Weikersheim

Musik am Karfreitag In der Georgs-Kirche Weikersheim

Mozarts Requiem für vier Streicher

WeikeRsheim.Mozarts große Totenmesse, das „Requiem“, ist in Weikersheim am Karfreitag in der Fassung für Streichquartett zu hören.

Legenden umrahmen die Entstehung des Werks. Da kommt ein anonymer Auftraggeber und bittet den schwer kranken und bettelarmen Komponisten Mozart um die Komposition einer Totenmesse. Mozart macht sich an die Arbeit – aber seine Kräfte reichen nicht. Nur den ersten Satz „Requiem aeternam“ kann er vollenden, für den Rest macht er Skizzen, manche Teile fehlen ganz.

Mozart stirbt, seine Gattin Constanze bleibt mittellos zurück. Sie drängt gute Schüler des Meisters, das angefangene Werk fertig zu machen, um es dem Auftraggeber abliefern zu können und den noch ausstehenden Teil des Honorars nicht zu verlieren. So geschieht es – und so ist ein einzigartiges Werk überkommen, das vom Tode handelt und vielfach vom Tode gezeichnet ist. Und das uns ganz besonders bewegt, weil es das letzte Werk Mozarts ist, in dem er sich musikalisch auch mit seinem eigenen Tod auseinandersetzt.

Verzicht auf Text

Die Fassung für Streichquartett stammt von Peter Lichenthal, einem Zeitgenossen Mozarts. Sie verzichtet völlig auf den vertonten Text und stellt ganz den musikalischen Ausdruck in den Mittelpunkt. Damit löst sie sich vom strengen Konzept einer Totenmesse, sie erschließt dafür eine Welt von sehr lebendigen Gefühlen wie Angst, Zorn und Wut, Strenge, Leidenschaft, Resignation, Wehmut, Grauen, Frieden, Erlösung, Liebe und Vergebung. pm