Weikersheim

Hohenloher Gartenparadies Mittlerweile können auch sehenswerte Privatgärten besichtigt werden / „In der Baindt“ bei Annette Schlehaus in Weikersheim

Zauberhafte historische Grünanlage am Ufer des Vorbachs

Weikersheim.Ein „geheimer Garten“ – unmittelbar vor dem Weikersheimer Stadttor: „In der Baindt“ können Interessierte einen versteckten, verwunschenen (Privat-) Garten besichtigen. Das – im Vergleich zu großen und bekannten Garten- und Parkanlagen – schmucke und sicher auch Einwohnern eher unbekannte Gartenparadies mit altem Baumbestand, Rosen, Stauden, Buchs und Teichen ist Teil des „Hohenloher Gartnenparadieses“ – ein Zusammenschluss von Mitgliedern, Projektpartnern und Gleichgesinnten, die ihre blühenden Sehenswürdigkeiten gemeinsam zur Besichtigung anbieten.

Immer auf der Suche nach interessanten Themen, die Gästen im Hohenlohischen gefallen und die Gegend als Reiseland noch interessanter machen – so gestaltet sich größtenteils der Arbeitsalltag der touristischen Herausgeber und ihrer Kooperationspartner einer GartnenBroschüre, die über www.hohenlohe.de/Reiseland/Kultur/Hohenloher-Gartenparadies.html auch online einsehbar ist. Mit ihren Parks und Gärten scheint die Arbeitsgemeinschaft auf spannende und gleichsam erholsame Art und Weise tatsächlich auch fündig geworden zu sein.

Auf der in der Urlaubsmesse CMT 2018 in Stuttgart wurde beim Tourismustag Baden-Württemberg von einem bekannten Tourismusforscher attestiert, dass es die Parks und Gärten erstmals in die „Top Ten“der touristischen Zukunftstrends geschafft haben. Die Fachwelt staunte und das touristische Gartennetzwerk aus Hohenlohe und Umgebung freute sich, mit seinem Reiseangebot vorne dabei zu sein. Und tatsächlich gehört das Hohenloher Gartenparadies inzwischen innerhalb Baden-Württembergs zu den Vorreitern in Sachen „Parks und Gärten als touristische Sehenswürdigkeiten“.

Über die Zeiten erhalten

Wie gesagt, es gibt die bekannten „Großen“ – und seit einiger Zeit auch mehrere sehenswerte „Kleine“, darunter der Weikersheimer Garten von Annette Schlehaus am Weikersheimer Vorbachufer.

Die historische Anlage befand sich früher im Vorstadtbereich, der sozusagen die Nahversorgung von Stadt und Schloss mit Obst und Gemüse sicherstellte. Mittlerweile existieren die früheren „Krautgärten“ praktisch nicht mehr: das Areal wurde bis auf wenige Ausnahmen bebaut. So findet sich der quasi übriggebliebene historische Garten fast schon eingekeilt zwischen Geschäfts- und Wohngebäuden – es lässt aber erahnen, wie es vor Alt-Weikersheim früher grünte und blühte. Annette Schlehaus erhält hier eine sehens- und vor allem besuchenswerte Anlage mit in dieser Lage durchaus ungewöhnlichem Pflanzenbestand – von Blumen bishin zu Obstbäumen.

Ziel der Aktion „Hohenloher Gartenparadies“: Auch über Landesgrenzen hinweg in Partnerschaften die Vielfalt an hohenlohischen, fränkischen, badischen und schwäbischen Gartenträumen zugänglich zu machen. Damit treten die touristischen Protagonisten gleichsam den Beweis an, dass Grenzen auch verbinden können – hier die beiden deutschen Südländer Baden-Württemberg und den Freistaat Bayern.

Das Hohenloher Gartenparadies ist ein Zusammenschluss von Mitgliedern, Projektpartnern und Gleichgesinnten, die ihre rund 30 blühenden Sehenswürdigkeiten gemeinsam anbieten.

„Dies geschieht in der festen Überzeugung – sowohl zum Vorteil der Gäste als auch umtriebigen Betreibern – dass dies im Verbund von großem Vorteil ist. Nur so kann die Region als lohnendes Ziel für Pflanzen-, Landschaftsarchitektur- und Naturfreunde überregional wahrgenommen werden“, so die Partner in ihrer Broschüre.

Deshalb ist das Netzwerk auch Fördermitglied im Verein „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“. Ein spezielles Bonbon stellt die jährliche Auszeichnung zum „Garten des Jahres“ durch das Hohenloher Gartenparadies dar. Die Broschüre versteht sich als Einladung zur Reise durch Hohenlohe und sein Umland, um die vielen schönen Plätze und Orte der Park- und Gartenkunst kennenzulernen. Die Gärten bilden sozusagen „lebendige Sehenswürdigkeiten“.

Wer den Garten von Annette Schlehaus „In der Baindt“ besuchen möchte, sollte über Telefon 0170/ 3802115 oder die Mailadresse a.schlehaus@t-online.de Kontakt aufnehmen. Treffpunkt ist dann die Hauptstraße 49 in Weikersheim – von dort aus ist es nur ein kurzer Fußweg von zwei bis drei Minuten. Der Eintritt ist kostenfrei; die „Öffnungszeit“ muss mit der Gartenbesitzerin vereinbart werden. mrz