Weikersheim

SPD-Gemeinderatskandidaten Bürgergespräch in Laudenbach / Örtliche Themen und Ideen zur Jugendarbeit in Kernstadt und Ortsteilen

Sanierungsprogramm für die Altstadt gefordert

Archivartikel

Weikersheim.Die Vorstellungsrunde der Gemeinderatskandidaten der Liste SPD/UB in Laudenbach eröffnete die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hildegard Buchwitz-Schmidt mit einem Lob: „Ich bin stolz darauf, dass wir hoch motivierte Bewerber haben.“ Dies habe sich z. B. an der intensiven Erörterung des Wahlprogramms für die Kernstadt und ihre Ortsteile gezeigt.

Danach hatten die Kandidaten die Gelegenheit, sich vorzustellen und die Themen darzulegen, für die sie sich im Weikersheimer Stadtparlament einsetzen wollen. So sprach sich einer der Laudenbacher Kandidaten dafür aus, dass im Ort der Jugendclub reaktiviert, das in die Jahre gekommene Feuerwehrgerätehaus erneuert und eine Kneipp-Anlage – verbunden mit einem Bürgertreff – gebaut werden solle. Das Thema Jugendarbeit unter fachlicher Betreuung sowohl für die Kernstadt als auch die Ortsteile war der durchgängige Tenor in den Redebeiträgen der Bewerber. Diese könnte nach ihrer Auffassung im Zusammenhang mit dem neuen Familienzentrum umgesetzt werden. Eine Kandidatin brachte in diesem Zusammenhang die vorbildliche Jugendarbeit in Igersheim ins Gespräch.

Mehr Zeit fürs Zuhören

Einer Bewerberin liegt vor allem die ältere Generation am Herzen: „Vor allem alleinstehende Senioren und Seniorinnen benötigen mehr Unterstützung und Zuwendung.“ Wichtig wäre eine gute Seele der Sozialstation, die nicht nur medizinisches und pflegerisches Geschick mitbringt, sondern auch Zeit zum Zuhören hat. Ein Bürgerbus könne dafür sorgen, dass die Älteren von den Teilorten zu den Ärzten und zum Einkaufen fahren könnten. Wichtig sei natürlich auch die Sicherung der ärztlichen Versorgung in der Kernstadt. Mehrere Kandidaten forderten eine verstärkte Unterstützung der Vereine durch die Stadt. Eine Bewerberin meinte: „In einer Zeit, in der es für die Vereine schwierig ist, überhaupt noch Führungskräfte zu finden, ist eine fachliche und juristische Beratung durch die Stadt unumgänglich.“

Ein wichtiges Thema bei den Vorstellungen der Bewerber war auch die Erhaltung der Bausubstanz bei den städtischen Immobilien. Ein ganzer Katalog von heruntergekommenen Gebäuden wurde dabei aufgelistet, u.a. das Hallenbad, die Grundschule Weikersheim mit ihrer bröckelnden Fassade, das sogenannte Jugendhaus und die Taubertalhalle in Elpersheim. Stadträtin Martina Seyfer stellt dazu fest: „Das von der Fraktionsgemeinschaft beantragte Gebäudemanagement ist bei Stadtverwaltung und Stadtratsmehrheit auf keinen fruchtbaren Boden gefallen.“ Mit einem solchen Management könnte kontinuierlich der Zustand der öffentlichen Immobilien verbessert werden. Und es trage dazu bei, nachhaltige Werte zu schaffen.

Wiederholt wurde bei der Kandidatenvorstellung der Wunsch geäußert, dass die Altstadt mit Geschäften und Gaststätten wiederbelebt und die vielen Leerstände beseitigt werden. Damit könne die Attraktivität der Stadt für ihre Bürger gesteigert werden. Auch die Stolperfallen in den Gassen der Altstadt müssen dringend beseitigt und dafür ein Sanierungsprogramm aufgelegt werden. In diesem Zusammenhang fragte ein Bürger bei den Stadträten der SPD/UB nach, wann die für das Jahr 2019 vorgesehene Sanierung der Schillerstraße endlich in Angriff genommen werden würde. Stadtrat Günter Köhnlechner gab zu verstehen, dass diese Maßnahme – wenn auch im Investitionsplan 2018 vorgesehen – in diesem Jahr nicht umgesetzt wurde, weil die notwendigen finanziellen Mittel fehlten. Der Bürger bedauerte, dass diese Maßnahme „klammheimlich“ aus dem Haushaltsplan gestrichen worden sei und die betroffenen Bürger wegen der fehlenden öffentlichen Diskussion über den Haushaltsplan davon keine Kenntnis bekommen haben. Zum Schluss der Vorstellungsrunde wies ein Bürger aus Queckbronn die Räte darauf hin, dass die Schallmessung für Windräder in seinem Wohnort nicht sachgemäß gewesen sei. Sie sei bei Ostwind durchgeführt worden. Und bei einem Blick ins Internet könne man feststellen, dass die Windkraftanlagen bei der Mitwindrichtung im Winkel von 19 Grad bzw. 58 Grad zu dem Wohnhaus stünden, von wo aus die Messung durchgeführt wurde. spd