Weikersheim

"Plusenergie-Hof8" In engerer Auswahl für bedeutenden Hugo-Häring-Architekturpreis

"Vorbildlicher Ansatz"

Schäftersheim.Der "Plusenergie-Hof8" hat die "Hugo-Häring-Auszeichnung 2017" erhalten und damit die erste Stufe zu Baden-Württembergs bedeutendsten Architekturpreis genommen.

Nachdem der Schäftersheimer "Hof8" in den vergangenen Jahren bereits eine Reihe hochrangiger nationaler und internationaler Preise wie den Deutschen Nachhaltigkeitspreis und den Europäischen Architekturpreis erhalten hat, kam jetzt in Künzelsau-Gaisbach eine weitere bedeutende Architektur-Auszeichnung hinzu.

Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung im Carmen Würth Forum erhielten der planende Architekt Rolf Klärle sowie die Bauherren Prof. Dr. Martina Klärle und Andreas Fischer-Klärle die Hugo-Häring-Auszeichnung 2017.

Der vom Bund Deutscher Architekten BDA ausgelobte Preis ist der bedeutendste baden-württembergische Architekturpreis und wird seit 1969 im dreijährigen Rhythmus an Architekten und Bauherren für ihr gemeinsames Werk verliehen.

Der Hugo-Häring-Landespreis ist ein zweistufiger Preis; das Auswahlverfahren erstreckt sich über zwei Jahre. In der ersten Stufe wird die Hugo-Häring-Auszeichnung auf regionaler Ebene in den fünfzehn Kreisgruppen des BDA Baden-Württemberg vergeben. Der Hugo-Häring-Landespreis wird in der zweiten Stufe auf Landesebene verliehen. Die Preisträger werden aus den in der ersten Stufe ausgezeichneten Objekten ausgewählt. Marcus Teske, Vorsitzender BDA Heilbronn-Franken und Prof. Gerd Gassmann als Vorsitzender der Jury würdigten den "Hof8": "Für eine nicht alltägliche Bauaufgabe haben die Architekten eine schlichte und angemessene architektonische Lösung gefunden, die sehr eigenständig in ihre Umgebung ausstrahlt und innerhalb der dörflichen Umgebung einen hohen Identifikationswert erreicht. Aus einer ehemaligen landwirtschaftlichen Hofanlage ist durch Sanierung und Umbau ein Gebäudeensemble entstanden. Hinsichtlich ihres Ausdrucksgehalts unterscheiden sich die drei Gebäudeteile in ihrer materiellen Erscheinung. Während das Haupthaus mit einer hölzernen Hülle vollständig überformt wird, zeigen sich die ehemalige Remise und das Stallungsgebäude im ursprünglichen Kleid. Nicht zuletzt aufgrund seiner stadträumlichen Qualität überzeugt das Projekt durch seinen vorbildlichen Ansatz im Revitalisieren von sich immer weiter auflösenden Dorfkernen." Energetisch optimiert, bilanziert der Hof zu einem "Plus-Energie-Hof". Die Grundform des Hofes wird durch Abstraktion der Gebäudehüllen herausgearbeitet. In der Materialität und Anmutung der Gebäudeteile wird die Authentizität des Hofes bewahrt.