Weikersheim

An Karfreitag

Pergolesis „Stabat Mater“

Archivartikel

Weikersheim.Zur traditionellen Todesstunde Jesu am Karfreitag, 30. März, erklingt um 15 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche St. Georg in Weikersheim die berühmte Stabat-Mater-Vertonung von Pergolesi (1710 – 1736) in einer von Michael Geisler erstellten Fassung für vierstimmigen Chor, Oberstimmenchor, Soli, Streichorchester und Orgel.

Unter der Leitung von Bezirkskantorin Anne-Maria Lehmann musizieren Edith Wolff (Sopran), Anna Leuser-Valls (Alt), Andreas Berge (Violine I), Andreas Kanev (Violine II), Melanie Tolk (Viola), Simon Schindler (Violoncello), Felix Tannenberg (Kontrabaß) und Ernst-Joachim Brede (Orgel) sowie der Jugendchor und die Kantorei.

Das „Stabat Mater“ ist das letzte vollendete Werk des schon mit 26 Jahren verstorbenen genialen Komponisten.

Es zählt zu den herausragendsten und ergreifendsten Werken der Musikgeschichte. Schon kurz nach seiner Entstehung erlangte es große Berühmtheit und wurde von zahlreichen Komponisten bearbeitet oder diente als Anregung.

Pergolesis Zeitgenossen haben immer hervorgehoben, wie bewegend er den Ausdruck der Worte durch die Klarheit, die Schönheit und die Reinheit seiner melodischen Linien nachzeichnen konnte. Damit weist Pergolesi schon ein halbes Jahrhundert vor Mozart auf die Melodieführung in dessen Werken voraus.

Auch Johann Sebastian Bach hat das Werk sehr geschätzt und eine eigene Fassung erstellt. Das mittelalterliche lateinische Reimgebet „Stabat mater dolorosa . . .“- „Es stand die Mutter schmerzerfüllt...“ bildet die Textgrundlage der Vertonung.

Am Ende steht die hoffnungsvolle Bitte um Erlösung durch Christi Leiden, Sterben und Auferstehung.