Weikersheim

Tierschutz Nabu zeichnet „schwalbenfreundliches Haus“ von Familie Waldmann in Oberndorf aus

„Wohnanlage“ mit 52 Schwalbennestern

Oberndorf.In dem beschaulichen, ein wenig versteckt zwischen Weikersheim und Creglingen gelegenen Dorf, herrscht in diesen Tagen idyllische Ruhe. Anders wird es Jahr für Jahr in der Regel Mitte April, wenn häufig über Nacht scharenweise die quirligen Flugkünstler aus ihren Winterquartieren in heimische Gefilde zurückkehren.

Eines der bevorzugten Ziele der Schwalben am Ende ihrer langen Reise ist in unserem Landstrich das Haus der Familie Waldmann in Oberndorf.

Sage und schreibe 52 vor Wind und Wetter geschützte Nester bieten den Rückkehrern dort ideale Brutbedingungen. Für diese nicht alltägliche Gastfreundschaft gegenüber den gefiederten Mitbewohnern hat in besonderem Maße Fritz Waldmann gesorgt.

Mit dem Ausbau seiner „Schwalbenstadt“ begann er bereits in den frühen 80ern des letzten Jahrhunderts. Die Zahl ihrer Bewohner beträgt inzwischen vor allem an den Tagen, an denen der Nachwuchs flügge wird, ein Vielfaches der knapp 60 Einwohner des Dorfes.

Für diesen vorbildlichen Einsatz im Rahmen des Schutzes bedrohter Tierarten verlieh der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) dem Anwesen der Familie Waldmann das Prädikat „Schwalbenfreundliches Haus“. Die Auszeichnung überreichte Wolfgang Dornberger, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Niederstetten. Um auf die Verschlechterung der Lebensbedingungen der sensiblen Flugartisten aufmerksam zu machen und zugleich für mehr Gastfreundschaft gegenüber den „Glücksbotinnen“ zu werben, hat der Naturschutzbund die bundesweite Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ ins Leben gerufen. Seit ihrem Start im Jahr 2010 konnten allein in Baden-Württemberg weit über 500 Auszeichnungen verliehen werden.

In diesem Zusammenhang weist der Nabu darauf hin, dass Schwalben und ihre Niststätten unter strengem Schutz stehen. web/nabu