Weikersheim

800 Jahre Honsbronn Vorbereitungen für Festwochenende am 22./23. Juni laufen auf vollen Touren / Mundart-Hörspiel wird live im Festzelt aufgeführt

Von Bilderschau bis Besenmacher

Honsbronn feiert – gemeinsam mit Bronn – die erste urkundliche Erwähnung vor 800 Jahren. Am 22./23. Juni gibt es ein Festwochenende mit einem bunten Programm.

Honsbronn/Bronn. Die Vorbereitung aufs große Fest laufen seit rund zwei Jahren. Am vergangenen Mittwoch hatte Ortsvorsteher Franz-Josef Dertinger die Einwohner zu einer Feinplanungs-Sitzung geladen. Klar wurde dabei: Am 22. und 23. Juni gibt es ein umfangreiches, buntes Festprogramm. In vielen Treffen und Besprechungen wurde das Ereignis vorbereitet, „alle fiebern der Feier entgegen“, so Dertinger.

Am Samstag, 22. Juni startet das Festwochenende unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Kornberger mit der offiziellen Eröffnung um 19 Uhr im Festzelt, das am Rathaus in Honsbronn aufgebaut wird.

Musikalisch umrahmt vom Männergesangverein Laudenbach und den Grußworten von Ortsvorsteher und Bürgermeister erwartet die besucher dann schon der erste Höhepunkt: Der in Honsbronn lebende Journalist Michael Weber-Schwarz hat unter dem Titel „Mörike und der Meuchelmord“ ein vergnügliches Kriminalhörspiel in Mundart geschrieben, das von mehreren Spielern aus dem Ensemble der Nieder-stettener Freilichtspiele live aufgeführt wird.

Eduard Mörike als Kriminalermittler? Bei einer Wanderung nach Wermutshausen wird der kränkelnde Pfarrer unversehens in einen mutmaßlichen Mord hineingezogen. Vom Weikersheimer Bürgermeister findet man am Sühnekreuz nur die Jacke – und jede Menge Blut. Was ist geschehen? Historisches Lokalkolorit und aktuelle Bezüge verbinden sich zur heiteren Heimatgeschichte mit jeder Menge skurriler Typen...

Dorf damals und heute

Danach gibt’s im Festzelt Raum fürs Begegnen und Wiedersehen, fürs Erzählen und Gedankenaustauschen.

Der Sonntag, 23. Juni beginnt um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt, musikalisch umrahmt vom Posaunenchor aus Neubronn. Danach startet die Bewirtung mit Mittagessen, Kaffee und Kuchen.

Im Dort verteilt gibt es dann in den einzelnen Höfen jede Menge interessante Dinge zu entdecken, wie zum Beispiel altes Handwerk (Korbmacher, Leinenverarbeitung, Klöppelei, Posterer, Besenmacher), regionale Spezielitäten, ein Kinderprogramm mit Schminken, Malen und einer Hüpfburg, einen Flohmarkt, Bilderausstellungen von regionalen Künstlern, eine Ausstellung „Von der Sichel zum Mähdrescher“, den Auftritt einer „Rope Skipping“-Gruppe, Informationen zu Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen von einer kleinen „Gläsernen Produktion“ durch das Amt für Haus- und Landwirtschaft, eine große Fotoausstellung „unser Dorf, damals und heute“ und vieles mehr.

Außerdem wird eine Festschrift zum Ortsjubiläum zum Verkauf angeboten, mit vielen interessanten Informationen zum Dorf und einmaligen Bildern.

Ortsvorsteher Dertinger wies darauf hin, dass nicht nur jeder helfende Hand gebraucht würde, sondern auch finanziell einiges zu stemmen sei.

Interessierte können die Feier finanziell (mit Spendenquittung) unterstützen. Mit der Angabe des Verwendungszwecks „800 Jahre Honsbronn“ können Beträge auf folgende Konten überwiesen werden: IBAN 16 6239 1420 0070 3650 08 bei der Volksbank Vorbach Tauber oder 28 6735 2565 0000 4000 10 bei der Sparkasse Tauberfranken. mrz