohliche die Telefonnummer 116 117. Dabei hob er die Wichtigkeit heraus, pfleglich mit den Nummern umzugehen, sind die Ressourcen vor allem im Notdienst klein. Bei der Nummer 112 müssen die Helfer innerhalb von 15 Minuten in dem riesigen Main-Tauber-Kreis vor Ort sein. Bei 116 117 erreicht man den Bereitschaftsarzt am Caritas und wird oftmals schneller behandelt, als über die vermeintlich schnellere 112. Trotz der Ernsthaftigkeit des Vortrags gelang es dem „Rot-Kreuzler“, dies sehr humorvoll vorzutragen.