Weikersheim

Konzerte „Sing again“ und der Elpersheimer Posaunenchor treten gemeinsam in Pfitzingen und Elpersheim auf

Musikalische Reise durch die Jahrhunderte von Barock bis Pop

Archivartikel

Pfitzingen/Elpersheim.Einen wunderbaren Lobpreis Gottes präsentierten der Elpersheimer Chor „Sing again“ unter der Leitung von Karin Kraft und der Posaunenchor Elpersheim, der unter der Leitung von Rolf Müller und mit auffallend vielen jungen Trompetern aufwartete. Die Bläser stimmten auf den Sonntag Kantate ein, bevor Heidrun Beck die Gäste in der gut besuchten Trinitatiskirche in Pfitzingen willkommen hieß. Bereits am Abend vorher erfreuten Chor, Bläser sowie Linda Ruess (Querflöte), Hermann-Josef Beyer (Piano), Simon Hopf (Schlagzeug), Ingo Schmid (Gitarre) und Matthias Striffler (Bass) in der Kirche St. Georg in Elpersheim ein ebenso konzertbegeistertes Publikum.

Besonderheiten, wie das neueste Lied, das die evangelische Kirche zu bieten hat, nämlich „Quelle des Lebens“, vorgetragen vom Posaunenchor oder „African Alleluja“ vom Chor gesungen, das mit einfachem, eingängigem Text, dafür aber umso mehr mit Rhythmik und Dynamik und schwungvollem Wechsel der Stimmen des Chores beeindruckte. Ebenso wundervoll erklang das Chorstück „The Ground“, eine ruhig fließende Musik mit besonderen Harmonien. Gut, dass nach dem Stück die in den Zuhörern entstehende Stille nicht durch Applaus unterbrochen werden durfte. Den brandenden Beifall bekam der Chor dann nachträglich nach den weiteren Stücken, denn er war redlich verdient für diese gefühlvolle Interpretation.

Stammgäste der Konzerte wissen, dass „Sing again“ keine Reise durch die Jahrhunderte scheut und so ist nicht verwunderlich, dass mit „Lobet den Herrn alle Heiden“ auch wieder eine Motette aus der Barockzeit auf dem Programm stand. Die solide und exakte Probenarbeit zeigt sich bei den neu einstudierten Liedern ebenso wie beim Griff in die „Schatzkiste“ des Chores, wenn altbekannte und immer wieder gern gehörte Chorsätze wie „Herr, ich komme zu dir“ oder „Leben aus der Quelle“ vorgetragen werden: Die vier Stimmen klingen „wie aus einem Guss“, die Lautstärken von piano bis forte, das Tempo von langsam bis allegro und auch der jeweilige Ausdruck der Stücke, ob andächtig und getragen oder temperamentvoll und fröhlich, alle Sängerinnen und Sänger sind sich mehr als einig.

Der Posaunenchor gibt den Konzerten stets einen noch feierlicheren Rahmen, denn viele Werke wirkten diesmal getragen und wiegend („Aus den Dörfern und aus Städten“, „Du hast Erbarmen“).

So trugen die Bläser zu einem Gefühl bei, das mit dem Text aus „Sing jubilate Deo“ des Chores am besten ausgedrückt werden kann: „Wie kann mein Herz still sein, wenn meine Seele voller Musik ist?“

Daneben zeigen die Musiker, dass sie auch weltlich-unbekümmert sein können („Mr. Sandman“) und beweisen Ausdauer, indem sie nach der Zugabe „Let it be“ auch noch einen Geburtstagsmarsch anhängen. eb