Weikersheim

Die alte Heimat besucht 70er-Treffen des Jahrgangs 1948/49 in Laudenbach

Unvergessliche Stunden erlebt

Archivartikel

Mit allen Sinnen wollten sie am Wochenende Heimat erfahren: Die Angehörigen des Jahrgangs 48/49 trafen sich am Samstag bei herrlichem Spätsommerwetter im Vorbachtal zur Siebziger-Feier.

Laudenbach. Der einst 33 Schülerinnen und Schüler starke Jahrgang kam seit dem 40er Treffen regelmäßig zusammen, um sich nicht aus den Augen zu verlieren.

Organisiert wurde die Zusammenkunft vom Trio Resi Heer, Hans Tierhold und August Wirth, die ein tolles Programm auf die Beine gestellt hatten.

Zunächst war ein Sektempfang mit Fotoausstellung im Eingangsbereich des Julius-Echter-Kellers zur Begrüßung anberaumt, ehe es in die neu gestalteten Weinfass-Räume ging. Herbstlich geschmückt wartete eine Kaffeetafel auf die Gäste, vorbereitet von Ella Tierhold und Ilse Wirth. Und nun kam Raimund Zenkert zum Einsatz, der eine Weinprobe mit Laudenbacher Gewächsen, umrankt mit Anekdoten, zum Besten gab. Assistiert wurde er von Anna-Sophie und Greta, die Schafsteige- und Ghäuberg-Tropfen kredenzten. In diesem Zusammenhang äußerte Winzer Walter Öchsner, dass man es heuer mit einem Spitzenjahrgang zu tun habe, sowohl in Qualität als auch in Quantität. Peter Mühleck von der Zukunftswerkstatt Laudenbach 2020 nimmt sich des unverwechselbaren Laudenbacher Dialekts an und brachte viele Beispiele, die von den Anwesenden trefflich ergänzt wurden. Die Lacher auf seine Seite brachte er mit dem Dialog zweier Mütter in Sachen Erziehung: „Dass dee des döff.“ – „Dee döff des!“ Und „waali“ schritt die Zeit voran, sodass man sich auf den Weg in den Gasthof zur Traube begab, wo das Abendessen wartete. Dann schwelgte man in Erinnerungen an die Lehrkräfte Krogner und Weber sowie Maier und Ziehl in der Laudenbacher Volksschule. Auch der verstorbenen Mitschülerinnen Inge geborene Müller, Annemarie geborene Herzog und Hedwig Kreuser sowie Anton Lampert und Hubert Sieber wurde gedacht.

Der Mutterwitz von Doris Ries krönte den Abend, die auswendig im Laudenbacher Dialekt heitere Begebenheiten vortrug. Als sie aufhören wollte, wurde sie durch ein einstimmiges „Nouni uffhör’“ davon abgehalten. Am nächsten Morgen ging es obligatorisch hinauf zur Bergkirche, wo Pfarrer Burkhard Keck ein feierliches Hochamt zelebrierte.

Auf dem Friedhof im Dorf hielt man stille Einkehr, und beim Mittagessen in der Krone hatte man nochmals Gelegenheit zum Gedankenaustausch, ehe die Heimreise anstand. Es waren unvergessliche Stunden in der alten Heimat. help