Weikersheim

Gemeinderat Weikersheim Geplantes Wohngebiet am Planetenweg sorgt für Diskussionen / Mit Drehkreuz gesicherter Bahnübergang in Haagen wird geschlossen

Stadt erhält 637 000 Euro von Ausgleichstock

Archivartikel

Bei der Sitzung des Weikersheimer Gemeinderates ging es unter anderem um das geplante Neubaugebiet am Planetenweg und die Küchenanlage der Tauber-Philharmonie.

Weikersheim. Gleich zu Beginn der Gemeinderatssitzung im Weikersheimer Rathaus verkündete Bürgermeister Klaus Kornberger eine für die Stadt positive Neuigkeit. So erhält Weikersheim 637 000 Euro aus dem Ausgleichstock des Landes Baden-Württemberg. Das Geld kommt der Tauberphilharmonie, dem Zugangsweg zur Bergkirche sowie der Grund- und der Gemeinschaftsschule zugute. Für den Neubau der Kindertagesstätte liegen die Unterlagen beim Landratsamt, wurden dort jedoch laut Kornberger noch nicht bearbeitet. Darüber hinaus mache auch Weikersheim die Hitze zu schaffen. Daher habe die Stadt das Grillen an öffentlichen Grillstellen verboten.

Stellungnahmen eingeholt

Größter Tagesordnungspunkt waren die Pläne für ein neues Wohngebiet am Planetenweg. Wie Sylvia Thomas vom Stadtbauamt berichtete, wurden unter anderem beim Regierungspräsidium Stuttgart und beim Landratsamt Stellungnahmen zum Entwurf des Bebauungsplans eingeholt. Das Regierungspräsidium hatte angemerkt, dass sich das Baugebiet in einem Vorbehaltsgebiet für Erholung befindet. Allerdings ist dies laut Thomas überall rund um Weikersheim der Fall. Untersuchungen hätten inzwischen außerdem gezeigt, dass sich auf dem Gelände weder Zauneidechsen noch Altlasten befinden. Um bei Starkregen Wasser ableiten zu können, muss eine neue Möglichkeit gefunden werden.

Stadtplaner Göran Schmidt stellte den überarbeiteten Entwurf des Bebauungsplans vor. Insgesamt sollen 74 Grundstücke mit einer Größe zwischen 450 und 1000 Quadratmeter entstehen. Darauf könnten bis zu 208 Wohneinheiten errichtet werden. Erschlossen wird das Areal über zwei Straßen, damit nicht der ganze Verkehr durch das Wohngebiet Finkenweg rollt. Von einem Gewerbegebiet soll die neue Wohnbebauung durch einen Grünzug abgetrennt werden. Das Konzept sieht eine Abstufung der Wohnbebauung auf dem ansteigenden Gelände vor. Auf zwei Grundstücken sind Geschossbauten mit bis zu sechs Wohneinheiten erlaubt, auf den anderen Grundstücken sollen Einzelhäuser oder Doppelhaushälften entstehen. Maximal sollen die Gebäude über zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss verfügen. Dieses Höhenprofil sorgte in der Sitzung für Diskussionen. Marcel Bauer (CDU) erinnerte daran, dass die jetzige Planung grundlegend für die weitere Entwicklung Weikersheims sei. Er warf daher die Frage in den Raum, ob für die Geschossbauten an der Zufahrt zu dem Wohngebiet nicht drei VollGeschosse erlaubt werden sollten. Stadtplaner Schmidt betonte jedoch, dass dies die Ansicht von der Stadt her erheblich verändern würde und auch Auswirkungen auf die Attraktivität der anderen Grundstücke haben könnte. Rainer Nase (SPD/UB/Piraten) störte sich an verschiedenen Stichstraßen, die er gerne als Durchgangsstraßen gesehen hätte, damit Besucher dort besser parken können. Schmidt betonte jedoch, dass das Wohngebiet auch für junge Familien gedacht sei und dass Kinder so besser draußen spielen könnten. Am Ende beschloss der Gemeinderat, den Entwurf für den Bebauungsplan in der von Schmidt vorgestellten Fassung zu billigen. Der Entwurf wird nun zusammen mit den örtlichen Bauvorschriften öffentlich ausgelegt und ins Internet gestellt.

Auch im weiteren Verlauf der Sitzung ging es um Bauangelegenheiten. So beschloss der Gemeinderat eine Satzung zur Festlegung der Grenzen für das im Zusammenhang bebaute Queckbronn.

Buffetanlage im Foyer

Stadtbaumeister Thomas Müller berichtete von der Küchentechnischen Anlagen der Tauber-Philharmonie. In der Kostenberechnung waren dafür ursprünglich Bruttokosten von 135 148 Euro eingeplant. Nun soll es jedoch noch eine Buffetanlage im Foyer geben, die 62 972,42 Euro kostet. Das günstigste Angebot für das Gewerk liegt daher nun bei 192 707,41 Euro Brutto. Der Gemeinderat beschloss, den Auftrag an den entsprechenden Anbieter aus Bad Mergentheim zu vergeben. Müller stellte auch die Pläne für die energetische Sanierung der Grundschule vor. Den Auftrag für die Fensterbauarbeiten vergab der Gemeinderat für 94 327,10 Euro Brutto an eine Neubronner Firma. Des Weiteren beschloss der Gemeinderat, den mit einem Drehkreuz gesicherten Bahnübergang in Haagen aufzugeben. Nach Aussage von Kornberger wird der sanierungsbedürftige Übergang kaum benutzt. Außerdem möchte die Westfrankenbahn die Geschwindigkeit auf der Strecke erhöhen.

Stadtkämmererin Melanie Dietz stellte den Finanzzwischenbericht vor, in dem es keine Abweichungen vom Plan gab.