Weikersheim

Weikersheimer Gemeinderat Gremium befasst sich mit zahlreichen Themen / Trotz Sportplatz-Umbaus keine Schwierigkeiten fürs „Hochfest“

Straftaten in der Tauberstadt sind rückläufig

Weikersheim.Der Gemeinderat Weikersheim hatte in seiner jüngsten Sitzung eine größere Zahl kleinerer Themen zu behandeln.

Höhenwaldschwimmbad Neubronn: Haarscharf pünktlich zur Freibadsaison gelang die Abdichtung von Leckstellen am Schwimmerbecken. 15 000 Euro nahm die Kommune in die Hand, um den Badegästen auch in dieser Saison den Sprung ins kühle Nass zu ermöglichen. In der vergangenen Freibadsaison waren täglich 30 bis 40 Kubikmeter Wasser durch die Lecks verloren gegangen und hatten so deutliche Mehrkosten für die Kommune verursacht.

Im Gegensatz zum kreisweiten Ergebnis verzeichnet Weikersheim einen signifikanten Rückgang von Straftaten. 2016 verzeichnete die Polizeistatistik noch 2.778 Delikte in Weikersheim, 2017 waren es noch 2.274. Zu verzeichnen waren insgesamt 45 Diebstahlsdelikte – drei davon gelten als schwere Diebstähle – , 50 Sachbeschädigungen und sieben (Vorjahr: 16) Rauschgiftdelikte. Auch die Straßenkriminalität entwicklete sich mit 39 Delikten leicht kückläufig.

Unter den insgesamt 69 Tatverdächtigen befanden sich 47 Erwachsene, neun Jugendliche und fünf Kinder. Nicht deutscher Herkunft waren 21 der insgesamt 69 Tatverdächtigen.

Zwar bleibe die Aufklärungsquote mit 45 Prozent hinter der früherer Jahre (56 Prozent) zurück, dennoch sei „Weikersheim ist eine ganze Ecke sicherer geworden“, so Bürgermeister Klaus Kornberger in der Ratssitzung.

Um 440 000 Euro aus dem Landessanierungsprogramm werden die Mittel für das Sanierungsgebiet Weikersheim III Stadtmitte aufgestockt. Eingesetzt wird dieses zusätzliche Volumen unter anderem für die Tauberphilharmonie. Die Abrechnung soll Ende 2019 erfolgen.

Nassau kann sich über einen regelrechten kleinen Bauboom freuen: Einstimmig erteilte der Gemeinderat gleich vier Bauvorhaben in dem Teilort sein Einvernehmen. Damit können die Bauherren, die die Neuerbauung von zwei Einfamilienhäusern und einem Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten angehen wollen, ebenso die nächsten Schritte einleiten wie der Bauherr, der durch Umnutzung eine alte Scheune und ein Forsthaus zum Wohnhaus und einem zeitweise genutzten Ferienhaus umgestalten will. Auch einem Wohnbauprojekt in Weikersheim erteilte das Gremium sein Einvernehmen.

Baugebiet Feldertor II: Der Schäftersheimer Ortschaftsrat hat für die Erschließungsstraße im Baugebiet den Namen „Kernerweg“ vorgeschlagen. Der Gemeinderat schloss sich dem für das weinbergnah gelegene Areal passenden Vorschlag gern an.

Eigentlich erfreut sich das Ehrenamt der Laienrichter nicht unbedingt großer Beliebtheit: die Tätigkeit als Schöffe fordert teilweise viel Zeit und Nervenstärke ein. Vorgeschlagen werden die Schöffen von den Kommunen immer für vier Jahre. Weikersheim hat vier Personen vorzuschlagen, zwei davon wählt dann die Gerichtsbarkeit für die Tätigkeit aus. Für die anstehende Amtsperiode 2019 bis 2023 hatten sich in Weikersheim 17 Personen beworben, aus denen jetzt die Gemeinderäte in geheimer Wahl vier der Gerichtsbarkeit vorzuschlagenden Personen wählten. Die Kommune wird nun entsprechend des Wahlergebnisses Wolfgang Albert, Alice Ehrmann-Pösch, Jutta Melzer und Klaus Spitzley als Schöffen für die nächste Amtsperiode vorschlagen.

Wasserversorgungsgruppe

Bereits im März ausgelaufen ist die Amtszeit der Vertreter der Verbandsversammlung der Nassau-Wasserversorgungsgruppe. Sie besteht aus den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden Weikerhseim und Ibergsheim sowie acht weiteren Vertretern der angeschlossenen Stadt- oder Ortsteile.

Bis zur Neuwahl im Amt geblieben waren für den Stadtteil Nassau Kurt Kröttinger und Volker Deeg sowie ihre Stellvertreter Annegret Henn und Wolfgang Herwarth, für den Stadtteil Schäftersheim Bernd Gutöhrlein und Gerhard Schammann sowie ihre Stellvertreter Albert Herrmann und Matthias Lang.

Einstimmig entprechend des Nassauer Ortschaftsrats-Vorschlags in ihren jeweiligen Positionen bestätigt wurden Kurt Kröttinger, Volger Deeg und der Stellvertreter Wolfgang Herwarth. Neu als Stellvertreter gewählt wurde Michael Heitbrock.

Ebenso einstimmig bestätigte der Gemeinderat den Vorschlag des Schäftersheimer Orschaftsrates, der Gerhard Schamman und Harald Köstler als Vertreter für die Verbandsversammlung vorschlug. Ihre Stellvertreter sind Claudine Balbach und Schäftersheims Ortsvorsteher Markus Lang.

Der derzeit allenthalben beklagte Personalengpass bei Schwimmmeistern beeinträchtigt auch in Weikersheim den Badebetrieb im Hallenbad. Bis Oktober ist das Bad trotz des DLRG-Engagements für die Öffentlichkeit nur Mittwochs und Samstags zugänglich. Während der Sommerferien bleibt das Bad ohnehin für die erforderliche Grundreinigung geschlossen. Inhaber von Jahreskarten werden für die verkürzten Öffnungszeiten durch eine zweimonatige Gültigkeitsverlängerung ihrer Tickets entschädigt. Nicht betroffen vom eingeschränkten Badebetrieb ist das Schwimmen im Schulsportbereich, da dann das Lehrpersonal für Sicherheit am Waser sorgt.

Weikersheimer Kärwe

Angesichts der Baumanahmen im Bereich ehemalige Stadthalle und der Sportplätze fragte Gemeinderat Rainer Nase an, wie es in diesem Jahr um die die Weikersheimer Kärwe bestellt sei. Bürgermeister Klaus Kornberger versicherte, dass trotz der durch Probleme mit der Trainingsplatz-Tragschicht verursachten Verzögerungen nicht mit Problemen für das Weikersheimer Hochfest zu rechnen sei. Auch die Jungvieh-Prämierung und das Trecker-Treffen, auf die Gemeinderat Norbert Beck verwies, dürften ohne Schwierigkeiten durchzuführen sein.

Auf den „desolaten Zustand“ der Brücke am Bahnhof wies Rosemarie Spitzley hin. Man werde das Problem im Zusammenhang mit der Planung des Zentralen Omnibus-Bahnhofs angehen, sicherten Bürgermeister Kornberger und Thomas Müller vom Stadtbauamt zu. Anja Lotz forderte zur Verhinderung von Ausspülungen an der Alten Steige die Weiterverlegung von Rasengittersteinen. Man sei sich die Problematik bewusst, müsse jedoch znächst dringlichere Probleme angehen, so Müller. ibra