Weikersheim

Club w 71 Im Rahmen der Mitgliederversammlung auf das vergangene Jahr zurückgeblickt

Neues Team für neue Ziele

Weikersheim.In der Mitgliederversammlung des Club w 71 ging es nicht nur um die zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahrs, auch sonst gab es für den amtierenden Vorstand einiges zu berichten. Besonders erfreulich für den Verein war, dass er erneut mit dem bundesweiten Preis „Applaus“ ausgezeichnet wurde.

Mit dem „Applaus“ werden herausragende Konzertprogramme und Programmreihen gewürdigt. Der Club w 71 wurde nun zum dritten Mal in Folge bedacht. Einziger Wehrmutstropfen: Zumindest im nächsten Jahr muss der Club w 71 pausieren, der Verein darf sich nicht für den Preis bewerben.

Da durch das Preisgeld finanziell mehr Luft für die Programmarbeit gegeben war, erfüllte der Verein sich einen langgehegten Wunsch: eine neue Leinwand sowie Beamer und Abspielgerät für Filme und Vorträge. In dem Zusammenhang wurde auch die Aufhängung des Bühnenvorhangs verbessert. Des Weiteren wurde ein gebrauchtes Klavier angeschafft, um künftig auch Besetzungen mit diesem Instrument im Club realisieren zu können. Nach Einbrüchen im vorigen Winter musste zudem die Notausgangtüre erneuert und mehrfach gesichert werden.

Das Programm des Club wird seit inzwischen mit einem Monat Vorlauf erstellt, so dass die gedruckte Fassung entsprechend früher zur Verfügung steht. Inzwischen wurde auch das Erscheinungsbild der Homepage erneuert.

Es folgten die Berichte aus den Programmbereichen: Für das Kinomobil meldete Ursula Gerstner stabile Besucherzahlen. Dank der neuen hauseigenen Vorführtechnik wurde auch eine Reihe mit Dokumentarfilmen gestartet. Die ersten Vorführungen verliefen ermutigend. Auf dem Programm dieser Reihe stehen ausgesuchte Filme, die sowohl gesellschaftspolitisch wichtige Themen behandeln als auch in der filmischen Umsetzung gelungen sind. Die Verantwortlichen erhoffen sich, damit häufiger auf bestimmte Themen eingehen zu können.

Hochwertiges Konzertprogramm

Die Konzerte bilden nach wie vor den Schwerpunkt der Kulturarbeit des Vereins: 21 Konzerte wurden im letzten Jahr veranstaltet. Neun Konzerte kamen aus dem Bereich des aktuellen freien Jazz und der improvisierten Musik, eines dieser Konzerte wurde vom SWR für die Reihe JazzNOW aufgenommen und gesendet.

Drei Konzerte waren aktuellen Entwicklungen der elektroakustischen Musik gewidmet. Acht sehr unterschiedliche Rockkonzerte wurden veranstaltet von Alternative Rock über Postpunk zu Doom Metal und schließlich gab es ein Blueskonzert mit dem legendären Al Cook. Wie immer waren die Konzerte international geprägt. Musiker und Bands kamen mehrfach aus den USA, aus Frankreich, Österreich, England, Holland, Dänemark, Ukraine, Italien, Finnland – und natürlich aus Deutschland. Auch zwei regionale Bands waren im Programm.

Lesungen gab es mit Ludwig Lugmeier und Karl Bruckmaier. Viel Publikum gab es beim Vortrag über die aktuelle Ausrichtung des Studienzentrums Weikersheim. Gut angenommen wird die Kärwe-Ausstellung, die wieder vergleichenden Aufnahmen bot und viel diskutiert wurde: Alten Fotos wurden aus gleicher Perspektive neue Aufnahmen gegenübergestellt. Wenig bekannt dürfte sein, dass Clubmitglieder ein Biotop am Winterberg pflegen, wobei es dem Team zum einen um den Erhalt der Landschaft geht, zum anderen um den Artenschutz.

Nach den Berichten zum Programm stellte Kerstin Stiller den Finanzbericht vor und bestätigte, dass der Verein maßvoll wirtschaftet. Es gibt aktuell keine Probleme, allerdings können auch keine Rücklagen gebildet werden. Wichtigstes Pfund ist nach wie vor die rein ehrenamtliche Bewältigung aller Aufgaben des Vereins, zu denen im Übrigen auch anspruchsvolle administrative Aufgaben gehören.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Den Vorsitz übernehmen Norbert Bach, Robert Schuler und Felix Weber gemeinsam. In den Beisitz gewählt wurden: Anne-Kathrin Bock, Ursula Gerstner, Eugen Pichler, Marcel Raupp, Marcel Steudle und Marie-Fee Stiller. Die Kassenaufgaben teilen sich: Regina Reichel, Elsbeth Schmidt und Kerstin Stiller, Annmarie Burger bleibt Kassenprüferin. club