Weikersheim

Laudenbach feiert 42. Auflage des Faschingsumzugs

Närrischer Ausnahmezustand

Obwohl die Sonne keine schmunzelnden Blicke auf den närrischen Ausnahmezustand werfen konnte, platzte die Narren-Enklave am Vorbach auch dieses Jahr wieder aus allen Nähten.

Laudenbach. Auch in diesem Jahr kann wieder ein rekordverdächtiger Besucheransturms vermeldet werden. Bereits beim „Warm-up“ am späten Vormittag stimmten sich viele einheimische Narren und Gäste aus nah und fern bei Glühwein, Punsch und fetziger Musik rund um den Brunnendes aufgedrehten Dorfes auf das Highlight der Faschingszeit ein. Überschäumende Freude und ausgelassene Stimmung waren damit bereits vor Umzugsbeginn garantiert.

Vier Kapellen, ein Fanfarenkorps und die Boxberger Guggenmusik begleiteten die in die 42. Auflage des Faschingsumzugs eingebundenen über 30 närrischen Gruppen. Zu Fuß oder auf aufwendig und phantasievoll gestalteten Motivwagen schlängelten sich die bunten Bilder des schier endlosen Gaudiwurms auf bewährten Wegen durch den Weinort. Neben dem Hofstaat mit den Prinzenpaaren, dem Elferrat sowie den Kinder- und Jugendgarden waren auch in diesem Jahr viele Vereine in das Umzugstreiben eingebunden.

Auch die Jugend zeigte von der Gruppe des katholischen Kindergartens über die Marsmännchen bis hin zu den Jugendclubs aus Laudenbach und benachbarten Gemeinden, was bereits an närrischem Blut in ihren Adern fließt.

Mitten drin statt nur dabei waren neben vielen anderen Jecken der weibliche Hexenstammtisch des TSV, das umtriebige Fastnachtsurgestein Paul Mayser mit seinem mobilen Umzugsklo, die Queen auf Stippvisite, Paradiesvögel und losgelassene Affen, Marsmännchen und Relikte der Eiszeit. Gemeinsam nahmen sie allerlei in der lokalen und der großen weiten Welt Geschehenes mit Humor, aber auch hintergründigem Ernst aufs Korn. Komplettiert wurde das närrische Treiben durch aufgedrehte Jecken, die sich aus purem Spaß an der Freud in den Umzug einbrachten oder originell kostümiert am Straßenrand für ausgelassenen Spaß sorgten.